
Der Berliner Tagesspiegel wertete das Geschehen im Olympiastadion so: „Lewandowskis 3:0 war die Entscheidung. Sven Bender verkürzte nach der ersten Ecke für Leverkusen zwischenzeitlich auf 1:3, Kai Havertz traf in der Nachspielzeit per Handelfmeter zum 2:4. Aber trotz einiger weiterer Chancen brachten die Münchner die Angelegenheit ohne größere Probleme über die Bühne. Die Bayern lassen einfach nicht locker, auch nicht am Ende einer langen und zehrenden Saison. Das 4:2 (2:0) bescherte ihnen den 20. Pokalsieg der Vereinsgeschichte – und das 13. Double aus Meisterschaft und Pokal.“
Die Neue Zürcher Zeitung am Sonntag kam zu diesem Schluss: „Das Ergebnis wirkt souveräner, als der Auftritt der Bayern in der zweiten Hälfte tatsächlich war. Denn Leverkusen war nach dem 0:3 nicht gewillt, das Spiel verloren zu geben. Sven Bender traf per Kopf und leitete die beste Phase der Leverkusener ein. Da waren sie dem Anschlusstreffer nahe, da spielten sie jenen Fußball, den sie in ihren guten Momenten zu spielen vermögen, da brachten sie den Favoriten in arge Bedrängnis. Immer wieder konnten sich die Außenläufer Leverkusens in Szene setzten, Leon Bailey und Moussa Diaby stellten die Bayern-Außenverteidiger Benjamin Pavard und Alphonso Davies vor große Probleme. Kerem Demirbay, der für Julian Baumgartlinger in die Partie gekommen war, verlieh dem Spiel der Leverkusener jenen Rhythmus, der ihnen zuvor gefehlt hatte. Das Team erspielte sich einige Chancen, und wäre es ein wenig kaltschnäuziger gewesen, dann wäre der Favorit ins Wanken gekommen.“
Der Kölner Stadt-Anzeiger beschrieb in seiner Online-Ausgabe die „Momente des Spiels“: „Entschieden wurde die Partie zwischen der 57. und 59. Minute durch zwei grobe Leverkusener Aussetzer. Beim Stand von 0:2 vergab der zur Pause eingewechselte Kevin Volland aus wenigen Metern eine gewaltige Chance auf den Anschlusstreffer. Keine 120 Sekunden danach patzte Bayer-Keeper Hradecky nicht weniger spektakulär und beschenkte Lewandowski.“ Zum Leverkusener Offensivspiel hieß es: „Die Kombinationen dauerten vor allem in der ersten Halbzeit meistens einen Moment zu lange, so dass der finale Passempfänger in der Regel im Abseits stand. Und in den wenigen Szenen, wo Leverkusen Räume zum Kontern geboten bekam und die Pässe hinter die Abwehrreihe einen Abnehmer fanden, konnten sich die Angreifer gegen die Bayern-Defensive nicht durchsetzen. Erst beim Stand von 0:3 wurde es besser – aber lange nicht gut genug, um die Bayern vor ernsthafte Schwierigkeiten zu stellen.“

Die Rheinische Post (Online-Ausgabe) ging auf die beste Phase der Werkself ein. „Kurz nach dem 0:3 kamen die Rheinländer durch Sven Benders Kopfball doch noch zu einem Erfolgserlebnis nach einer Ecke von Demirbay (64.). Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Volland Diabys Flanke zwei Minuten später verwertet hätte (66.). So aber blieb es trotz einer Sturm-und-Drang-Phase der Werkself beim 3:1. Lewandowski belohnte sich in der Schlussphase noch mit dem Treffer zum 4:1. Es war sein siebter Treffer in einem Pokalfinale – eine weitere historische Bestmarke. Das Tor zum 4:2-Endstand von Havertz durch einen Handelfmeter spielte da schon keine Rolle mehr.“
In der Bild-Zeitung (Online-Ausgabe) ist zu lesen: „Um 23.30 Uhr fuhren die beiden Team-Busse am Mannschafts-Hotel ,Grand Hyatt' vor. 15 Leverkusen-Fans hielten ein Plakat mit der Aufschrift ,Kopf hoch' in die Höhe, spendeten ihren Spielern Beifall beim Gang ins Foyer. Nach der 2:4-Pleite im Pokal-Finale gegen den FC Bayern saß der Frust aber vor allem bei Kapitän Lars Bender (31) tief, der sich wie sein Bruder Sven (Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:3) mit aller Macht, aber letztlich vergeblich gegen die Niederlage stemmte.“
