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30.11.2024Bundesliga

2:1 bei Union – Schick mit der Brust ins Glück

Bayer 04 hat dem 1. FC Union Berlin die erste Heimniederlage in der laufenden Bundesliga-Saison beigebracht: Die Werkself fuhr im Stadion An der Alten Försterei einen 2:1 (1:1)-Erfolg ein. Jeremie Frimpong brachte die Gäste früh in Führung (2.), nach Unions Ausgleich durch Jeong (29.) sorgte Patrik Schick in der zweiten Hälfte für den Siegtreffer (71.).
Jubel bei der Werkself

Im Vergleich zum 5:0-Erfolg in der Champions League gegen den FC Salzburg nahm Chefcoach Xabi Alonso drei Veränderungen in seiner Startelf vor. Torhüter Lukas Hradecky rückte für Matej Kovar zwischen die Pfosten, zudem kamen Arthur und Aleix Garcia für Exequiel Palacios und Florian Wirtz (beide auf der Bank) ins Team. Nordi Mukiele gehörte nach überstandener Muskelverletzung im Oberschenkel erstmals seit der Partie gegen den VfB Stuttgart wieder zum Aufgebot.

Frühe Führung durch Frimpong

Die Werkself erwischte einen überragenden Auftakt: Ein langer Ball von Jonathan Tah, eher aus der Bedrängnis heraus geschlagen, überraschte Unions sonst so stabile Defensive komplett und erreichte den aus der eigenen Hälfte gestarteten Alejandro Grimaldo, dessen Zuspiel Jeremie Frimpong allein vor Berlins Keeper Rönnow cool ins Netz schob – die frühe Führung nach exakt 111 Sekunden. Bayer 04 kontrollierte die Partie in der Folge, auch wenn sich die Eisernen voller Intensität in jeden Zweikampf warfen. Insbesondere Frimpong, in der Offensive mit allen Freiheiten ausgestattet, bekam das eine oder andere Mal die rustikale Gangart der Köpenicker zu spüren.

Jubel bei der Werkself

Dann aber ließ sich die Werkself überrumpeln, Union nahm über links mit Hollerbach Fahrt auf und dessen Hereingabe nutzte Jeong in der Mitte mit Hilfe des Innenpfostens zum Ausgleich (29.). Patrik Schick, der sein 100. Bundesligaspiel mit dem Kreuz auf der Brust bestritt, tat sich nach Kopfball-Ablage von Piero Hincapie kurz darauf eine Möglichkeit aus günstiger Position auf, doch der Tscheche rutschte beim Abschluss leicht mit dem Standbein weg und die Kugel landete nur am Außennetz (33.). Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Schick ganz Unorthodox zum Rekord

Schick kam auch zu Beginn der zweiten Hälfte zum Schuss, sein Versuch im Strafraum wurde aber noch entscheidend geblockt (49.). Nach knapp einer Stunde nahm Xabi Alonso die ersten Wechsel vor, brachte Florian Wirtz und Exequiel Palacios für Aleix Garcia und Robert Andrich (58.). Das zahlte sich aus: Wirtz flankte von rechts ins Zentrum, wo Schick sich geschickt einen Vorteil gegen Doekhi verschaffte und den Ball mit der Brust ins Netz drückte – das 2:1 für die Werkself (71.) und der 48. Treffer für Schick im Bayer 04-Dress, zugleich eingestellter Klubrekord nach 100 Bundesliga-Einsätzen (bisher Ulf Kirsten mit 48 Toren).

Florian Wirtz

Bayer 04 wechselte erneut doppelt, Nathan Tella und Nordi Mukiele kamen für Frimpong und Arthur (79.). Berlin mühte sich nach Kräften, hatte in dieser Phase aber größte Mühe, die Leverkusener Ballzirkulation wirkungsvoll zu unterbrechen. Es gab vier Minuten Nachspielzeit, aber keine nennenswerte Aktion mehr – Schwarz-Rot feierte einen wertvollen Auswärtssieg.

Ausblick: Dienstag im Pokal bei den Bayern

Für die Werkself steht nun eine weitere Englische Woche an. Am Dienstag, 3. Dezember, tritt Bayer 04 um 20.45 Uhr im DFB-Pokal-Achtelfinale beim FC Bayern München an. In der Bundesliga folgt danach am Samstag, 7. Dezember, das Heimspiel gegen den FC St. Pauli, Anstoß in der BayArena ist um 15.30 Uhr.

Die Highlights:

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Die Statistik:

Union Berlin: Rönnow – Doekhi, Vogt, Querfeld (85. Volland) – Trimmel (79. Juranovic), Kemlein, Khedira (79. Schäfer), Rothe – Jeong (79. Skov), Hollerbach – Skarke (68. Vertessen)

Bayer 04: Hradecky – Tapsoba, Tah, Hincapie – Arthur (79. Mukiele), Xhaka, Andrich (58. Palacios), Garcia (58. Wirtz), Grimaldo – Frimpong (79. Tella), Schick

Tore: 0:1 Frimpong (2.), 1:1 Hollerbach (29.), 1:2 Schick (71.)

Gelbe Karten: Rothe, Querfeld, Trimmel – Andrich, Mukiele

Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle)

Zuschauer: 22.012 (ausverkauft) im Stadion An der Alten Försterei

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