Presseschau: „Der Favorit hätte ins Wanken kommen können“

In den Medien gibt es nach der 2:4-Niederlage von Bayer 04 im DFB-Pokalfinale gegen die Bayern keine Zweifel an der Berechtigung des Münchner Erfolgs. Für die unterlegene Werkself gab es dennoch auch Lob.
20200704_B04_DFB_Pokal_Finale_Berlin_NB_81484.jpg

Der Berliner Tagesspiegel wertete das Geschehen im Olympiastadion so: „Lewandowskis 3:0 war die Entscheidung. Sven Bender verkürzte nach der ersten Ecke für Leverkusen zwischenzeitlich auf 1:3, Kai Havertz traf in der Nachspielzeit per Handelfmeter zum 2:4. Aber trotz einiger weiterer Chancen brachten die Münchner die Angelegenheit ohne größere Probleme über die Bühne. Die Bayern lassen einfach nicht locker, auch nicht am Ende einer langen und zehrenden Saison. Das 4:2 (2:0) bescherte ihnen den 20. Pokalsieg der Vereinsgeschichte – und das 13. Double aus Meisterschaft und Pokal.“

Die Neue Zürcher Zeitung am Sonntag kam zu diesem Schluss: „Das Ergebnis wirkt souveräner, als der Auftritt der Bayern in der zweiten Hälfte tatsächlich war. Denn Leverkusen war nach dem 0:3 nicht gewillt, das Spiel verloren zu geben. Sven Bender traf per Kopf und leitete die beste Phase der Leverkusener ein. Da waren sie dem Anschlusstreffer nahe, da spielten sie jenen Fußball, den sie in ihren guten Momenten zu spielen vermögen, da brachten sie den Favoriten in arge Bedrängnis. Immer wieder konnten sich die Außenläufer Leverkusens in Szene setzten, Leon Bailey und Moussa Diaby stellten die Bayern-Außenverteidiger Benjamin Pavard und Alphonso Davies vor große Probleme. Kerem Demirbay, der für Julian Baumgartlinger in die Partie gekommen war, verlieh dem Spiel der Leverkusener jenen Rhythmus, der ihnen zuvor gefehlt hatte. Das Team erspielte sich einige Chancen, und wäre es ein wenig kaltschnäuziger gewesen, dann wäre der Favorit ins Wanken gekommen.“

Der Kölner Stadt-Anzeiger beschrieb in seiner Online-Ausgabe die „Momente des Spiels“: „Entschieden wurde die Partie zwischen der 57. und 59. Minute durch zwei grobe Leverkusener Aussetzer. Beim Stand von 0:2 vergab der zur Pause eingewechselte Kevin Volland aus wenigen Metern eine gewaltige Chance auf den Anschlusstreffer. Keine 120 Sekunden danach patzte Bayer-Keeper Hradecky nicht weniger spektakulär und beschenkte Lewandowski.“ Zum Leverkusener Offensivspiel hieß es: „Die Kombinationen dauerten vor allem in der ersten Halbzeit meistens einen Moment zu lange, so dass der finale Passempfänger in der Regel im Abseits stand. Und in den wenigen Szenen, wo Leverkusen Räume zum Kontern geboten bekam und die Pässe hinter die Abwehrreihe einen Abnehmer fanden, konnten sich die Angreifer gegen die Bayern-Defensive nicht durchsetzen. Erst beim Stand von 0:3 wurde es besser – aber lange nicht gut genug, um die Bayern vor ernsthafte Schwierigkeiten zu stellen.“

 

20200704_B04_DFB_Pokal_Finale_Berlin_NB_81520.jpg
Ein dickes Ding zum möglichen Anschluss: Kevin Volland verpasst die Flanke von Moussa Diaby.

Die Rheinische Post (Online-Ausgabe) ging auf die beste Phase der Werkself ein. „Kurz nach dem 0:3 kamen die Rheinländer durch Sven Benders Kopfball doch noch zu einem Erfolgserlebnis nach einer Ecke von Demirbay (64.). Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Volland Diabys Flanke zwei Minuten später verwertet hätte (66.). So aber blieb es trotz einer Sturm-und-Drang-Phase der Werkself beim 3:1. Lewandowski belohnte sich in der Schlussphase noch mit dem Treffer zum 4:1. Es war sein siebter Treffer in einem Pokalfinale – eine weitere historische Bestmarke. Das Tor zum 4:2-Endstand von Havertz durch einen Handelfmeter spielte da schon keine Rolle mehr.“

In der Bild-Zeitung (Online-Ausgabe) ist zu lesen: „Um 23.30 Uhr fuhren die beiden Team-Busse am Mannschafts-Hotel ,Grand Hyatt' vor. 15 Leverkusen-Fans hielten ein Plakat mit der Aufschrift ,Kopf hoch' in die Höhe, spendeten ihren Spielern Beifall beim Gang ins Foyer. Nach der 2:4-Pleite im Pokal-Finale gegen den FC Bayern saß der Frust aber vor allem bei Kapitän Lars Bender (31) tief, der sich wie sein Bruder Sven (Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:3) mit aller Macht, aber letztlich vergeblich gegen die Niederlage stemmte.“

