Nach dem erfolgreichen Abschluss der Englischen Woche durch einen 3:1-Heimerfolg gegen Eintracht Frankfurt vor 13 Tagen blieb Bayer 04 anschließend genügend Zeit, um sich intensiv auf die nächste Aufgabe in Bremen im Kampf um die internationalen Plätze vorzubereiten. Bayer 04-Coach Hannes Wolf zeigte sich in puncto Trainingsqualität in den vergangenen Tagen äußerst zufrieden: „Wir wollten natürlich gerne viel trainieren, weil wir uns auf dem Trainingsplatz vieles erarbeiten können, was dann im Spiel wichtig ist. Das ist uns gut gelungen – vor allem in der Hinsicht, wie die Mannschaft diese zwei Wochen mit Leben gefüllt hat. Wir hatten sehr gute und energetische Trainingseinheiten. Da gilt es jetzt, die guten Trainingsleistungen gegen Bremen auf den Platz zu bringen.“
Dass die Partie gegen die Grün-Weißen für die Werkself wahrlich kein Selbstläufer wird, dürfte spätestens nach dem knappen Ausscheiden der Bremer gegen RB Leipzig im DFB-Pokal-Halbfinale (1:2 n.V.) klar geworden sein. Auf dem Papier verlor Werder zwar zuletzt acht Bundesliga-Partien in Folge, dennoch überzeugte das Team von Cheftrainer Florian Kohfeldt im Kampf um den DFB-Pokal-Finaleinzug am vergangenen Freitag mit einer engagierten Leistung und lieferte dem Kontrahenten aus Leipzig einen 120-minütigen Kampf auf Augenhöhe.
Auch Wolf ist sich der Gefahr, die von den Bremern ausgeht, bewusst. Mit der tabellarischen Konstellation vor der Partie habe man sich unter dem Bayer-Kreuz nur zu Beginn der vergangenen Woche beschäftigt, dafür jedoch zuletzt verstärkt mit der Spielweise des kommenden Gegners: „Bremen ist aktuell in einer Situation, wo sie um jeden Zentimeter auf dem Feld kämpfen. Sie wissen, worum es geht. Auch im Pokal gegen RB Leipzig waren sie schon sehr kämpferisch und körperlich. Sie haben um die zweiten Bälle gekämpft und viel Härte ins Spiel gebracht. Wir müssen am Samstag voll dagegenhalten.“
Für die Auswärtspartie gegen Bremen kann Wolf im Werkself-Kader auf zahlreiche Optionen zurückgreifen. Zwar muss Schwarz-Rot neben den langzeitverletzen Timothy Fosu-Mensah, Santiago Arias, Julian Baumgartlinger sowie Lars Bender nun auch auf Lucas Alario verzichten. Dennoch konnten einige Spieler die vergangenen zwei Wochen nutzen, um wieder zur Mannschaft zu stoßen. Daley Sinkgraven, der zuletzt wegen Rückenbeschwerden individuell gearbeitet hat, „müsste heute wieder mittrainieren und wäre morgen dann auch im Kader. Charles Aránguiz, der schon länger Achillessehnen-Probleme hatte, haben wir in den letzten zwei Wochen ein bisschen beschützt. Wir haben in dieser Phase die Zeit für ihn genutzt, um sich zu regenerieren – er wird am Samstag auch dabei sein. Sven Bender hatte Probleme mit dem Fuß. In den letzten 15 Tagen seiner Karriere wird er sich aber durchbeißen. Da müssen wir schauen, ob er von Anfang spielt oder reinkommt.“
Angesichts der zahlreichen Optionen, die dem Werksklub-Cheftrainer für das Duell mit den Bremern zu Verfügung stehen, kommen auf Wolf auch einige knifflige Entscheidungen zu. „Wir haben auf vielen Positionen den Luxus, dass wir viele sehr gute Spieler haben – das macht diesen Kader aus. Was für unsere Defensive gilt, gilt auch für unsere Offensive. Für mich persönlich ist es eine Herausforderung, das zu entscheiden und in dem richtigen Moment den passenden Spieler aufzustellen. Für den Erfolg des Vereins und der Mannschaft ist das aber natürlich super. Man sieht die Qualität einer Mannschaft auch immer an der Qualität der Ersatzbank. Da haben wir auf allen Positionen fantastische Spieler“, schwärmt der 40-Jährige.
Weitere Infos zur Partie:
Übertragung: Sky und Werks11 Radio
Schiedsrichter: Der Unparteiische wird am Tag des Spiels bekanntgegeben

Gleich dreimal waren die schwarz-roten Legenden der Bayer 04-Traditionsmannschaft am vergangenen Wochenende im Einsatz. Unter anderem mit Stefan Kießling, Philipp Wollscheid, Sidney Sam und Karim Bellarabi trat das von Falko Götz und Jürgen Gelsdorf gecoachte Team auf Indoor-Kunstrasen-Turnieren in Oldenburg, Regensburg und Bielefeld an. Bei Letzterem zauberten sich die Leverkusener dank vierer Wollscheid-Tore sogar bis ins Finale, wo dann gegen Arminia Bielefeld Endstation war. Einsatz und Spaß waren jedoch bei allen Beteiligten wie immer titelwürdig.
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