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12.04.2026Bundesliga

Werkself Nachdreher zu #BVBB04: Mit Tempo 120 ins Glück

Bayer 04 hat mit dem 1:0-Sieg bei Borussia Dortmund ein eindrucksvolles Statement im Kampf um die Königsklassenplätze abgegeben. Die Werkself ist damit neben dem FC Bayern das einzige Team, das dem BVB in den nationalen Wettbewerben eine Niederlage beigebracht hat, und das nun schon zum zweiten Mal in dieser Saison. Entsprechend groß waren Erleichterung und Freude nach dem Erfolg, der für Schwarz-Rot ein Eckpfeiler eines energischen Endspurts sein soll. Im Werkself Nachdreher gibt’s alles zum Dreier in Dortmund.
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ZUSAMMENFASSUNG: WENIGE CHANCEN GENÜGEN ZUM SIEG

Die Partie im Dortmunder SIGNAL IDUNA PARK spielte sich zumeist zwischen den Strafräumen ab und war weit vom Spektakelfußball der Partie zuvor gegen den VfL Wolfsburg entfernt. Bayer 04 verteidigte sehr kompakt und gestattete den Hausherren, die zuvor 28 von 33 möglichen Punkten in der Rückrunde gesammelt und zuletzt zehn ihrer vergangenen zwölf Begegnungen gewonnen hatten, genau genommen nur zwei echte Torchancen. Bei der ersten Möglichkeit von Daniel Svensson rettete Loïc Badé mit dem Kopf auf der Linie für den bereits geschlagenen Mark Flekken (17.), bei der zweiten großen Gelegenheit des BVB durch Serhat Guirassy verhinderte die Latte einen Treffer (83.). Bayer 04 besaß ein kleines Chancenplus, Christian Kofane (32.) und später zweimal der eingewechselte Patrik Schick (60./87.) scheiterten an Gregor Kobel. Machtlos war der BVB-Keeper aber beim Siegtreffer von Robert Andrich (42.): Der Bayer 04-Kapitän antizipierte beim Gegenpressing genau richtig, eroberte den Ball nach dem Pass von Ramy Bensebaini und zog Vollspann ab: Mit 119,4 km/h rauschte die Kugel aus 28 Metern Entfernung ins untere Toreck. HIER geht’s zum ausführlichen Spielbericht.

STIMMEN: „DIESMAL DIE RICHTIGE BALANCE“

Wenn der eine Spieler seinen Kasten sauber hält und der andere das entscheidende Tor erzielt, gibt's bei beiden natürlich keinen Grund zur Klage. „Es war wichtig, dass wir hier drei Punkte mit nach Hause nehmen – und für mich persönlich, dass wir wieder zu Null gespielt haben nach zwei zuvor sehr turbulenten Spielen in den vergangenen Wochen“, sagte Mark Flekken. Und der Torhüter verteilte viel Lob an seine Vorderleute: „Die Jungs vor mir haben defensiv einen Superjob gemacht und vieles vom Tor weggehalten. Wir hatten diesmal die richtige Balance in allen Faktoren in unserem Spiel.“

Ähnlich sah es auch der Kapitän. „Wir haben ein bisschen gebraucht, um reinzufinden. Aber dann haben wir es sowohl mit als auch gegen den Ball gut gemacht und aus meiner Sicht auch verdient das Tor erzielt. Siege in Dortmund schmecken sehr gut, aber auch sie bringen am Ende nur drei Punkte. Deshalb sollten wir das nicht überbewerten, wir müssen in den kommenden Spielen weiter nachlegen“, sagte Robert Andrich.

Hjulmand und Carro

PRESSESCHAU: DIE DEFENSIVE ÜBERZEUGT

„Effiziente Leverkusener, die nicht viele Möglichkeiten brauchte“ hatte die Rheinische Post in Dortmund gesehen und bescheinigte der Werkself „Stabilität und Schärfe in der Defensive.“ Die Bild am Sonntag bedachte Innenverteidiger Edmond Tapsoba mit der Bestnote 1 und kam zu diesem Schluss: „Leverkusen steht tief, wartet ab und schlägt dann eiskalt zu.“ Auch der Kicker bewertete Leverkusens Abwehr stark: Loïc Badé („Ruhepol mit starker Ausstrahlung), Robert Andrich („Wertvoller Impulsgeber, aufmerksam und aggressiv in den Zweikämpfen“) sowie Tapsoba („Regelrechter Ballmagnet in der hintersten Linie, im Aufbau mit starkem Auge und fußballerischer Klasse“) erhielten allesamt die Note 2.

PERSONAL: WENN ANDRICH TRIFFT, GIBT'S PUNKTE

Mark Flekken beging in Dortmund ein rundes Jubiläum: Der Werkself-Schlussmann stand zum 100. Mal in einem Bundesligaspiel zwischen den Pfosten – und ist der einzige Torhüter, dem es in dieser Saison im Oberhaus vergönnt war, in einem Spiel gegen den BVB eine Weiße Weste zu bewahren. Auch zu Robert Andrich gibt es bemerkenswerte Zahlenspiele: Immer, wenn der 31-Jährige in der Bundesliga getroffen hat, haben seine Teams nicht verloren (zwölf Siege, acht Unentschieden). Neun seiner bislang 20 Tore erzielte Andrich per Weitschuss. Seitdem er am 7. Juni 2020 erstmals in der Bundesliga erfolgreich war – damals noch für Union Berlin – haben nur Maximilian Arnold und Vincenzo Grifo (jeweils elf) sowie Harry Kane (zehn) häufiger aus der Distanz getroffen.

Ibrahim Maza

STATISTIK: SEIT SIEBEN SPIELEN UNGESCHLAGEN

Wenn die Werkself in dieser Saison 1:0 in Führung ging, ist sie mittlerweile seit 16 Spielen ungeschlagen (seit dem 1:2 zu Saisonbeginn gegen die TSG Hoffenheim). Nach einer Halbzeitführung hat Bayer 04 zudem seit über vier Jahren keine Auswärtsniederlage mehr hinnehmen müssen (letztmals im Februar 2022 in Mainz). Neben dem FC Bayern sind die Leverkusener das einzige Team, das den BVB in dieser Saison in den nationalen Wettbewerben geschlagen hat – und das bereits zum zweiten Mal nach dem 1:0-Erfolg im DFB-Pokal. Schwarz-Rot ist nun seit sieben Bundesligaspielen ungeschlagen (drei Siege, vier Unentschieden), die längste Serie bislang unter der Regie von Kasper Hjulmand. Der BVB hatte minimale Vorteile beim Ballbesitz (52 zu 48 Prozent) sowie in der Passquote (90 zu 89 Prozent), dafür gab Bayer 04 mehr Schüsse auf das Tor ab als die Borussia (5:1) und stellte in Edmond Tapsoba den schnellsten Akteur (33,95 km/h).

AUSBLICK: AM SAMSTAG GEGEN AUGSBURG

Durch den Erfolg in Dortmund hat Bayer 04 in der Tabelle die TSG Hoffenheim überholt und ist auf Rang fünf geklettert. Weiter geht es für die Werkself mit dem 30. Bundesliga-Spieltag und dem Heimspiel gegen den FC Augsburg am Samstag, 18. April (Anstoß: 15.30 Uhr).

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