Der Kölner Express konstatierte: „Nach dem 0:3 warf Leverkusen noch einmal alles nach vorn – und schöpfte nach einer Ecke durch einem wuchtigen Kopfballtreffer Sven Benders plötzlich noch einmal neuen Mut (64.). Im Anschluss allerdings vergab die Werkself gleich reihenweise beste Einschussmöglichkeiten. Das sollte sich rächen: Der eingewechselte Ivan Perisic bediente kurz vor Schluss Lewandowski in der Mitte, und der Pole lupfte die Pille zum 4:1 ins Tor (89.). ,Mit dem vierten Tor war es gelaufen zu unseren Gunsten', kommentierte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (64).“

Der Kicker zog in seiner Online-Ausgabe dieses Fazit: „Der FC Bayern München ist dank des 4:2 über Bayer Leverkusen zum 20. Mal DFB-Pokalsieger. Auf eine recht einseitige erste Hälfte folgte eine ausgeglichene zweite, in der sich die Werkself das Leben selbst schwer machte - und nur zur Aufholjagd ansetzen konnte. (…) Die Werkself stand nach dem 0:3 vor einer Herkulesaufgabe, nahm sich dieser aber an. Boateng rettete nach Havertz' Querpass gerade noch vor Bailey (63.), die folgende Ecke köpfte Sven Bender zum 1:3 ein (64.). Kurz darauf traf Volland nach einer Flanke des auffälligen Diaby die Kugel erneut nicht (66.), Leverkusen spielte den FCB in dieser Phase teilweise an die Wand.“

 

Ähnliche News

Ticket-Infos
Bayer 04 - 16.08.2026

Ticket-Überblick für die Spiele der Werkself

Ein Überblick über die aktuellen Ticket-Verkäufe der Heim- und Auswärtsspiele der Werkself in der Saison 2026/27.

Mehr zeigen
U17 auf Kurtekotten
U17 - 16.08.2026

1:1 gegen Mainz – U17 holt einen Punkt zum Liga-Auftakt

In einem hochintensiven Duell erkämpfte sich die U17 von Bayer 04 in ihrem ersten Saisonspiel in der DFB-Nachwuchsliga einen Punkt gegen den 1. FSV Mainz 05. Die Gastgeber waren am Leistungszentrum Kurtekotten in der ersten Hälfte durch Rolf Samuel Guie-Mien in Führung gegangen. Nach dem Mainzer Ausgleich scheiterte Bayer 04-Kapitän Celal Demir kurz vor der Pause mit einem Elfmeter am Gäste-Torwart. Auch im zweiten Durchgang zeigte das Team von Trainer Kevin Brok viel Leidenschaft und verdiente sich am Ende das Remis redlich.

Mehr zeigen
UEFA Europa League in der BayArena
Europa League - 16.08.2026

Die internationale Dauerkarte für alle Europa-League-Heimspiele 2026/27

Mit der internationalen Dauerkarte können Fans die Werkself in der Saison 2026/27 auf der europäischen Bühne begleiten und unterstützen – und haben dabei für jedes UEL-Heimspiel in der BayArena bis einschließlich eines möglichen Halbfinals ihr Ticket und ihren Platz sicher! Zudem sparen die Inhaberinnen und Inhaber der internationalen Dauerkarte 20 Prozent pro UEL-Ticket.

Mehr zeigen
Re-Live: Newcastle United - Bayer 04 | Testspiel
Werkself-TV - 15.08.2026

Re-Live: Newcastle United - Bayer 04 1:2 | Testspiel

Werkself-TV zeigt den 2:1-Erfolg im letzten Testspiel der Saisonvorbereitung 2026/27 bei Newcastle United re-live...

Mehr zeigen
Torjubel der Werkself
Frauen - 15.08.2026

Letzter Test vor dem Liga-Start: Frauen bezwingen auch Standard Lüttich deutlich

Generalprobe eindrucksvoll geglückt: Im letzten Test vor dem Bundesliga-Start haben die Bayer 04-Frauen erneut ihre starke Frühform unter Beweis gestellt. Beim belgischen Erstligisten Standard Lüttich gewann die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 7:0 (2:0, 3:0, 4:0). In insgesamt 4 x 30 Minuten Spielzeit trafen acht Tage vor dem Auftakt bei RB Leipzig Loreen Bender (8.), Cornelia Kramer (12./50.), Lilla Turanyi (70./96.) und Valentina Mädl (97./100.) für die klar überlegenen Gäste.

Mehr zeigen