Der Kölner Express konstatierte: „Nach dem 0:3 warf Leverkusen noch einmal alles nach vorn – und schöpfte nach einer Ecke durch einem wuchtigen Kopfballtreffer Sven Benders plötzlich noch einmal neuen Mut (64.). Im Anschluss allerdings vergab die Werkself gleich reihenweise beste Einschussmöglichkeiten. Das sollte sich rächen: Der eingewechselte Ivan Perisic bediente kurz vor Schluss Lewandowski in der Mitte, und der Pole lupfte die Pille zum 4:1 ins Tor (89.). ,Mit dem vierten Tor war es gelaufen zu unseren Gunsten', kommentierte FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge (64).“
Der Kicker zog in seiner Online-Ausgabe dieses Fazit: „Der FC Bayern München ist dank des 4:2 über Bayer Leverkusen zum 20. Mal DFB-Pokalsieger. Auf eine recht einseitige erste Hälfte folgte eine ausgeglichene zweite, in der sich die Werkself das Leben selbst schwer machte - und nur zur Aufholjagd ansetzen konnte. (…) Die Werkself stand nach dem 0:3 vor einer Herkulesaufgabe, nahm sich dieser aber an. Boateng rettete nach Havertz' Querpass gerade noch vor Bailey (63.), die folgende Ecke köpfte Sven Bender zum 1:3 ein (64.). Kurz darauf traf Volland nach einer Flanke des auffälligen Diaby die Kugel erneut nicht (66.), Leverkusen spielte den FCB in dieser Phase teilweise an die Wand.“

Die vierte internationale Auswärtsreise dieser Saison in der UEFA Champions League 2025/26 führt die Werkself in die griechische Hauptstadt. Beim aktuellen Doublesieger Olympiakos Piräus bestreitet das Team von Cheftrainer Kasper Hjulmand den 7. Spieltag der Ligaphase. Das Spiel im Karaiskakis-Stadion steigt am Dienstag, 20. Januar (Anstoß: 21 Uhr dt. Zeit), und wird live übertragen auf DAZN. Wir nehmen euch mit auf die Reise nach Athen und berichten hautnah von der Werkself…
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Werkself-TV zeigt nach der 0:2-Niederlage von Bayer 04 bei Olympiakos Piräus am 7. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League die Pressekonferenz mit Kasper Hjulmand...
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Bitterer Abend in Athen: Am 7. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League 2025/25 hat die Werkself 0:2 bei Olympiakos Piräus verloren. In einer von Beginn an intensiven und feurigen Partie erwischten die hoch pressenden Hausherren den besseren Start, gingen in der 2. Minute durch Costinha in Führung. Obwohl die Werkself zahlreiche Chancen auf den Ausgleich hatte, erhöhten die abgezockten Griechen kurz vor der Pause auf 2:0 (45.+1). In Durchgang zwei gaben die Leverkusener erneut alles und zeigten vollen Einsatz, doch für den griechischen Abwehrriegel gab es an diesem Abend für Schwarz-Rot trotz größter Bemühungen kein Mittel.
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Bayer 04 Leverkusen hat sich mit dem Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach auf eine Leihe des argentinischen Stürmers Alejo Sarco verständigt. Der 20-Jährige wechselt mit sofortiger Wirkung für den Rest der Saison an den Niederrhein.
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Am 7. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League 2025/26 reist die Werkself zum griechischen Double-Sieger Olympiakos Piräus. Am Dienstagabend, 20. Januar (Anstoß: 22 Uhr Ortszeit/21 Uhr deutscher Zeit, live auf DAZN und im Werkself-Radio) trifft Bayer 04 mit Panagiotis Retsos nicht nur auf einen alten Bekannten, sondern mit dem griechischen Königsklassen-Gegner auch auf eine erfahrene und erfolgreiche Mannschaft. Besonders das Mittelfeld und der Sturm von Olympiakos sind gespickt mit abgezockten Altstars europäischer Top-Klubs – doch auch die müssen erst einmal Lösungen gegen die zuletzt in der UCL souverän agierende Werkself-Defensive finden. Die Kurzpässe.
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