
Bayer 04 bestimmte von Beginn an das Spielgeschehen und setzte bereits in der vierten Minute das erste Ausrufezeichen: Nach einem sehenswert vorgetragenem Angriff legte Patrik Schick aus zentraler Position im Strafraum auf Jonas Hofmann ab, der seinen flachen Schuss knapp am Kasten vorbeizog. In der 13. Minute dann eine folgenschwere Szene: Jan Thielmann traf Granit Xhaka von hinten in Höhe der Achillessehne. Schiedsrichter Tobias Stieler sah sich auf Anraten des VAR die Videobilder an und verwies Thielmann anschließend vom Platz. Die Kölner standen in der Folge deutlich tiefer, die Werkself bestimmte in der Phase das Geschehen und belohnte sich in der 38. Minute: Alejandro Grimaldo brachte eine Hereingabe von links zu Schick, der auf Jeremie Frimpong verlängerte - Letzterer netzte zum inzwischen verdienten 1:0 ein. In Durchgang zwei erwischte zunächst das Heimteam den besseren Start - Sargis Adamyan traf mit seinem Volleyschuss den Innenpfosten (51.). Auf der Gegenseite mühten sich die Leverkusener gegen die robust agierende Kölner Defensive. In der 73. Minute baute Grimaldo nach starker Vorarbeit von Amine Adli, der sich auf links bis kurz vor die Torauslinie durchgesetzt hatte, den Vorsprung dann zum 2:0-Endstand aus. Zum ausführlichen Spielbericht.
Xabi Alonso sagte nach der Partie: „Ich bin glücklich mit dem Ergebnis. Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen. Die Stimmung war großartig. Es war nicht einfach für uns, Räume zu finden. Nach der Roten Karte war es dann ein anderes Spiel. Das Tor war sehr wichtig.“ Der Spanier weiter: „In der zweiten Halbzeit wollten wir weniger emotional und mit mehr Kontrolle spielen. Wir hatten mehr Geduld, unseren Moment zu finden - und so haben wir das zweite Tor gemacht. Das Spiel war nicht spektakulär, aber wir haben unsere Arbeit gemacht.“





Auch Xhaka zeigte sich nach Abpfiff glücklich: „Ein Derby ist immer speziell, natürlich auch für uns. Aber die Coolness kommt durch unsere Erfahrung. Wir haben junge Spieler, die Großes geleistet haben, und Spieler mit viel Erfahrung. Diese Mischung ist sehr gut.“ Jonathan Tah ergänzte: „Wir wollten nach der Halbzeitpause fokussiert bleiben und nicht nervös werden. Wir wollten den Gegner müde spielen, sie laufen lassen. Das haben wir dann auch geschafft.“
Die Rheinische Post titelte: „Leverkusen gewinnt ohne Glanz in Köln“. Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Auch weil der 1. FC Köln lange in Unterzahl spielt, hat Tabellenführer Leverkusen am Ende leichtes Spiel“. Ähnlich sah es die Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Kein Sonntagsspaziergang für die Werkself“. Der kicker fand lobende Worte für Xhaka als Spieler des Spiels: „120 Ballkontakte und eine Passquote von 94 Prozent - Granit Xhaka bildete den Mittelpunkt des gesamten Spiels als souveräner Anführer und Genius der Leverkusener“.
Jubiläum: Für Xabi Alonso war es das 50. Bundesliga-Spiel in seiner Rolle als Coach von Bayer 04. Seine starke Bilanz dabei: 33 Siege, 10 Unentschieden, 7 Niederlagen. Der Spanier holt damit bislang stolze 109 Punkte - nur Hansi Flick (125) und Pep Guardiola (132) sammelten in ihren ersten 50 Bundesliga-Partien als Trainer mehr Zähler. Außerdem erfreulich: Mittelfeldakteur Exequiel Palacios feierte mit seiner Einwechslung in der 83. Minute nach überstandener Muskelverletzung sein Comeback. Torschütze Frimpong ist durch seine fünfte Gelbe Karte für die kommende BL-Partie gegen den VfL Wolfsburg gesperrt.





Auswärts stark: Bayer 04 traf in jedem seiner wettbewerbsübergreifend vergangenen 17 Auswärtsspiele, das ist eingestellter Klub-Rekord im Profifußball und gelang der Werkself zuvor nur einmal im Jahr 2016. Die Werkself gab in dieser Auswärtspartie 17 Torschüsse ab, der 1. FC Köln versuchte es sechs Mal. Bayer 04 traf zudem in 23 seiner 24 Spiele, mehr als jedes andere Team in dieser Saison in der Liga.
Zudem kam Bayer 04 auf 73 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von 92 Prozent (Köln: 74 Prozent). Bei den Zweikämpfen hatten die Domstädter mit 53 Prozent knapp die Nase vorn. Hinten stabil: Leverkusen blieb zwölf Mal in 24 Spielen ohne Gegentor, mehr als jedes andere Team der Liga in der aktuellen Spielzeit.
Die Werkself startet am Dienstag, 5. März, mit der Vorbereitung auf die nächste Partie. Tags darauf macht sich der Bayer 04-Tross dann auf die Reise nach Baku: Dort trifft die Werkself am Donnerstag. 7. März, im Rahmen des Achtelfinals in der UEFA Europa League auf Qarabag Agdam. Anstoß im Tofiq Bahramov Stadion ist um 18.45 Uhr deutscher Zeit. Drei Tage später empfängt Schwarz-Rot zum Abschluss des 25. Bundesliga-Spieltags den VfL Wolfsburg in der BayArena. Los geht es am Sonntag, 10. März, um 19.30 Uhr. Die Tickets sind bereits alle vergriffen.

Vier Bayer 04-Profis sind bei der 35. Auflage des Afrika-Cup im Einsatz, die vom 21. Dezember bis zum 18. Januar 2026 in Marokko ausgetragen wird: Eliesse Ben Seghir für die Gastgeber, Edmond Tapsoba mit Burkina Faso, Ibrahim Maza für Algerien und Christian Kofane mit Kamerun. Der Ticker zu den Partien der Werkself-Akteure...
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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Ein torreiches 2025 liegt hinter der Werkself: Los ging's direkt mit einem Blitzstart – Nathan Tella trifft in Dortmund schon nach wenigen Sekunden zum ersten Mal im neuen Fußball-Jahr. Weitere Highlights liefern dann Florian Wirtz, Aleix Garcia, immer wieder Patrik Schick und natürlich Alejandro Grimaldo mit seinen europaweit gefürchteten Freistößen. Die Highlights zum Ende des Jahres: Wichtige Pokal-Treffer von Ibrahim Maza, vielumjubelte Siegtore in Lissabon und Manchester, der Scorpion Kick von Martin Terrier im Derby und als ganz besonderer Abschluss in 2025: Montrell Culbreath aus der U19 mit seinem Treffer zum 3:1-Sieg in Leipzig bei seinem Debüt. Viel Spaß beim Schauen!
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Die fünf beeindruckendsten Tore der Lizenzmannschaft im Jahr 2025. Mit dabei: Alejandro Grimaldo, Patrik Schick und natürlich Martin „Skorpion“ Terrier...
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Ob der entscheidende Pass, die perfekte Flanke oder das beste Zuspiel: Bei den fünf schönsten Vorlagen der Lizenzmannschaft im Jahr 2025 ist alles dabei. Daran beteiligt? Unter anderem Aleix Garcia, Ibrahim Maza und Arthur...
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