
Nach einem kurzen Abtasten beider Teams in der Anfangsphase nahm das Duell mit den Belgiern ab Mitte der ersten Hälfte an Fahrt auf - und das zumeist auf Seiten der Werkself, die in Form von Chancen durch Moussa Diaby und Patrik Schick dem Tor des FC Brügge näher kamen. Doch die Gastgeber zeigten sich effizient und trafen kurz vor der Pause zur Führung (42.). Im Verlauf des zweiten Abschnitts nahm Cheftrainer Gerardo Seoane dann immer wieder personelle Wechsel vor, um neue Impulse in die meist nicht zu Ende gespielten Angriffe der Offensive zu bringen. Dem Werksklub gelangen zwar zwei Treffer, doch beide Male war es eine Abseitsposition, aus der die Torschützen netzten, sodass es am Ende beim 0:1 blieb. Den ausführlichen Spielbericht gibt es HIER.

Für Jonathan Tah war es vor allem die erste Hälfte, in der die Mannschaft mehr hätte arbeiten müssen: „In Halbzeit eins waren wir nicht entschlossen genug. Das hat Brügge zunächst deutlich besser gemacht und so auch getroffen. Wir hätten von Beginn an aggressiver und intensiver agieren müssen“, erklärte der Innenverteidiger. Doch etwas Lob fand der 26-Jährige am Werkself-TV-Mikrofon dann dennoch für die zweite Halbzeit, in der das Team das Angesprochene umgesetzt und sich so vermehrt Chancen erarbeitet habe.
Wie bei Abwehrhüne Tah sprach auch aus Trainer Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz nach dem Spiel die Enttäuschung: „Wir haben uns einmal mehr nicht belohnt. Wir haben wenig zugelassen, wurden jedoch hart bestraft. Das Spielglück war heute nicht auf unserer Seite.“
Für gleich mehrere Werkself-Profis gab es trotz der unglücklichen Niederlage gegen die Belgier etwas zu zelebrieren: das Debüt im prestigeträchtigsten Klubwettbewerb Europas - der UEFA Champions League. So kamen die beiden Außenverteidiger Piero Hincapie und Jeremie Frimpong, die Mittelfeldakteure Robert Andrich und Exequiel Palacios sowie Offensivkraft Adam Hlozek zu ihrem ersten Einsatz in der Königsklasse. Chelsea-Zugang Callum Hudson-Odoi hatte zwar schon vor der Partie in Westflandern 17 Einsätze und sogar einen Titel in der Champions League vorzuweisen, gab jedoch ebenso sein CL-Debüt für Schwarz-Rot.

Überwiegend Ballbesitz (52,2%), mehr gewonnene Zweikämpfe (55%), deutlich mehr abgegebene Torschüsse (14) sowie die bessere Passquote (82,8%) - den Statistikvergleich gewinnt die Werkself zwar, und dennoch stand am Ende ein 0:1 auf der Anzeigetafel. Unglücklich, dass Schwarz-Rot nichts Zählbares mit an die Dünn bringen konnte.
Thema in sämtlichen Print- und Onlinemedien war nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Brügge vor allem der anhaltende Negativtrend, in dem sich der Werksklub mit derzeit sechs Niederlagen aus den ersten sieben Pflichtspielen der Saison 2022/23 befindet. Die Probleme liegen laut den Medien unter anderem auch an der so häufig fehlenden Entlohnung trotz vieler guter Möglichkeiten. So schrieb der kicker von einer „unnötig in den Sand“ gesetzten Partie, und der Leverkusener Anzeiger von „verschwendeten“ Chancen.
Bevor die Länderspielpause Ende September beginnt, steht für die Werkself eine weitere Englische Woche auf dem Programm. Zunächst reist die Seoane-Elf zum 6. Spieltag der laufenden Bundesligasaison 2022/23 in die Hauptstadt: Am Samstag, 10. September (Anstoß: 15:30 Uhr), gastiert Schwarz-Rot bei Hertha BSC. Im Anschluss geht es in der Champions League gegen Atlético Madrid zur Sache: Die Partie gegen die Rojiblancos wird am Dienstag, 13. September (Anstoß: 21 Uhr), in der heimischen BayArena ausgetragen. Zuletzt empfängt die Werkself an Spieltag sieben der Bundesliga den Aufsteiger SV Werder Bremen an der Dhünn. Das Duell beginnt am Samstag, 17. September, um 15.30 Uhr.

Die U19 von Bayer 04 hat einmal mehr ihren Überschuss aus der Mannschaftskasse der Vorsaison einem gemeinnützigen Projekt zugutekommen lassen. In diesem Jahr gingen 1.300 Euro an den Fanprojekt Leverkusen e.V.
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Im Rahmen des 3. Spieltags der Ligaphase der UEFA Europa League 2026/27 gastiert Bayer 04 beim griechischen Klub OFI Kreta. Die Partie steigt am Donnerstag, 22. Oktober, um 18.45 Uhr deutscher Zeit (19.45 Uhr Ortszeit) im Pankritio. Alle Infos zum Ticketverkauf.
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In diesem Jahr feiert Bayer 04 stolze 40 Jahre in internationalen Wettbewerben. Den 1. Fanclub 1976 gibt es sogar schon zehn Jahre länger. Ein besonderes Jubiläum also, das wir zum Anlass genommen haben, einigen der Fanclub-Mitglieder einen Besuch in ihrem Leverkusener Stammlokal Rustika abzustatten. Dabei wird in Erinnerungen an unvergessliche Momente und Auswärtsfahrten geschwelgt und über die Anfänge des Fanclubs im alten Ulrich-Haberland-Stadion philosophiert. Viel Spaß mit der zweiten Folge von „Ihr für Bayer 04“! Apropos: Ihr kennt Fans, die wir in diesem Format ebenfalls unbedingt einmal vorstellen sollten? Dann meldet euch gern bei uns!
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