
Wie schon beim Auftakt gegen die TSG Hoffenheim (1:2) präsentierte sich die Werkself auch in Bremen als Frühstarter: Patrik Schick veredelte bereits nach fünf Minuten einen energischen Sololauf von Nathan Tella mit dem Führungstreffer. Auch der zweite Leverkusener Abschluss war von Erfolg gekrönt. Axel Tape setzte sich auf der rechten Außenbahn gekonnt gegen zwei Bremer durch, über Robert Andrich, Alejandro Grimaldo und Christian Kofane gelangte die Kugel zu Malik Tillman, der sie von der Brust über die Schulter auf seinen linken Fuß tropfen ließ und volley ins Netz traf – das 2:0 (35.). Als der VAR einschritt und es nach einem Zweikampf von Tape gegen Mbangula Strafstoß für Werder gab, verkürzte Romano Schmid per Elfmeter auf 1:2 (44.). Unmittelbar danach verpasste Kofane mit einem Lattenschuss den dritten Leverkusener Treffer. Nach einem Foul von Stark an Kofane, das Gelb-Rot für den Bremer und Elfmeter für die Werkself nach sich zog, traf Schick souverän vom Punkt zum 3:1 (64.). Doch Bremen schlug in Unterzahl zurück: Erst nutzte Isaac Schmidt einen weiten Ausflug von Bayer 04-Keeper Mark Flekken aus seinem Strafraum mit einem Schuss ins leere Tor zum Anschluss (76.), dann traf Coulibaly nach einer Drangphase der Gastgeber in der Nachspielzeit zum 3:3-Endstand (90.+4). HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.
Die Reaktionen der Leverkusener fielen ernüchternd aus. „Wenn du 3:1 führst und ein Mann mehr bist, musst du den Dreier mitnehmen. Nach dem Bremer Platzverweis sind wir zu wild auf dem Platz rumgelaufen und haben viele Fehler gemacht. Wir müssen es schleunigst schaffen, als Mannschaft aufzutreten, sonst gewinnst du keine Spiele“, konstatierte Kapitän Robert Andrich. Nathan Tella sah es ähnlich: „Wir hatten alles in der eigenen Hand und haben uns das Leben selbst schwer gemacht.“ Chefcoach Erik ten Hag sagte: „Diese zwei Gegentore in Überzahl dürfen nie passieren. In der Schlussphase haben wir nicht mehr als Team funktioniert.“ Enttäuscht gab sich auch Malik Tillman: „Ich hätte mir mein Debüt sicher anders vorgestellt, meine Gefühle gehen in eine schlechte Richtung. Es ist wichtiger, dass das Team gewinnt, als einen eigenen Treffer zu erzielen.“





„Werder-Wende in Unterzahl“ titelte die Bild am Sonntag. Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung wählte die Überschrift „Leverkusen macht viele ,dumme Sachen'“ und zitierte damit Mittelfeldspieler Malik Tillman. Der kicker überschrieb seinen Spielbericht mit „Coulibaly setzt dem Werder-Wahnsinn die Krone auf“. In der Einzelkritik bewertete der Kölner Stadt-Anzeiger Patrik Schick mit der Note 1,5 und der Begründung: „Stand nach wenigen Minuten da, wo ein Stürmer stehen muss und vollendete die Tella-Vorlage zum 1:0. Chippte den Elfmeter zum 3:1 locker in die Mitte des Tores.“ Die Rheinische Post verteilte auch für Sturmpartner Christian Kofane Lob und die Note 2: „Kam zunächst selten in gute Abschlusssituationen, bereitete aber das 2:0 von Malik Tillman vor. Hatte Pech bei seinem Lattenschuss und holte den Foulelfmeter zum 3:1 raus.“
Zum Auftakt gegen Hoffenheim hatten Jarell Quansah, Ernest Poku, Christian Kofane und Claudio Echeverri ihr Bundesliga-Debüt gegeben, nun in Bremen stand dies für zwei weitere Werkself-Profis an: Axel Tape und der eingewechselte Loïc Badé waren erstmals in der Bundesliga auf dem Platz. Für Badé war es zugleich ebenso wie für Malik Tillman die Pflichtspiel-Premiere im Leverkusener Dress. Derweil zeigte Patrik Schick mal wieder seine herausragenden Qualitäten als Torjäger: Mit seinem Doppelpack in Bremen hat der 29-Jährige nun insgesamt 66 Bundesligatreffer für Bayer 04 erzielt und hat als Fünfter in der internen Leverkusener Torschützenliste den baldigen Sprung in die Top-3 vor Augen: Dimitar Berbatov (69 Tore) und Herbert Waas (72) liegen in Reichweite des Tschechen.






Bayer 04 hatte Vorteile im Ballbesitz (56 Prozent), bei der Passquote (89 Prozent gegenüber 84 auf Bremer Seite) sowie beim Eckenverhältnis (7:3). Werder lag bei den xGoals vorn (2,59 gegenüber 2,10 bei der Werkself) und gab auch mehr Torschüsse ab als die Leverkusener (13:10). Schnellster Akteur der Partie war Nathan Tella mit 35,76 km/h.
Die Liga legt bereits nach zwei Spieltagen eine Pause ein, da die erste Länderspielphase der noch jungen Saison ansteht. Für Schwarz-Rot geht es am Freitag, 12. September, mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt weiter. Anstoß in der BayArena gegen die Hessen, die ihre beiden ersten Partien gewonnen haben, ist um 20.30 Uhr.

Wie bereits in den Jahren zuvor wurden im Rahmen der Tandem Young Coach-Ausbildung der Scort Foundation in Kooperation mit der Football Club Social Alliance (FCSA) auch 2026 wieder 22 Teilnehmende zu Fußballtrainern für Menschen mit Behinderung ausgebildet. Mit dabei in Karlsruhe war als langjähriger FCSA-Partnerklub auch Bayer 04. Gemeinsam als Tandem durchliefen Personen mit und ohne Behinderung die Ausbildung und lernten so aus unterschiedlichen Perspektiven voneinander. Nach spannenden und lehrreichen Tagen kehrte auch das Leverkusener Duo mit viel neuem Wissen und einem offiziellen Zertifikat zurück unters Kreuz.
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Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die drei Kandidaten für den Titel Bundesliga-„Rookie of the Season“ 2025/26 bekannt gegeben. Zur Wahl steht unter anderem Werkself-Profi Ibrahim Maza. Fans von Bayer 04 können ab sofort und noch bis einschließlich Donnerstag, 7. Mai (23.59 Uhr), in der Bundesliga-App für ihren Favoriten abstimmen.
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Freude und Enttäuschung lagen bei den Nachwuchs-Teams von Bayer 04 an diesem Wochenende nah beieinander: Während die U19 mit einem 1:3 nach Verlängerung gegen den 1. FC Heidenheim 1846 im Achtelfinale aus dem Kampf um die Deutsche Meisterschaft ausschied, eroberte die U14 mit einem 1:0 gegen Borussia Dortmund die Tabellenführung im WDFV Junioren-Nachwuchs-Cup. Bei den Juniorinnen stand den Niederlagen der U19 und U16 der Turniersieg der U13 im belgischen Beveren gegenüber, wo Schwarz-Rot unter anderem den FC Barcelona bezwang. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach dem überzeugenden 4:0-Sieg der Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen sprechen zwei der Torschützinnen über die souveräne Leistung und den außergewöhnlichen Auswärts-Support der Fans. Doppelpackerin Kristin Kögel und Loreen Bender ordnen den vierten Dreier in Folge ein und blicken auf die letzten beiden Spiele der Saison voraus.
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