Werkself Nachdreher zu #FCUB04: Aus den letzten Wochen gelernt

Bayer 04 hat den dritten Pflichtspielsieg in Folge eingefahren: Nach den beiden Erfolgen gegen den 1. FC Heidenheim 1846 (5:2) und in der UEFA Champions League gegen den FC Salzburg (5:0) behauptete sich die Werkself 2:1 (1:1) beim 1. FC Union Berlin. Ein immens wichtiger Auswärtsdreier bei den zuvor im Stadion An der Alten Försterei noch ungeschlagenen Eisernen, entsprechend gelöst war die Stimmung bei den Leverkusenern. Der Werkself Nachdreher.
Jubel bei der Werkself

ZUSAMMENFASSUNG: BLITZSTART UND BRUSTLÖSER

Es dauerte exakt 111 Sekunden bis zum ersten Paukenschlag. Drei Stationen benötigte die Werkself zu ihrem Blitzstart: Ein langer Ball von Jonathan Tah tief aus der eigenen Hälfte erwischte die Berliner auf dem falschen Fuß und erreichte Alejandro Grimaldo, nach dessen Querpass Jeremie Frimpong keine Mühe hatte, Unions Keeper Rönnow zur Führung zu überwinden (2.). Schwarz-Rot hatte in der Folge alles vermeintlich gut im Griff, ließ sich dann aber trotz klarer Überzahl auf der rechten Abwehrseite überrumpeln und musste den Ausgleich durch Jeong hinnehmen (29.). Nach knapp einer Stunde wechselte Xabi Alonso mit der Hereinnahme von Florian Wirtz und Exequiel Palacios den Erfolg ein. Der Argentinier brachte Wirtz in Position und nach dessen punktgenauer Flanke drückte Patrik Schick den Ball aus fünf Metern mit der Brust zum Siegtreffer ins Netz (71.). Den ausführlichen Spielbericht gibt es HIER.

STIMMEN: „STOLZ AUF DIE LEISTUNG“

„Es war ein enges Match, ich bin sehr froh, dass ich auch diesmal wieder getroffen habe“, sagte Siegtorschütze Patrik Schick. Jeremie Frimpong sprach von einem „großen Sieg gegen einen schwierigen Gegner“. Torhüter Lukas Hradecky attestierte seinem Team „viele reife und erwachsene Entscheidungen“ auf dem Platz und betonte: „Es war Thema bei uns gewesen, dass wir in den Auswärtsspielen zuvor einige Punkte liegen gelassen haben. Wir haben defensiv gut gestanden und können stolz auf die Leistung sein.“ Ähnlich wie sein Kapitän bewertete auch der Cheftrainer das Spiel. „Es läuft gerade gut für uns. Es war wichtig, dass wir endlich wieder auswärts gewonnen haben, wir haben aus den letzten Wochen gelernt“, sagte Xabi Alonso.

Jeremie Frimpong

PRESSESCHAU: „DREI VERDIENTE PUNKTE“

Die Bild am Sonntag stellt eine bemerkenswerte Statistik heraus: „Leverkusen bleibt in der Bundesliga auch im 23. Auswärtsspiel nacheinander ohne Niederlage – und ist gewappnet für den Pokal-Kracher gegen die Bayern.“ Derweil kommentierte die Berliner Morgenpost das Geschehen aus Sicht der Union: „Premiere zur falschen Zeit: Union beendet die Torflaute, kassiert gegen Leverkusen aber auch die erste Heimniederlage der Saison.“ Im Kölner Stadt-Anzeiger ist in der Rubrik „Das war gut“ zu lesen: „Die Souveränität und die Ruhe, mit der die Leverkusener diesen Sieg einfuhren. Auch der zwischenzeitliche Ausgleich brachte keinen Bruch ins Spiel. Der Doublesieger wurde seiner Favoritenrolle gerecht und erarbeitete sich drei verdiente Punkte, die nicht jeder Klub aus der Alten Försterei mitnimmt.“

PERSONAL: SCHICK MACHT'S WIE „HERR KIRSTEN“

Im Blickpunkt standen die beiden Torschützen, die jeweils einen Rekord egalisierten. Jeremie Frimpong traf bereits in der zweiten Minute zum 1:0 – und damit ebenso früh wie Patrik Schick im Pokalspiel gegen die SV Elversberg. Der Tscheche erzielte in seinem 100. Bundesligaspiel mit dem Kreuz auf der Brust seinen 48. Treffer und stellte damit die Bestmarke von Ulf Kirsten ein. „Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht, dass ich dieses Level nun in Berlin schaffen konnte. Aber es ist natürlich ein sehr schöner Moment für mich, den Rekord von unserer Klub-Legende Herr Kirsten erreicht zu haben“, sagte Schick, der seinen starken Lauf der vergangenen Wochen munter fortsetzt: Dem Mittelstürmer gelangen fünf Tore aus den vergangenen drei Spielen und insgesamt acht aus den letzten sieben Partien.

Patrik Schick

STATISTIK: STARKE PASSQUOTE

Die zweikampfstarken Berliner hatten einen leichten Vorteil in den direkten Duellen auf dem Feld (51 zu 49 Prozent), ansonsten aber sprachen die meisten Werte für die Werkself. Bayer 04 hatte sowohl beim Ballbesitz (62 Prozent) als auch bei der Passquote (85,4 Prozent gegenüber 72,2 auf Seiten der Union) die Nase vorn. Bei den Torschüssen verzeichneten die Statistiker eine ausgeglichene Bilanz von 8:8.

AUSBLICK: POKALKNÜLLER BEI DEN BAYERN, DANN KOMMT PAULI

Bayer 04 geht in die zweite von insgesamt drei aufeinanderfolgenden Englischen Wochen. Am Dienstag, 3. Dezember, steht für Schwarz-Rot der Knüller im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern München auf dem Plan, Anstoß in der Allianz Arena ist um 20.45 Uhr. Vier Tage darauf geht es dann am Samstag, 7. Dezember, in der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli weiter (Anstoß in der BayArena: 15.30 Uhr).

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