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19.02.2026Champions League

Werkself Nachdreher zu #OLYB04: „Der erste Step ist gemacht“

Exakt 60 Minuten dauerte es, bis die Werkself im Play-offs-Hinspiel der UEFA Champions League 2025/26 bei Olympiakos Piräus endlich durch einen von Patrik Schick perfekt vollendeten Konter in Führung ging. In Erinnerung an das Duell aus der Ligaphase sagte Trainer Kasper Hjulmand im Nachgang bezüglich der zunächst vergebenen Chancen: „Ich dachte schon: ‚Oh nein, Déjà-vu‘“. Nach dem 1:0 aber dauerte es dann lediglich 144 Sekunden, bis der Tscheche erneut schwarz-rote Jubelschreie im griechischen Hexenkessel auslöste. Eine Ecke von Alejandro Grimaldo hatte Schick mustergültig ins Netz geköpft (63.). Und das sehr zur Freude der Bayer 04-Fans, seiner Mitspieler und seines Trainers, der im Nachgang viele warme Worte für den Stürmer fand. Der Werkself-Nachdreher.
Jubel nach Abpfiff

Zusammenfassung: Mit Schick-Doppelpack zum Sieg

Gegen wie zu erwarten hoch pressende Griechen verzeichnete die Werkself in Minute 16 eine erste hochkarätige Chance: Lucas Vázquez spielte zu Ibrahim Maza, der zu Patrik Schick in die Mitte verlängerte. Den Abschluss des Tschechen parierte Olympiakos-Keeper Kostas Tzolakis. Am ehesten an den Torerfolg kam danach Maza, der es nach Kopfball-Querpass versuchte und Olympiakos-Keeper Kostas Tzolakis den Ball an die Latte lenkte (29.) Wenig später setzte Ernest Poku einen Schuss links am Tor vorbei (31.). Die vergebenen Chancen sollten sich fast rächen, als Ayoub El Kaabi nach Freistoß per Kopf traf (45.+1). Da Mitspieler Medhi Taremi aber in unmittelbarer Nähe stand und damit ins Spielgeschehen eingriff, nahm der Unparteiische Joao Pinheiro nach VAR-Überprüfung den Treffer folgerichtig zurück (45.+3). Nach Wiederanpfiff platzte dann der Knoten: Nach exakt einer Stunde brachte Poku nach Balleroberung einen Konter ins Rollen und bediente Schick, der eiskalt zum 1:0 einschoss (60.). Nach einer Ecke von Alejandro Grimaldo nur drei Minuten später stellte der Tscheche auf 2:0 (63.). Zwar drängten die Griechen in der Schlussphase noch auf einen Treffer, doch Robert Andrich und Co. verteidigen das 2:0 konzentriert bis zum Abpfiff.

Stimmen: „Gute Leistung der Mannschaft“

Cheftrainer Kasper Hjulmand sagte nach Abpfiff: „Ich bin sehr froh, dass wir hier auswärts dieses 2:0 geholt haben. Anfangs dachte ich noch Oh nein, Déjà-vu‘ aufgrund der vergebenen Chancen. Wir haben dann aber in der zweiten Hälfte zwei sehr gute Tore gemacht. Es war ein gutes Hinspiel und eine gute Leistung der Mannschaft. Wir freuen uns sehr über den Sieg.

Kasper Hjulmand

Kapitän Andrich sagte nach der Partie: „Wir haben bis zur Halbzeit vermissen lassen, die Kontrolle zu behalten und hätten auch schon in Führung gehen müssen. Danach aber war es eine sehr konzentrierte Leistung. Der erste Step ist jetzt gemacht!“

Doppel-Torschütze Schick bedankte sich im Nachgang unter anderem bei Vorlagengeber Poku für einen „super Ball“ und plauderte dann aus dem Nähkästchen, was sein anschließendes Kopfball-Tor nach der Grimaldo-Ecke anbelangte: „Ich wusste, dass der Torhüter groß ist und bei Bällen an den zweiten Pfosten immer rauskommt. Also habe ich Grima (Grimaldo, Anm. d. Red.) signalisiert, er soll kurz spielen. Das hat er gesehen und dann hat es perfekt geklappt!“ Insgesamt resümierte der Tscheche: „Wir haben ein sehr seriöses Spiel gemacht. Alle waren fokussiert und wir sind sehr zufrieden mit diesem ersten wichtigen Sieg.“

Diesen wichtigen Sieg gesehen hatten im Übrigen auch die UEFA-Funktionäre Alexander Ceferin (UFEA-Präsident), Theodoros Theodoridis (UEFA-Generalsekretär) sowie Zoran Laković (UEFA-Vize-Generalsekretär). Das Trio hatte sich vor Anpfiff auch mit Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, und Geschäftsführer Sport Simon Rolfes für einen gemeinsamen Austausch getroffen.

