Werkself Nachdreher zu #FCBB04: Rekord-Auswärtsserie reißt wegen „zu großer Fehler in der ersten Hälfte“

Die erste Bundesliga-Auswärtsniederlage nach 37 Spielen und 889 Tagen für die Werkself war eine deutliche. Cheftrainer Kasper Hjulmand und sein Team zeigten sich nach dem 0:3 beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer zwar äußerst selbstkritisch, aber nicht demoralisiert. „Wir haben in einigen Phasen in der ersten Halbzeit im defensiven Bereich zu große Fehler gemacht. Daran und am Game-Management werden wir jetzt weiter arbeiten“, so Hjulmand nach der ersten Liga-Niederlage mit Bayer 04. Alle Aussagen, Fakten und Zahlen gibt's im Werkself Nachdreher.
Ibrahim Maza gegen den FC Bayern

Zusammenfassung: Drei Münchner Treffer vor der Pause

Nach einer Anfangsphase, in der auch die auf drei Positionen veränderte Werkself ihre Akzente in der Offensive setzte, bescherten ein gut getimter Steckpass in den Lauf von Serge Gnabry und ein anschließender Beinschuss des Münchners die Führung für die Gastgeber (25.). Es war der erste 0:1-Rückstand von Bayer 04 in der laufenden Ligasaison. Sieben Minuten später erhöhte Nicolas Jackson per Kopfball aus kurzer Distanz den Vorsprung, der durch ein unglückliches Eigentor von Loïc Badé kurz vor dem Pausenpfiff auf 3:0 ausgebaut wurde (44.). Bei diesem Resultat zugunsten der insgesamt klar überlegenen Bayern blieb es auch nach 90 Minuten, nachdem die zweite Hälfte ereignisloser verlief als die ersten 45 Minuten.

Stimmen: „Müssen Rhythmus und Balance besser finden

Cheftrainer Kasper Hjulmand ordnete das Geschehen anschließend auf der Pressekonferenz so ein: Natürlich haben sie verdient gewonnen. Wir hatten früh im Spiel sogar selbst zwei Großchancen, haben dann in einigen Phasen im defensiven Bereich aber zu große Fehler gemacht. Damit solche Gegentore nicht passieren, müssen wir unseren Rhythmus und unsere Balance innerhalb des Teams besser finden. Wir sind in so einer Phase des Spiels hinten zu offen. Teams wie die Bayern bestrafen das brutal. Wir werden das Spiel jetzt wie immer ausgiebig analysieren und auch weiter an unserem Game-Management arbeiten.

Robert Andrich nach #FCBB04

Robert Andrich resümierte: Ich glaube, so ein Eigentor wie zum 3:0 ist natürlich ärgerlich, aber das erste und das zweite - das war insgesamt einfach zu schlecht verteidigt. Natürlich musst du, wenn du hier etwas holen willst, grundsätzlich schon eine gewisse Härte zeigen, Intensität und den Willen, einen Zweikampf führen zu wollen. Das hat uns heute gefehlt. Ich glaube wiederum schon, dass wir auch relativ viele eigene Möglichkeiten gehabt haben und wir ein Tor auf jeden Fall hätten machen können. Leider kann man es dann nicht mehr ändern. Wir wollten am Ende noch rausgehen als Mannschaft und Ehre und Moral bis zum Schluss zeigen. Und ich glaube, das haben wir auch gemacht.

Presseschau: „Bayer verliert klar in München“

Die Bild titelte: „Bayern rotiert, Bayer frustriert!“ Die Rheinische Post sah es ähnlich: „FC Bayern erteilt Leverkusen eine Lehrstunde“. Der Kölner Stadt-Anzeiger fasste es wie folgt zusammen: „Bayer verliert klar in München [...]. Nach 37 Spielen verliert die Werkself mal wieder auswärts“. Und der kicker resümierte: „Nach 37 Bundesliga-Auswärtsspielen in Serie ohne Niederlage hat es Bayer 04 Leverkusen wieder erwischt. Der äußerst passive und wenig am Topspiel teilnehmende Vizemeister ging beim souveränen Spitzenreiter Bayern München, der im Vorfeld mit der Aufstellung durchaus überrascht hatte, mit 0:3 baden.“

Personal: Schick mit 150. Bundesliga-Einsatz

Patrik Schick, seit Sommer 2020 in Leverkusen und zuvor für eine Saison bei RB Leipzig am Ball gewesen, absolvierte in München sein insgesamt 150. Spiel im deutschen Fußball-Oberhaus. In diesen Begegnungen gelangen ihm bemerkenswerte 77 Tore und 14 Vorlagen. Teamkollege Claudio Echeverri, Leihgabe von Manchester City, gab seinerseits sein Startelf-Debüt in der Bundesliga.

Patrik Schick nach Abpfiff

Statistik: Erstmals seit Mai 2023 in der Liga auswärts ohne Punkte 

In diesem Abendspiel ist die beeindruckende Auswärtsserie von Bayer 04 nach 37 Bundesliga-Duellen in der Fremde ohne Niederlage zu Ende gegangen. 889 Tage war das 0:3 in Bochum am letzten Spieltag der Saison 2022/23 her, als in München der Schlusspfiff ertönte. Dennoch geht die längste Serie dieser Art zweifelsfrei in die Geschichtsbücher des deutschen Fußball-Oberhauses ein.

Die Zahlen zur Partie zeigen eine Werkself, die 55 Prozent der Zweikämpfe gewann. Dem gegenüber stehen 18:7 Torschüsse und 59 Prozent Ballbesitz zugunsten des überlegenen FC Bayern. Die Passquote - 91 Prozent bei den Münchnern und 87 Prozent bei den Leverkusenern - fiel jeweils gewohnt hoch aus.

Ausblick: Erst in Lissabon, dann gegen Heidenheim

Die nächste und vorerst letzte Englische Woche beginnt für Bayer 04 in der UEFA Champions League. Im Rahmen des 4. Spieltags der Ligaphase geht es am Mittwoch, 5. November (Anstoß: 21 Uhr deutscher Zeit), auswärts in Portugal gegen Benfica Lissabon. Die finale Partie vor der letzten Länderspielpause des Jahres bestreitet die Werkself dann am Samstag, 8. November, um 15.30 Uhr zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim 1846. Resttickets für die Begegnung in der BayArena gibt es HIER.

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