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6.11.2024Champions League

Werkself Nachdreher zu #LIVB04: „Die guten und schlechten Seiten des Spiels analysieren“

Auf eine ausgeglichene erste Hälfte folgten vier Gegentore nach der Pause. Die Werkself präsentierte sich am 4. Spieltag der Ligaphase der UEFA Champions League 2024/25 in Anfield zweikampfstark, hatte am Ende aber deutlich das Nachsehen. Die Einordnung der Protagonisten und die Pressestimmen gibt es im Werkself Nachdreher.
Xabi Alonso

Zusammenfassung: Eine Halbzeit auf Augenhöhe

Mit zwei Neuen in der Startelf im Vergleich zum torlosen Remis gegen den VfB Stuttgart musste Lukas Hradecky gegen Curtis Jones erstmals eingreifen (15.), fünf Minuten später klärte Virgil Van Dijk noch gerade so vor dem einschussbereiten Jeremie Frimpong. Anschließend passierte lange nichts vor den Toren, bis Frimpong kurz vor dem Pausenpfiff ins Netz traf - zuvor den Ball aber mit der Hand berührt hatte (44.). Nach dem Seitenwechsel zogen die Gastgeber das Tempo an und belohnten sich mit einem Doppelschlag durch Luis Diaz (61.) und Cody Gakpo (63.). Fortan dominierte der LFC das Geschehen, in der Schlussphase markierte Luis Diaz mit zwei weiteren Treffern (83., 90.+1) einen Hattrick. HIER geht es zum ausführlichen Spielbericht.

Exequiel Palacios

Stimmen: „Die letzten 30 Minuten nicht dagegengehalten“

Granit Xhaka fasste das Geschehen so zusammen: „Es war eine sehr gute erste Halbzeit von uns. Wir hatten viel Ballbesitz und es hat viel geklappt von dem, was wir uns vorgenommen haben. Wir wussten aber, dass Liverpool nicht über 90 Minuten zu beherrschen und zu dominieren ist.“ Der Schweizer weiter: „Am Ende kriegen wir zu einfache Tore, das darf uns nicht passieren. Das erste Tor war Weltklasse, die anderen ärgern mich. Wir sind auf diesem Niveau, um uns mit den Besten zu messen. Liverpool gehört zu diesen Teams. Wir nehmen viele Dinge mit - gute und schlechte - und wenn wir weiter unseren Weg gehen, werden wir auch wieder Spiele gewinnen.“

Kapitän Lukas Hradecky sagte: „Wir fragen uns auch, was in der zweiten Hälfte gefehlt hat. In den letzten 30 Minuten haben wir nicht dagegengehalten, die Tore kamen zu schnell hintereinander. Insgesamt ist das Ergebnis enttäuschend, vor allem für unsere Fans. Das haben sie nicht verdient!“

Presseschau: „Die ganze Wucht von Anfield“

Die Rheinische Post titelte „Liverpool überrennt Leverkusen“. Und weiter: „Bayer liefert den Engländern nur eine Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe. Danach dominieren die Reds beim 4:0.“ Die Süddeutsche Zeitung wählte ähnliche Worte: „Nach einer Halbzeit auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer der Premier League bekommt der deutsche Meister nach der Pause die ganze Wucht von Anfield zu spüren.“ Der Kölner Stadt-Anzeiger verteilte auch dieses Mal wieder individuelle Noten, Jeremie Frimpong und Exequiel Palacios erhielten jeweils eine 3,5. Die Bild-Zeitung schrieb, bezogen auf die Rückkehr Xabi Alonsos nach Anfield: „Von den Liverpool-Fans wurde er mit Ovationen und Sprechchören gefeiert. Das waren Gänsehautmomente. Fair Play made in England!“

Personal: Alonso mit Applaus und Sprechchören begrüßt

Im Blickpunkt der Medien und der Zuschauer im Stadion stand an diesem Abend vor allem Xabi Alonso, der erstmals als Cheftrainer nach Anfield zurückkehrte. Vor und auch nach Abpfiff feierten ihn die Fans der Werkself und des LFC mit Applaus und Sprechchören. Als Spieler hatte er mit dem LFC unter anderem die Champions League gewonnen.

Xabi Alonso

Alonso sagte nach Abpfiff: „Um gegen Top-Top-Teams zu gewinnen, muss man durch schwere Momente gehen und leiden. Da müssen wir dazulernen und lernen, auch solche Momente zu genießen, um dann zuzuschlagen. Alles in allem sind wir mit sieben Punkten und den kommenden Spielen in einer guten Position. Wir sind heute unzufrieden, aber morgen denken wir an das nächste Spiel. Und wir haben Zeit, die guten und schlechten Seiten des Spiels zu analysieren.

Statistik: Zweikampfstark, aber weniger Torschüsse

Bayer 04 hat nur eines von zwölf Auswärtsspielen in Hauptwettbewerben des Europapokals in England gewonnen (drei Remis, acht Niederlagen). Alle drei bisherigen Auftritte in Anfield gingen verloren.

In der Spielstatistik stehen 12:22-Torschüsse aus Sicht der Werkself zu Buche, die Passquote gestaltete sich ausgeglichen. Beim Ballbesitz (53 %) und bei der Zweikampfquote (59 %) hatten die Gäste aus Leverkusen sogar die Nase vorn.

Ausblick: Über Bochum in die Länderspielpause

Das letzte von sieben Pflichtspielen in 22 Tagen erwartet die Werkself im Vonovia Ruhrstadion. Dort an der Castroper Straße geht es am Samstag, 9. November (Anstoß: 15.30 Uhr), gegen den VfL Bochum 1848. Es folgen die letzte Länderspielpause des laufenden Kalenderjahres und drei weitere Englische Wochen in Serie.

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