Treffen
V.l.: Zoran Laković (UEFA-Vize-Generalsekretär), Simon Rolfes (Geschäftsführer Sport Bayer 04), Alexander Ceferin (UFEA-Präsident), Fernando Carro (Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04) und Theodoros Theodoridis (UEFA-Generalsekretär)

Presseschau: „Glänzende Ausgangslage fürs Rückspiel“

Der kicker titelte mit den Worten „Leverkusen legt in Piräus vor“ und schrieb: „Gegen ein aggressives Olympiakos Piräus tat sich Bayer Leverkusen lange schwer, ehe ein Blitz-Doppelpack von Schick den Knoten löste und die Werkself dem Achtelfinale nahe brachte. Leverkusen hielt den Ball in der Schlussphase mit viel Cleverness vom eigenen Tor fern und brachte den Zwei-Tore-Vorsprung sowie eine glänzende Ausgangslage fürs Rückspiel vor heimischem Publikum ins Ziel.“

Die Bild-Zeitung schrieb: „Bei dem erwartet hitzigen und umkämpften Spiel im Hexenkessel von Piräus wird Patrik Schick (30) zum Matchwinner, ballert Bayer mit einem Doppelpack innerhalb von 144 Sekunden zum Sieg! Damit rächt sich die Werkself für die 0:2-Pleite in der Liga-Phase vor 29 Tagen.“ Die Rheinische Post bezog sich ebenfalls auf das Duell vergangenen Monat, sah dabei aber einen besseren Umgang der Leverkusener in der Anfangsphase mit den drückenden Hausherren: „Wie schon vor einem Monat presste Piräus den deutschen Vizemeister in den Anfangsminuten hoch und aggressiv. Die Werkself verfiel aber nicht in Hektik und arbeitete sich in die Partie.“

Personal: Zweiter Leverkusener K.-o.-Doppelpacker

Zum „Man of the Match“ wurde im Anschluss wenig überraschend Patrik Schick gewählt, der erstmals in der Champions League einen Doppelpack geschnürt hat. Der Tscheche ist zudem erst der zweite Leverkusener, der überhaupt in einem K.-o.-Spiel in der Champions League zweifach einnetzte. Sein Vorgänger war Michael Ballack, dem dies einst in einem Viertelfinal-Rückspiel der Saison 2001/02 gegen den FC Liverpool gelang. Außerdem interessant: Alle fünf Tore Schicks in der Königsklasse erzielte er zwischen der 54. und 65. Minute.

Für den Tschechen hatte Trainer Hjulmand im Nachgang ausschließlich lobende Worte: „Patrik ist immer wichtig für uns. Er hat scharfe Abschlüsse zuletzt im Training gezeigt. Er hatte gute Laufwege und das erste Tor sehr souverän erzielt. Von Ernest (Poku, Anm. d. Red.) war es auch ein sehr gutes Timing im  Zuspiel (Erster UCL-Assist für Poku, Anm. d. Red.). Patrik hat eine Menge Erfahrung, das spürt man in solchen Spielen.Apropos Erfahrung: Mit im Schnitt 28 Jahren und 58 Tagen ist es die älteste Leverkusener Startelf in einem UCL-Spiel gewesen. Unter den Spielern in der Anfangsformation war auch Exequiel Palacios, dessen erster UCL-Startelf-Einsatz es seit März 2025 gewesen war.

Patrik Schick

Statistik: Die 04. Weiße Weste

Bei ihrem ersten Sieg in einem K.-o.-Auswärtsspiel in der Königsklasse haben Edmond Tapsoba und Co. die Null gehalten. Es war bereits die vierte Weiße Weste in neun Spielen in der laufenden UCL-Saison. Nur Tottenham Hotspur (6) und der FC Arsenal (5) weisen mehr vor. Ein Gutes Omen für das Rückspiel könnte zudem dieser Fakt sein: In 24 ihrer bisherigen 26 Europapokal-K.-o.-Runden kam die Werkself stets weiter, wenn sie das Hinspiel gewonnen hat.

Ausblick: Vor dem Rückspiel in Berlin

Ehe Bayer 04 im Play-offs-Rückspiel (Dienstag, 24. Februar, 21 Uhr) in der BayArena die Griechen empfängt, geht es zunächst am Wochenende mit dem 23. Bundesliga-Spieltag beim 1. FC Union Berlin weiter. Das Duell im Stadion An der Alten Försterei steigt am kommenden Samstag, 21. Februar, um 15.30 Uhr.

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