
Nach einer Anfangsphase, in der auch die auf drei Positionen veränderte Werkself ihre Akzente in der Offensive setzte, bescherten ein gut getimter Steckpass in den Lauf von Serge Gnabry und ein anschließender Beinschuss des Münchners die Führung für die Gastgeber (25.). Es war der erste 0:1-Rückstand von Bayer 04 in der laufenden Ligasaison. Sieben Minuten später erhöhte Nicolas Jackson per Kopfball aus kurzer Distanz den Vorsprung, der durch ein unglückliches Eigentor von Loïc Badé kurz vor dem Pausenpfiff auf 3:0 ausgebaut wurde (44.). Bei diesem Resultat zugunsten der insgesamt klar überlegenen Bayern blieb es auch nach 90 Minuten, nachdem die zweite Hälfte ereignisloser verlief als die ersten 45 Minuten.
Cheftrainer Kasper Hjulmand ordnete das Geschehen anschließend auf der Pressekonferenz so ein: „Natürlich haben sie verdient gewonnen. Wir hatten früh im Spiel sogar selbst zwei Großchancen, haben dann in einigen Phasen im defensiven Bereich aber zu große Fehler gemacht. Damit solche Gegentore nicht passieren, müssen wir unseren Rhythmus und unsere Balance innerhalb des Teams besser finden. Wir sind in so einer Phase des Spiels hinten zu offen. Teams wie die Bayern bestrafen das brutal. Wir werden das Spiel jetzt wie immer ausgiebig analysieren und auch weiter an unserem Game-Management arbeiten.“

Robert Andrich resümierte: „Ich glaube, so ein Eigentor wie zum 3:0 ist natürlich ärgerlich, aber das erste und das zweite - das war insgesamt einfach zu schlecht verteidigt. Natürlich musst du, wenn du hier etwas holen willst, grundsätzlich schon eine gewisse Härte zeigen, Intensität und den Willen, einen Zweikampf führen zu wollen. Das hat uns heute gefehlt. Ich glaube wiederum schon, dass wir auch relativ viele eigene Möglichkeiten gehabt haben und wir ein Tor auf jeden Fall hätten machen können. Leider kann man es dann nicht mehr ändern. Wir wollten am Ende noch rausgehen als Mannschaft und Ehre und Moral bis zum Schluss zeigen. Und ich glaube, das haben wir auch gemacht.“
Die Bild titelte: „Bayern rotiert, Bayer frustriert!“ Die Rheinische Post sah es ähnlich: „FC Bayern erteilt Leverkusen eine Lehrstunde“. Der Kölner Stadt-Anzeiger fasste es wie folgt zusammen: „Bayer verliert klar in München [...]. Nach 37 Spielen verliert die Werkself mal wieder auswärts“. Und der kicker resümierte: „Nach 37 Bundesliga-Auswärtsspielen in Serie ohne Niederlage hat es Bayer 04 Leverkusen wieder erwischt. Der äußerst passive und wenig am Topspiel teilnehmende Vizemeister ging beim souveränen Spitzenreiter Bayern München, der im Vorfeld mit der Aufstellung durchaus überrascht hatte, mit 0:3 baden.“
Patrik Schick, seit Sommer 2020 in Leverkusen und zuvor für eine Saison bei RB Leipzig am Ball gewesen, absolvierte in München sein insgesamt 150. Spiel im deutschen Fußball-Oberhaus. In diesen Begegnungen gelangen ihm bemerkenswerte 77 Tore und 14 Vorlagen. Teamkollege Claudio Echeverri, Leihgabe von Manchester City, gab seinerseits sein Startelf-Debüt in der Bundesliga.







In diesem Abendspiel ist die beeindruckende Auswärtsserie von Bayer 04 nach 37 Bundesliga-Duellen in der Fremde ohne Niederlage zu Ende gegangen. 889 Tage war das 0:3 in Bochum am letzten Spieltag der Saison 2022/23 her, als in München der Schlusspfiff ertönte. Dennoch geht die längste Serie dieser Art zweifelsfrei in die Geschichtsbücher des deutschen Fußball-Oberhauses ein.
Die Zahlen zur Partie zeigen eine Werkself, die 55 Prozent der Zweikämpfe gewann. Dem gegenüber stehen 18:7 Torschüsse und 59 Prozent Ballbesitz zugunsten des überlegenen FC Bayern. Die Passquote - 91 Prozent bei den Münchnern und 87 Prozent bei den Leverkusenern - fiel jeweils gewohnt hoch aus.
Die nächste und vorerst letzte Englische Woche beginnt für Bayer 04 in der UEFA Champions League. Im Rahmen des 4. Spieltags der Ligaphase geht es am Mittwoch, 5. November (Anstoß: 21 Uhr deutscher Zeit), auswärts in Portugal gegen Benfica Lissabon. Die finale Partie vor der letzten Länderspielpause des Jahres bestreitet die Werkself dann am Samstag, 8. November, um 15.30 Uhr zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim 1846. Resttickets für die Begegnung in der BayArena gibt es HIER.

Bayer 04-Fans, die die Werkself in ihr Sommer-Trainingslager 2026/27 im Weimarer Land (1.-7. August) begleiten, erwartet vor Ort ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten. Erste Informationen im Überblick.
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Mitte Juli startet Bayer 04 in die Vorbereitung auf die Saison 2026/27. Ihr Trainingslager wird die Werkself in diesem Sommer erstmals im thüringischen Blankenhain absolvieren. Vom 1. bis zum 7. August weilt die Mannschaft im Spa & GolfResort Weimarer Land und bereitet sich dort auf die neue Spielzeit vor. Bayer 04 bietet eine mehrtägige Tour exklusiv für Mitglieder aller Altersklassen an. Alle Infos, unter anderem zur Anmeldung, im Überblick.
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Einige Nachwuchsmannschaften bestreiten am Wochenende Testspiele, derweil absolvieren die U19-Juniorinnen nach Abschluss der U19-Liga noch ein Platzierungsspiel. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Gewinner gesucht: Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leverkusen können ab sofort Nominierungen für den Jugend-Ehrenamtspreis 2027 einreichen. Der Preis würdigt das herausragende Engagement eines jungen Menschen im Bereich Sport in Leverkusen. Der Preis ist eine Aktion der Stadt Leverkusen, Bayer 04 fördert diesen und ist in der Jury vertreten.
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