
Im Vergleich zum 2:1-Heimerfolg in der Bundesliga gegen den SC Freiburg nahm Cheftrainer Xabi Alonso acht personelle Änderungen in der Anfangsformation vor: Matej Kovar hütete das Tor anstelle von Lukas Hradecky, außerdem begannen Josip Stanisic, Piero Hincapie, Robert Andrich, Amine Adli, Nadiem Amiri, Nathan Tella und Adam Hlozek.
In den DFB-Pokalabend im GP Stadion am Hardtwald startete die Werkself mit viel Offensivdrang und kam so bereits 40 Sekunden nach dem Anpfiff zur ersten Großchance: Nach einer Hereingabe von links brachte Adli am langen Pfosten den Ball per Volleyschuss aufs Tor, doch SVS-Keeper Nikolai Rehnen entschärfte. Die Gastgeber zeigten sich auf der Gegenseite ebenfalls mutig - Abu-Bekir El-Zein zog im Strafraum stehend ab, die Leverkusener Defensive blockte aber souverän (4.).
In den Folgeminuten war Schwarz-Rot dann vorwiegend im Ballbesitz. Die beste Gelegenheit in dieser Phase bot sich Hlozek nach einem Freistoß von Amiri, seinen Fernschuss lenkte Sandhausens Schlussmann über den Querbalken (12.). Acht Minuten später wurde es erneut gefährlich: Edmond Tapsoba schickte Adli im Konter, der Flügelspieler wurde daraufhin im Strafraum vom Sandhäuser Alexander Fuchs von hinten an der Achillessehne gefoult. Schiedsrichter Richard Hempel entschied auf Strafstoß, den Exequiel Palacios sicher zum 1:0 ins linke Eck verwandelte (21.).






Nach dem Führungstreffer beruhigte sich die Partie dann etwas. Die Gäste bestimmten die Begegnung nach wie vor, der SVS trat seinerseits offensiv kaum noch in Erscheinung. In der 42. Minute hielt Hlozek noch einmal von halblinks drauf, die Kugel landete aber neben dem Kasten. So ging es mit dem verdienten, wenn auch knappen Vorsprung der Werkself in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Wiederanpfiff waren die Leverkusener zunächst das dominierende Team, doch die Gastgeber ließen nicht locker und belohnten sich mit dem ersten Angriff in Durchgang zwei: Franck Evina zog im Zentrum das Tempo an und bediente Christoph Ehlich auf halbrechts, der flach ins lange Eck zum 1:1 einnetzte (50.). Die Antwort der Gäste folgte jedoch prompt: Nach einem Freistoß von Amiri auf halblinker Position stieg Jonathan Tah im Zentrum zum Kopfball hoch und stellte erfolgreich den alten Vorsprung wieder her (54.). Doch auch Sandhausen legte nach - ebenfalls per Kopf: Nach einem Eckball von links schraubte sich Yassin Ben Balla auf Höhe des ersten Pfostens in die Höhe und verlängerte den Ball ins lange Eck zum 2:2-Ausgleich (56.).
In der 63. Minute sorgte Alonso mit den Einwechslungen von Granit Xhaka, Florian Wirtz, Jeremie Frimpong und Alejandro Grimaldo für frischen Wind - ein Vierfach-Wechsel, der sich auszahlte: Erst näherte sich Wirtz dem Tor an (70.), dann verpasste Adli nach einer Flanke von Frimpong den Ball knapp (77.). In der 85. Minute schob Hlozek schließlich nach einem Adli-Kopfball per Abstauber aus kurzer Distanz zum 3:2 ein. Anschließend machte Adli per Doppelschlag den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals perfekt: Der 23-Jährige erhöhte erst per Kopf nach einer erneuten Flanke von Frimpong (87.), in der Nachspielzeit besiegelte er nach sehenswerter Vorarbeit von Wirtz den 5:2-Endstand (90.+2).





In drei Tagen tritt die Werkself bereits wieder im Rhein-Neckar-Kreis an: Am kommenden Samstag, 4. November, gastieren die Leverkusener im Rahmen des 10. Bundesliga-Spieltags bei der TSG Hoffenheim. Anstoß ist um 15.30 Uhr in der PreZero Arena in Sinsheim.
Die Statistik:
SV Sandhausen: Rehnen – Ehlich (73. Hennings), Fuchs, Geschwill, Weik – Mühling, Ben Balla, Stolze (84. Burcu), El-Zein, Evina (66. Maciejewski) – Meier (73. Otto)
Bayer 04: Kovar – Stanisic, Tah, Tapsoba (46. Kossounou), Hincapie (63. Grimaldo) – Andrich, Palacios (63. Xhaka) – Adli, Amiri (63. Wirtz), Tella (63. Frimpong) – Hlozek
Tore: 0:1 Palacios (21.), 1:1 Ehlich (50.), 1:2 Tah (54.), 2:2 Ben Balla (56.), 2:3 Hlozek (85.), 2:4 Adli (87.), 2:5 Adli (90.+2)
Gelbe Karten: Fuchs, Evina – Palacios, Grimaldo, Hlozek
Schiedsrichter: Richard Hempel (Großnaundorf)
Zuschauer: 10.222 im GP Stadion am Hardtwald

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