
Für das K.-o.-Spiel nahm Cheftrainer Xabi Alonso im Vergleich zum 2:0-Sieg in Darmstadt fünf Änderungen in seiner Startelf vor. Unter anderem rückte Matej Kovar, wie in den vergangenen Pokal-Partien, zwischen die Pfosten. Edmond Tapsoba gab nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup sein Startelf-Debüt im laufenden Kalenderjahr. Mit dem Support der lautstarken Nordkurve im Rücken lief die Werkself ihre Gäste hoch an und war sofort auf Ball- und Spielkontrolle aus. Die erste Chance der Partie aber gehörte dem VfB - und diese brachte direkt einen Torerfolg mit sich: Waldemar Anton traf per Kopf in Folge eines Eckballs von Angelo Stiller über Kovar hinweg zum 1:0 (11.). Die Werkself behielt zwar spielerisch die Oberhand, nennenswerte Abschlüsse blieben jedoch vorerst aus. Einzig ein Distanzschuss von Alejandro Grimaldo nach einer halben Stunde sorgte für ein wenig Torgefahr, während der VfB nach dem Treffer ebenfalls für lange Zeit keine weitere Chance vorzuweisen hatte.
Nach 40 Minuten dann endlich auch der Torjubel bei Schwarz-Rot: Patrik Schick schob aus spitzem Winkel ins lange Eck ein. Doch der Tscheche hatte beim leicht abgefälschten Zuspiel von Grimaldo im Abseits gestanden. Einen Freistoß Grimaldos (42.) parierte VfB-Keeper Alexander Nübel in der Folge ebenso sehenswert wie den Hacken-Versuch von Schick zwei Minuten später. Die Werkself war klar am Drücker, verpasste den Ausgleichstreffer jedoch vor dem Pausenpfiff und ging so mit einem knappen Rückstand in die Kabine.








Die Werkself, ebenso personell unverändert wie der VfB, suchte direkt die Offensive und kam durch Schick zu einer ersten Großchance. Der Torjäger scheiterte allerdings aus kurzer Distanz an Nübel (47.). Aber dann, zwei Minuten später, setzte endlich die Tormusik in der BayArena ein: Robert Andrich traf aus 20 Metern sehenswert in den Winkel. Der erste Gegentreffer des VfB in der laufenden DFB-Pokalsaison versetzte die Werkself-Fans in Ekstase. Doch die Gäste aus Stuttgart hatten ebenfalls eine Antwort parat: Chris Führich nutzte einen hohen Ballgewinn und schlenzte die Kugel in den Knick (58.). Aber: Nun gab's die Reaktion des Bundesliga-Tabellenführers: Der gerade erst eingewechselte Amine Adli vollendete nach einem temporeichen Sololauf eiskalt zum 2:2-Ausgleich (67.). Nun war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem beide Teams kein Risiko eingingen. Adli kam nochmal zu einer guten, noch abgefälschten Kopfball-Gelegenheit (89.). Alles schien auf eine Verlängerung hinauszulaufen - doch dann köpfte Jonathan Tah in der 90. Minute den viel umjubelten 3:2-Siegtreffer herbei und sicherte den Einzug ins Halbfinale.








Weiter geht es für die Werkself mit dem Spitzenspiel in der Bundesliga: Am Karnevalssamstag, 10. Februar (Anstoß: 18.30 Uhr), empfängt der Tabellenführer den direkten Verfolger FC Bayern München. Die beiden derzeitigen Top-Teams des deutschen Fußball-Oberhauses trennen aktuell zwei Punkte.
Die Statistik:
Bayer 04: Kovar – Tapsoba, Tah, Hincapie - Frimpong (90.+2 Stanisic), Xhaka, Andrich, Grimaldo - Hofmann (64. Adli), Wirtz (90.+2 Hlozek) - Schick (64. Iglesias)
Stuttgart: Nübel – Vagnoman, Rouault, Anton, Ito, Mittelstädt (70. Stergiou) - Karazor, Stiller - Millot (62. Leweling), Führich (78. Dahoud) - Undav
Tore: 0:1 Anton (11.), 1:1 Andrich (49.), 1:2 Führich (58.), 2:2 Adli (67.), 3:2 Tah (90.)
Gelbe Karten: Andrich, Frimpong - Mittelstädt
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim)
Zuschauer: 30.210 (ausverkauft) in der BayArena

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