
Bayer 04 erwischte einen gelungenen Start in der Autostadt: Nach feiner Vorarbeit von Victor Boniface, der im Strafraum mehrere Gegner auf sich zog, gelang Jeremie Frimpong mit einem Treffer aus spitzem Winkel die zeitige Führung der Gäste (13.). Doch in der Folge arbeiteten sich die Wolfsburger in die Partie hinein und machten der Werkself ordentlich zu schaffen. Lohn der Bemühungen des VfL war der Ausgleich von Lacroix (41.), nachdem die Kugel im Anschluss an einen Eckball flipperähnlich durch den Leverkusener Strafraum geflogen war. Nach der Pause drückten die Gäste wieder vermehrt aufs Tempo und gingen erneut in Führung: Der eingewechselte Florian Wirtz eroberte im Gegenpressing den Ball, Frimpong rannte auf der rechten Seite zum wiederholten Male auf und davon und dessen Hereingabe veredelte Alejandro Grimaldo mit einem noch abgefälschten Linksschuss zum 2:1-Siegtreffer (62.). In Gefahr geriet der Sieg nur noch in der Nachspielzeit, als Lukas Hradecky gleich zweimal gegen Wolfsburgs Torjäger Wind parierte und den Dreier so festhielt. Den ausführlichen Spielbereicht gibt es HIER.

Schwer erkämpfte Erfolge machen besonders Freude, das war den Kommentaren der Leverkusener deutlich anzumerken. „In der ersten Halbzeit hatten wir einige Probleme und zu einfache Ballverluste, aber nach der Pause haben wir das Ruder herumgerissen“, sagte Jonathan Tah. Ähnlich sah es auch Granit Xhaka: „Nach unserer Führung wurde Wolfsburg stärker und wir schlechter, deshalb war unsere Reaktion in der zweiten Halbzeit so wichtig. Wir müssen hungrig bleiben.“ Das Fazit von Chefcoach Xabi Alonso fiel so aus: „Wir wussten um die Härte der Aufgabe und die Heimstärke der Wolfsburger. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel besser kontrolliert und sind mehr zwischen die Linien ihrer Verteidigung gekommen. Am Ende war es ein Super-Sieg für uns.“ Abgesehen vom Ergebnis hatte auch Wolfsburgs Trainer Niko Kovac wenig an seinem Team auszusetzen: „Kompliment an meine Mannschaft, vor allem für die Leistung vor der Pause. Aber man kann Leverkusen nicht über 90 Minuten so bearbeiten, wie wir das in der ersten Halbzeit getan haben.“
„Leverkusen beeindruckt in der Bundesliga weiterhin“, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger. Die Bild am Sonntag richtete ihren Fokus auch auf den eingewechselten Florian Wirtz: „Alonso reagiert – und das wirkt. In der zweiten Hälfte WIRTZ besser! Der Nationalspieler kommt nach einer Stunde ins Spiel – und liefert sofort ab. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung erobert er den Ball und leitet so den Siegtreffer ein.“ Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung kommt derweil zu diesem Schluss: „Bayer Leverkusen kann jetzt auch noch Arbeitssiege.“ Für die Berliner Morgenpost „bleibt Leverkusen die Mannschaft der Stunde“. Die Rheinische Post bewertete die Leistung von Jeremie Frimpong mit der Note 1 und dieser Begründung: „Angelte sich vor dem 1:0 die Hereingabe von Boniface artistisch. Auch abgesehen von seinem Tor stellte er die Wolfsburger Defensive immer wieder vor Herausforderungen, unter Kontrolle bekam sie ihn nicht.“







Auch Trainer Xabi Alonso war voll des Lobes über den niederländischen Nationalspieler. „Jerry hatte in der vergangenen Saison schon einen großen Einfluss auf unser Spiel. Aber jetzt spielt er noch ernsthafter und erwachsener, ist absolut fokussiert“, betonte der Spanier. Ein gänzlich unbekanntes Gefühl erlebte Jonas Hofmann in der Partie bei den Wolfsburgern: Erstmals in dieser Saison war der 31-Jährige in einem Bundesligaspiel nicht an einem Tor der Werkself direkt beteiligt. Bemerkenswert zudem das „Comeback“ von Patrik Schick, der erstmals seit 226 Tagen wieder zum Aufgehört gehörte. „Das Spiel in Wolfsburg war bis zum Schluss zu intensiv, um Patrik da nach so langer Verletzungspause reinzuwerfen. Aber seine Einsätze werden kommen, Patrik wird noch ganz wichtig für uns sein“, sagte Xabi Alonso.
Dass es ein recht enges Kräftemessen in Wolfsburg war, verdeutlichen auch die Zahlen. 18:13 Torschüsse verzeichnete der VfL, dafür hatte Bayer 04 die Nase beim Ballbesitz (58 Prozent) und in der Passquote vorn (87 Prozent zu 80 Prozent). Die Werkself spielte insgesamt 622 Pässe (im Vergleich zu 438 auf Wolfsburger Seite). Laufstärkster Leverkusener Akteur war Granit Xhaka mit 11,7 Kilometern, schnellster Mann auf dem Platz einmal mehr Jeremie Frimpong mit 35,7 km/h. Den Bestwert bei den gewonnenen Zweikämpfen stellte ein Angreifer auf: Victor Boniface entschied zwölf direkte Duelle mit seinen Gegenspielern für sich.

Bayer 04 hat in den kommenden drei Englischen Wochen Herausforderungen in allen drei Wettbewerben zu meistern. In der Europa League trifft die Werkself am Donnerstag, 26. Oktober, um 21 Uhr in der BayArena auf Qarabag Agdam, ehe auch in der Bundesliga ein Heimspiel folgt: Am Sonntag, 29. Oktober, empfangen die Leverkusener um 17.30 Uhr den Sport-Club Freiburg.

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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Freude und Enttäuschung lagen bei den Nachwuchs-Teams von Bayer 04 an diesem Wochenende nah beieinander: Während die U19 mit einem 1:3 nach Verlängerung gegen den 1. FC Heidenheim 1846 im Achtelfinale aus dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft ausschied, eroberte die U14 mit einem 1:0 gegen Borussia Dortmund die Tabellenführung im WDFV Junioren-Nachwuchs-Cup. Bei den Juniorinnen stand den Niederlagen der U19 und U16 der Turniersieg der U13 im belgischen Beveren gegenüber, wo Schwarz-Rot unter anderem den FC Barcelona bezwang. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg der Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen sprechen zwei der Torschützinnen über die souveräne Leistung und den außergewöhnlichen Auswärts-Support der Fans. Doppelpackerin Kristin Kögel und Loreen Bender ordnen den vierten Dreier in Folge ein und blicken auf die letzten beiden Spiele der Saison voraus.
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