
Von Beginn an agierte Schwarz-Rot wach und aggressiv, presste hoch und nutzte die Unsicherheiten in der Defensive des FC Villarreal zweimal in Person von Malik Tillman (12., 35.) eiskalt. Immer wieder trieb der fleißige Ibrahim Maza die Leverkusener Offensive an, während hinter ihm Aleix Garcia und Ezequiel Fernández die Fäden zogen und jegliche Vorstöße des Gelben U-Boots im Keim erstickten. Insbesondere über die Flügel fand Bayer 04 häufig freie Räume – so war es dann auch eine Flanke von Schienenspieler Lucas Vázquez, an deren Ende Alejandro Grimaldo per Direktabnahme für die Entscheidung sorgte (57.). Mit Hilfe von Exequiel Palacios, der sein UCL-Debüt in dieser Saison feierte, und Edmond Tapsoba, der nach überstandener Verletzung zu seinem ersten Einsatz in 2026 kam, brachte die Werkself die komfortable Führung konzentriert über die Ziellinie und freut sich nun über das nächste Kapitel in der Königsklasse. Der Gegner in der Play-off-Runde, der am kommenden Freitag, 30. Januar, ab 12 Uhr ausgelost wird, heißt entweder Borussia Dortmund oder - wie schon in der Ligaphase - Olympiakos Piräus.
„Wir waren sehr fokussiert und hatten die ganze Zeit über große Kontrolle, aber auch Intensität nach vorne. Das ist unsere Art und Weise, Fußball zu spielen“, resümierte ein zufriedener Cheftrainer Kasper Hjulmand und fügte an: „Wir haben die Play-off-Phase erreicht, das war ein großes Zwischenziel in dieser Saison.“ Doppelpacker Tillman nannte der Däne einen „Top-Spieler mit super Technik und viel Intelligenz“, freute sich aber auch über andere Personalien: „Pala und Eddy (Exequiel Palacios und Edmond Tapsoba, Anm. d. Red.) sind wieder da und es sieht gut aus für die nächsten Spiele.“
Für den zweifachen Torschützen Tillman selbst war es „ein gelungener Abend“. Über seinen ungewöhnlichen ersten Treffer musste auch er schmunzeln: „Wir wollen hoch pressen und dann passiert das ab und zu. Es ist natürlich auch etwas glücklich, dass der Ball dann reingeht.“ Auf die möglichen Gegner in der anstehenden Play-off-Phase angesprochen, zeigte sich Tillman kampfeslustig: „Wir haben mit beiden noch eine offene Rechnung.“

Kapitän Robert Andrich freute sich nicht nur über die drei Werkself-Tore: „Wir haben hinten zu Null gespielt – das ist immer schön für uns Verteidiger.“ Die Dominanz seines Teams wunderte ihn dabei nicht. „Wir waren sehr schnell auf dem Gaspedal, hatten immer wieder hohe Balleroberungen und haben sie gar nicht erst in gefährliche Situationen kommen lassen“, so Andrich: „Deshalb war es am Ende dann ein klares Ding.“
Das sieht auch die Rheinische Post so und beschreibt den Erfolg der Werkself als „souverän“ und „hochverdient“ – der kicker bestätigt: „Leverkusen klar überlegen“. Währenddessen sah der Kölner Stadt-Anzeiger Tillmans „besten Auftritt im Leverkusener Trikot“. Ebenso begeistert vom doppelten Torschützen zeigt sich die Kölnische Rundschau: „Tillman macht Bayer Leverkusen glücklich.“
Die Comebacks von Exequiel Palacios und Edmond Tapsoba sah unter anderem Torhüter Jonas Omlin, der selbst erstmals auf der schwarz-roten Bank Platz genommen hatte. Zudem war es für den Schweizer die Kader-Premiere in einem Champions-League-Spiel.
Seinen Premieren-Treffer für Bayer 04 in der Champions League hatte Malik Tillman prompt zu seinem ersten Doppelpack im Trikot der Werkself erweitert. Mit dem Assist zum 2:0 glänzte Patrik Schick derweil erstmals überhaupt als Vorlagengeber in diesem Wettbewerb. Und Dauerbrenner Alejandro Grimaldo ist weiterhin UCL-Toptorjäger der Leverkusener – in seinen vergangenen vier Königsklassen-Partien traf der Spanier genauso häufig wie in den 14 zuvor.







Im fünften Spiel gegen das Gelbe U-Boot gelang der Werkself endlich der erste Sieg – und wie: Insgesamt 65, zwischenzeitlich sogar über 75 Prozent Ballbesitz zeigen ebenso wie 56 Prozent gewonnene Zweikämpfe und eine Passquote von 93 Prozent die Dominanz und Spielkontrolle der Schwarz-Roten über die gesamte Partie hinweg. Mit ein wenig mehr Fortune hätten sogar noch ein oder zwei weitere der insgesamt 15 Leverkusener Schüsse den Weg ins Villarreal-Netz finden können. Doch auch so dürfte vielen Bayer 04-Fans und vor allem Cheftrainer Hjulmand ein kleines Steinchen vom Herzen gefallen sein, denn für die Werkself war es der erste Königsklassen-Heimsieg in dieser Spielzeit.
Auf welches Team die Werkself in den anstehenden Play-off-Begegnungen um den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse trifft, entscheidet sich in der Auslosung am kommenden Freitag, 30. Januar, ab 12 Uhr. In Frage kommen dabei nur die beiden Vertreter auf den Plätzen 17 und 18 der Liga-Tabelle: Olympiakos Piräus und Borussia Dortmund. Das Hinspiel wird am 17. oder 18. Februar auswärts ausgetragen, das Rückspiel findet am 24. oder 25. Februar in der BayArena statt.
Auch auf nationaler Bühne bleibt das Programm der Werkself hochkarätig: Am kommenden Samstag, 31. Januar (Anpfiff: 15.30 Uhr), reisen die Leverkusener zu Eintracht Frankfurt. Wer noch keine Karten hat und die Hjulmand-Auswahl in Frankfurt unterstützen möchte, kann sich HIER noch Tickets sichern. Am darauffolgenden Dienstag, 3. Februar, geht es ab 20.45 Uhr in der BayArena gegen den FC St. Pauli um den Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals.


Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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