
„Der ersehnte große Sieg“ titelt der Kölner Stadt-Anzeiger und spricht von einem „Lebenszeichen auf der größten Bühne des Fußballs“. „Ein 2:1 (1:0)-Sieg gegen Atletico, der Leverkusen gute Chancen aufs Überwintern in der Europa League eröffnet und die zumindest theoretischen auf das Achtelfinale der Königsklasse wahrt.“ Dabei sei besonders hoch anzurechnen, dass die Werkself gegen den spanischen Spitzenklub gleich zwei Treffer erzielte: „Überhaupt ein Tor gegen die spanischen Defensivkünstler von Trainer-Vulkan Diego Simeone zu erzielen, ist eine Rarität. Seit dem 21. September und bis zum Duell mit Leverkusen kassierte Atletico in zehn Spielen gerade einmal drei Gegentore – und nie mehr als eines pro Partie.“ Lob verteilt das Blatt unter anderem an Startelf-Rückkehrer Charles Aránguiz: „Die Präsenz von Aránguiz machte sich im Spiel der Werkself schnell bemerkbar“, der Chilene sei „direkt wieder Dreh-und Angelpunkt des Bayer-Spiels“ gewesen.
Die BILD schreibt „Leverkusen träumt von Gruppen-Wunder“ und macht auf eine kuriose Statistik aufmerksam: „Das 1:0 (41./Thomas) ist wettbewerbsübergreifend bereits das sechste Eigentor, von dem Bayer profitiert.“ Wie der KStA hebt die BILD ebenfalls Aránguiz als „ganz wichtigen Faktor gegen Atletico“ hervor.
Auch der kicker hat eine starke Leistung des Mittelfeldmanns gesehen und kürt ihn sogar zum „Spieler des Spiels“: „Motor der Leverkusener Schaltzentrale war Charles Aránguiz. Er überzeugte mit vielen klaren Aktionen, hielt das Mittelfeld dicht, auch bei Atleticos Offensivbemühungen nach dem 2:0.“ In seiner Spiel-Analyse kommt das Fachblatt zu dem Fazit: „Bayer war klar dominierend, siegte mit großem Willen hochverdient.“ Zentral seien aber auch die zahlreichen gefährlichen Eckbälle gewesen: „Besonders auffällig war, wie sehr Bayer die Spanier immer wieder mit direkt auf den ersten Pfosten geschlenzten Eckbällen in Bedrängnis brachte“, schreibt die Online-Ausgabe des kicker. „So fiel das 1:0 durch Thomas‘ Eigentor, aber auch bei gleich vier weiteren Gelegenheiten brannte es nach Eckbällen lichterloh im ansonsten so gut behüteten Madrider Strafraum.“
Laut der Rheinischen Post habe das 1:0 für eine „verdiente Pausenführung der Hausherren“ gesorgt. „Das Bosz-Team war auch nach Wiederanpfiff tonangebend und baute seine Führung aus“, analysiert das Blatt weiter. „Volland, der den verletzen Lars Bender als Kapitän vertrat, nutzte einen seltenen Stellungsfehler von Mario Hermoso und verwandelte mit seinem schwächeren rechten Fuß gekonnt zum 2:0. Die Flanke hatte der erneut auffällige Karim Bellarabi gegeben.“
Die hitzige Schlussphase brachte dann nicht nur einen Platzverweis für Nadiem Amiri mit sich, sondern auch den Anschlusstreffer der Gäste. „Ärgerlich war das 2:1 von Alvaro Morata (90.+4), weil Madrid durch das 1:0 im Hinspiel den direkten Vergleich gewonnen hat“, weiß die Kölnische Rundschau, die aber auch darauf aufmerksam macht, dass es noch schlimmer hätte kommen können: „Zum Glück verhinderte dann Bayer-Keeper Lukas Hradecky in der letzten Sekunde noch Moratas zweiten Treffer.“
Auch der Express stellt Hradeckys Großtat heraus: „Am Ende rettete bei Leverkusener Unterzahl Torwart Hradecky den Erfolg der Werkself, als er in der letzten Aktion des Spiels einen Schuss von Morata abwehrte.“ So aber sei der erste Sieg in der Königsklasse in der laufenden Saison perfekt gewesen und das Blatt richtete den Blick nach vorne: Die Werkself könne sich „sogar wieder Hoffnungen auf das Achtelfinale machen. Bayer müsste dafür seine beiden ausstehenden Spiele gegen Lokomotive Moskau und gegen Juventus Turin gewinnen und zudem auf weitere Ausrutscher der Spanier hoffen.“


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