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22.10.2023Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #WOBB04: „Leverkusen beeindruckt weiter“

2:1 beim VfL Wolfsburg, der zehnte Sieg im elften Pflichtspiel: Die Werkself bastelt fleißig daran, den besten Saisonstart in der Klubhistorie weiter auszubauen. Der Werkself Nachdreher zu #WOBB04.
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ZUSAMMENFASSUNG: NACH DER PAUSE AUFS TEMPO GEDRÜCKT

Bayer 04 erwischte einen gelungenen Start in der Autostadt: Nach feiner Vorarbeit von Victor Boniface, der im Strafraum mehrere Gegner auf sich zog, gelang Jeremie Frimpong mit einem Treffer aus spitzem Winkel die zeitige Führung der Gäste (13.). Doch in der Folge arbeiteten sich die Wolfsburger in die Partie hinein und machten der Werkself ordentlich zu schaffen. Lohn der Bemühungen des VfL war der Ausgleich von Lacroix (41.), nachdem die Kugel im Anschluss an einen Eckball flipperähnlich durch den Leverkusener Strafraum geflogen war. Nach der Pause drückten die Gäste wieder vermehrt aufs Tempo und gingen erneut in Führung: Der eingewechselte Florian Wirtz eroberte im Gegenpressing den Ball, Frimpong rannte auf der rechten Seite zum wiederholten Male auf und davon und dessen Hereingabe veredelte Alejandro Grimaldo mit einem noch abgefälschten Linksschuss zum 2:1-Siegtreffer (62.). In Gefahr geriet der Sieg nur noch in der Nachspielzeit, als Lukas Hradecky gleich zweimal gegen Wolfsburgs Torjäger Wind parierte und den Dreier so festhielt. Den ausführlichen Spielbereicht gibt es HIER.

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STIMMEN: „DAS RUDER HERUMGERISSEN“

Schwer erkämpfte Erfolge machen besonders Freude, das war den Kommentaren der Leverkusener deutlich anzumerken. „In der ersten Halbzeit hatten wir einige Probleme und zu einfache Ballverluste, aber nach der Pause haben wir das Ruder herumgerissen“, sagte Jonathan Tah. Ähnlich sah es auch Granit Xhaka: „Nach unserer Führung wurde Wolfsburg stärker und wir schlechter, deshalb war unsere Reaktion in der zweiten Halbzeit so wichtig. Wir müssen hungrig bleiben.“ Das Fazit von Chefcoach Xabi Alonso fiel so aus: „Wir wussten um die Härte der Aufgabe und die Heimstärke der Wolfsburger. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel besser kontrolliert und sind mehr zwischen die Linien ihrer Verteidigung gekommen. Am Ende war es ein Super-Sieg für uns.“ Abgesehen vom Ergebnis hatte auch Wolfsburgs Trainer Niko Kovac wenig an seinem Team auszusetzen: „Kompliment an meine Mannschaft, vor allem für die Leistung vor der Pause. Aber man kann Leverkusen nicht über 90 Minuten so bearbeiten, wie wir das in der ersten Halbzeit getan haben.“

PRESSESCHAU: DIE NOTE 1 FÜR FRIMPONG

„Leverkusen beeindruckt in der Bundesliga weiterhin“, schreibt der Kölner Stadt-Anzeiger. Die Bild am Sonntag richtete ihren Fokus auch auf den eingewechselten Florian Wirtz: „Alonso reagiert – und das wirkt. In der zweiten Hälfte WIRTZ besser! Der Nationalspieler kommt nach einer Stunde ins Spiel – und liefert sofort ab. Zwei Minuten nach seiner Einwechslung erobert er den Ball und leitet so den Siegtreffer ein.“ Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung kommt derweil zu diesem Schluss: „Bayer Leverkusen kann jetzt auch noch Arbeitssiege.“ Für die Berliner Morgenpost „bleibt Leverkusen die Mannschaft der Stunde“. Die Rheinische Post bewertete die Leistung von Jeremie Frimpong mit der Note 1 und dieser Begründung: „Angelte sich vor dem 1:0 die Hereingabe von Boniface artistisch. Auch abgesehen von seinem Tor stellte er die Wolfsburger Defensive immer wieder vor Herausforderungen, unter Kontrolle bekam sie ihn nicht.“

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PERSONAL: HOFMANN ERSTMALS OHNE SCORERPUNKT

Auch Trainer Xabi Alonso war voll des Lobes über den niederländischen Nationalspieler. „Jerry hatte in der vergangenen Saison schon einen großen Einfluss auf unser Spiel. Aber jetzt spielt er noch ernsthafter und erwachsener, ist absolut fokussiert“, betonte der Spanier. Ein gänzlich unbekanntes Gefühl erlebte Jonas Hofmann in der Partie bei den Wolfsburgern: Erstmals in dieser Saison war der 31-Jährige in einem Bundesligaspiel nicht an einem Tor der Werkself direkt beteiligt. Bemerkenswert zudem das „Comeback“ von Patrik Schick, der erstmals seit 226 Tagen wieder zum Aufgehört gehörte. „Das Spiel in Wolfsburg war bis zum Schluss zu intensiv, um Patrik da nach so langer Verletzungspause reinzuwerfen. Aber seine Einsätze werden kommen, Patrik wird noch ganz wichtig für uns sein“, sagte Xabi Alonso.

STATISTIK: BONIFACE DER BESTE ZWEIKÄMPFER

Dass es ein recht enges Kräftemessen in Wolfsburg war, verdeutlichen auch die Zahlen. 18:13 Torschüsse verzeichnete der VfL, dafür hatte Bayer 04 die Nase beim Ballbesitz (58 Prozent) und in der Passquote vorn (87 Prozent zu 80 Prozent). Die Werkself spielte insgesamt 622 Pässe (im Vergleich zu 438 auf Wolfsburger Seite). Laufstärkster Leverkusener Akteur war Granit Xhaka mit 11,7 Kilometern, schnellster Mann auf dem Platz einmal mehr Jeremie Frimpong mit 35,7 km/h. Den Bestwert bei den gewonnenen Zweikämpfen stellte ein Angreifer auf: Victor Boniface entschied zwölf direkte Duelle mit seinen Gegenspielern für sich.

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AUSBLICK: ZWEI HEIMSPIELE GEGEN QARABAG UND FREIBURG

Bayer 04 hat in den kommenden drei Englischen Wochen Herausforderungen in allen drei Wettbewerben zu meistern. In der Europa League trifft die Werkself am Donnerstag, 26. Oktober, um 21 Uhr in der BayArena auf Qarabag Agdam, ehe auch in der Bundesliga ein Heimspiel folgt: Am Sonntag, 29. Oktober, empfangen die Leverkusener um 17.30 Uhr den Sport-Club Freiburg.

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