
Sowohl die Hertha wie auch die Werkself suchten von Beginn an den Weg nach vorn: Die erste Chance der Berliner durch den Kopfball von Lukebakio ergab sich bereits nach drei Minuten, in der Folge des ersten Durchgangs verbuchten aber die Leverkusener die hochkarätigeren Möglichkeiten. Doch sowohl beim Kopfball-Aufsetzer von Patrik Schick (11.) als auch bei der Direktabnahme von Adam Hlozek (26.) erwies sich Herthas Keeper Christensen als Könner zwischen den Pfosten. Kanga traf für die Gastgeber nur Aluminium (37.), ehe es nach dem Wechsel in beiden Toren schepperte. Kerem Demirbay brachte Bayer 04 mit einem herrlichen Freistoß in den Winkel in Führung (49.), die nicht lange Bestand hatte: Serdar (55.) und Richter mit einem überragenden Volleyschuss (74.) sorgten für einen Berliner Vorsprung. Schick gelang schließlich in der 79. Minute das 2:2, als er die Kugel nach einer Linksflanke von Robert Andrich vom Elfmeterpunkt durch Christensens Beine ins Netz drosch. Die Doppelchance von Berlins Boetius, der erst an Lukas Hradecky scheiterte und dann die Hand von Odilon Kossounou und nur den Pfosten traf (82.), sowie die Möglichkeit von Schick in der Nachspielzeit rundeten einen hochintensiven und höchst unterhaltsamen Schlagabtausch ab. Den ausführlichen Spielbericht gibt es HIER.

Enttäuscht über das Resultat, zugleich aber auch einverstanden mit der Leistung: In der Leverkusener Brust wohnten zwei Seelen. „Man kann es als gewonnenen Punkt betrachten, aber mit etwas Glück bei unseren Möglichkeiten können wir hier auch mit drei Punkten nach Hause fahren“, sagte Kerem Demirbay. Bei Callum Hudson-Odoi klang es so: „Es tut weh, nicht gewonnen zu haben, aber wir haben alles reingehauen.“ Gerardo Seoane sprach von „einem attraktiven Spiel, in der meine Mannschaft sowohl defensiv wie auch offensiv viel aktiver war als in vorherigen Partien. In einigen Aktionen haben wir es leider verpasst, die Situation gut zu Ende zu spielen“. Insgesamt zog der Bayer 04-Chefcoach dieses Fazit: „Kompliment an die Mannschaft für ihre Moral, nach dem 1:2 zurückzukommen. Ich habe eine klare Leistungssteigerung gesehen.“
Der Mann des Ausgleichs hätte an diesem Tag auch der Man of the Match sein können: Patrik Schick gelang mit seinem zweiten Saisontreffer das Tor zum 2:2-Endstand, zugleich aber ließ der Tscheche auch zwei, drei weitere Großchancen ungenutzt. An der Entstehung des zweiten Leverkusener Treffers hatte auch der Coach seinen Anteil, denn sowohl Flankengeber Robert Andrich, wie auch Sardar Azmoun, der in dieser Szene glänzend antizipierte, indem er den Ball für Schick passieren ließ, waren von Gerardo Seoane erst kurz zuvor ins Spiel gebracht worden. Jonathan Tah bestritt derweil im Olympiastadion sein 200. Bundesligaspiel für Schwarz und Rot. Erst 15 Profis in der Bayer 04-Historie kommen auf mehr Einsätze im Oberhaus.

Unentschieden wie das Resultat fielen unter den Strich auch diverse Statistiken aus. Für die Hausherren aus Berlin sprachen die Bilanz bei den Torschüssen (17 zu 11) und die Zweikampfquote (55 zu 45 Prozent). Bei der Werkself hingegen waren die Werte beim Ballbesitz (58 zu 42 Prozent) sowie in der Passquote (78 zu 73 Prozent) besser.
Die Berichterstatter in den Medien waren sich weitgehend einig darin, einem sehr lebhaften und abwechslungsreichen Duell beigewohnt zu haben. Die Rheinische Post (Online-Ausgabe) schrieb von einer „packenden zweiten Halbzeit“, der Berliner Tagesspiegel von „einem höchst unterhaltsamen Spiel“. Der Kölner Stadt-Anzeiger schilderte die abschließende Szene der Begegnung in seiner Online-Ausgabe so: „In den letzten Augenblicken hätte Bayer 04 die Partie sogar noch zu einem für den bisherigen Saisonverlauf untypischen Happy-End führen können, als Patrik Schick plötzlich alleine aufs Hertha-Tor lief. Doch Marc Oliver Kempf kam herangeflogen und blockte den Schuss zur Ecke.“

Für Bayer 04 geht es weiter mit den sportlichen Herausforderungen im Drei-Tage-Rhythmus. Am Dienstag, 13. September (Anstoß: 21 Uhr), erwartet die Werkself in der BayArena Atlético Madrid zum zweiten Gruppenspiel in der Champions League, dem sich in der Bundesliga am Samstag, 17. September, um 15.30 Uhr die Begegnung mit dem SV Werder Bremen anschließt. Danach folgt ein kurzes Luftholen, wenn die Liga eine Länderspielpause einlegt.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Es ist der passende Rahmen für ein besonderes Event: Im Sommer 2026 feiert der Bayer 04-Fanclub Lev-Szene’86 sein 40-jähriges Jubiläum. Im Anschluss an das letzte Bundesliga-Heimspiel der Saison gegen den Hamburger SV (Anstoß: 15.30 Uhr) steigt am Samstag, 16. Mai, ab 17 Uhr die große Jubiläumsfeier für alle Fans der Werkself. Das Open Air im Leverkusener Neuland-Park wartet unter anderem mit Livebands und prominenten Überraschungsgästen auf.
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Während die U19 von Bayer 04 an diesem Wochenende spielfrei ist, startet die U17 gegen die Stuttgarter Kickers den nächsten Anlauf für den ersten Dreier in Gruppe B von Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga. Nach drei Liga-Siegen in Folge tritt die U16 an der Algarve gegen Gegner aus aller Welt wie West Bromwich Albion/England oder den SC Braga/Portugal an. Auch die U12 ist auf Reisen und trifft in Madrid unter anderem auf Paris Saint-Germain/Frankreich und den FC Arsenal/England – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Elf Bayer 04-Profis sind in dieser letzten Länderspielphase 2025/26 für ihre Nationalmannschaften im Einsatz. Unter anderem kämpft Patrik Schick mit Tschechien um ein Ticket für die Weltmeisterschaft im Sommer. Der Ticker zu den Partien mit Werkself-Beteiligung...
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