
Es war zu Beginn eine einseitige Partie zwischen den beiden Teilnehmern der UEFA Europa League. Die Werkself setzte gegen den SCF bereits nach 50 Sekunden ein erstes offensives Zeichen und dominierte die Partie während der gesamten ersten Hälfte. Gegen die vorrangig mit Defensivarbeit beschäftigten Freiburger gelang den Leverkusenern nach etwas mehr als einer halben Stunde die hochverdiente Führung, Florian Wirtz erzielte das 1:0 per überragendem Solo-Lauf durch den Gäste-Strafraum (36.). Daraufhin spielte Schwarz-Rot munter weiter nach vorne und tüftelte am nächsten Treffer. Dieser gelang den Hausherren in Durchgang zwei in Person von Jonas Hofmann unter Beihilfe des linken Pfostens sowie SCF-Keeper Noah Atubolu (60.). Da den bis dato harmlosen Gästen in der 70. Minute dann aber der 1:2-Anschlusstreffer gelang, war die Partie im Anschluss wieder offen. Freiburg wurde mutiger und kam zu vereinzelten Chancen. Letztlich sicherte sich Schwarz-Rot aber den Heimsieg dank einer konzentrierten Abwehrleistung. Den ausführlichen Spielbericht gibt es HIER.
Cheftrainer Xabi Alonso resümierte die Partie im Nachgang wie folgt: „Für mich war es heute ein interessantes Spiel. Nach dem Gegentor haben wir nicht spektakulär gespielt, sondern gelitten. Das war uns eine Lehre für die Zukunft. Wir feiern die drei Punkte, machen weiter und lernen daraus.“ Auch Hofmann schätzte sich nach Abpfiff glücklich über den nächsten Heimsieg und merkte an: „In Halbzeit zwei haben wir es unnötig spannend gemacht. Wir sind froh, dass wir gewinnen konnten. Freiburg ist nicht einfach zu bespielen.“







Kapitän Lukas Hradecky erklärte: „Man kann nicht jedes Spiel 3:0 oder 4:0 gewinnen. Diese Siege sind genauso wichtig und schmecken manchmal sogar noch etwas besser“. Der finnische Nationalspieler fand besonders lobende Worte für den mental starken Auftritt seiner Mannschaft: „Wir genießen unseren Fußball und haben Spaß. Das ist harte Arbeit. Insgesamt ist diese Mannschaft die stärkste, die ich in meiner Zeit in Leverkusen erlebt habe.“
Die Medien waren sich in ihrem Fazit einig. Die Rheinische Post etwa sprach in ihrer Spielzusammenfassung von einer Werkself, die ihren Gegner zu Beginn „regelrecht einschnürte“, sich gegen Ende aber in einer „offenen“ Partie wiederfand. Der Kölner Stadt-Anzeiger sah eine „totale Dominanz“ der Werkself, die das Geschehen lange Zeit „nach Belieben beherrschte“, sich am Schluss jedoch zum Sieg „zittern“ musste.
Die Süddeutsche Zeitung resümierte derweil kurz und knapp: „Bayer spielte, Freiburg verteidigte“. Sie bezeichnete die Werkself darüber hinaus als den „berechtigten Sieger“, der in Halbzeit eins mit „drückender Überlegenheit“ spielte, während Freiburg ein „radikales Spielverzichtskonzept“ an den Tag legte. Zudem beschrieb die Süddeutsche Zeitung, die Werkself habe „auf spanische Art in winzigen Räumen“ kombiniert.
In der Partie gegen die Freiburger stand Alonso bereits zum 50. Mal an der Seitenlinie von Schwarz-Rot und knackte durch den Sieg zudem einen besonderen Rekord: Seit dem Bundesliga-Aufstieg von Bayer 04 im Jahr 1979 ist der Spanier der erste Werkself-Cheftrainer, der acht Pflichtspiele in Folge gewann. Edmond Tapsoba absolvierte seinerseits sein 150. Pflichtspiel für Leverkusen.







Man of the Match wurde derweil wenig überraschend Wirtz, der von seinen Mitspielern nach der Partie besonders lobende Worte erntete. Alonso betonte: „Ich habe so ein Tor wie das von Flo nicht oft gesehen. Es gibt Dinge, die ich ihm nicht beibringen kann. Über den Treffer werden wir noch lange sprechen.“ Hradecky sagte: „Er ist ein Albtraum für jeden Keeper. Er hat für uns die Tür auf gemacht.“
Der Statistik-Vergleich entspricht dem Spielverlauf. Die Werkself dominierte diesen im ersten Durchgang in allen Bereichen. 12:2 Torschüsse, 9:0 Ecken und 82% Ballbesitz unterstreichen den dominanten Auftritt in Halbzeit eins. Die gegen Spielende offenere Partie begünstige zwar eine leicht ausgeglichenere Bilanz in Durchgang zwei, der Statistik-Vergleich geht dennoch auch im Gesamten an die Leverkusener. Die Werkself spielte beispielsweise 725 Pässe (zu 294 von Freiburg) und hatte dabei eine Passquote von 90 % (zu 75 % von Freiburg).
Für die Werkself geht es weiter Schlag auf Schlag: Bereits am Mittwoch, 1. November (Anstoß: 18 Uhr), trifft Schwarz-Rot in der 2. Runde des DFB-Pokals auf den Drittligisten SV Sandhausen. Drei Tage darauf folgt das nächste Duell in der Fremde: Am Samstag, 4. November (Anstoß: 15.30 Uhr), gastieren die Leverkusener im Rahmen des 10. Bundesliga-Spieltags bei der TSG Hoffenheim.

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