
Die Werkself war in der Anfangsviertelstunde das spielbestimmende Team, verpasste jedoch die frühe Führung, da Unions Keeper Andreas Luthe gegen Patrik Schick (10.) und Florian Wirtz (11.) gleich zur Stelle war. Es dauerte schließlich bis in die 38. Minute, ehe sich die Schwarz-Roten für ihren Aufwand belohnen konnten: Zunächst scheiterte Moussa Diaby nach tollem Doppelpass mit Paulinho an Luthe, den Nachschuss aber verwerte Schick im Sechzehner aus spitzem Winkel zum 1:0 (38.). Kurz vor der Halbzeit schlug Union aus dem Nichts durch Grischa Prömel zurück, der nach zwei starken Paraden von Lukas Hradecky abgestaubt hatte (45.). Wenige Zeigerumdrehungen nach dem Seitenwechsel riss der Berliner Mittelfeldmann erneut die Arme zum Jubeln hoch: Nach einem Zuspiel von Max Kruse musste Prömel nur noch den Fuß hinhalten – das 1:2 (50.). Die Seoane-Elf drückte in der Folge auf den Ausgleich und erarbeitete sich einige aussichtsreiche Chancen, scheiterte aber immer wieder am herausragenden Luthe. Erst in der 84. Minute wurden die unermüdlichen Leverkusener Versuche mit dem 2:2 belohnt: Karim Bellarabi flankte von der Grundlinie ins Zentrum, wo sich Jonathan Tah hochschraubte und die Kugel in die Maschen köpfte. HIER geht's zum ausführlichen Spielbericht.
„Wir sind gut ins Spiel hineingekommen und haben eine sehr hohe Intensität und Aggressivität an den Tag gelegt“, analysierte Tah nach Abpfiff der Partie und ergänzte: „Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben diese aber leider nicht gut genug genutzt und dann die Gegentore gekriegt.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Mittelfeldspieler Robert Andrich: „Ich denke, dass wir in vielen Situationen nicht gierig genug waren“, so der 27-jährige Ex-Unioner. „In der ersten Halbzeit hätten wir bestimmt schon zwei oder drei Tore machen können. Da haben wir uns einige gute Möglichkeiten erarbeitet.“ In der zweiten Hälfte habe sich die Mannschaft dann „sehr schwergetan“ und dem Gegner zu viele Räume geboten. Positiv sei jedoch die Reaktion der Spieler unmittelbar nach dem Ausgleichstreffer gewesen, wie Tah betonte: „Wir haben am Ende noch versucht, in Führung zu gehen. Der Geist der Mannschaft war da, um zu gewinnen. Das ist das, was zählt.“

Cheftrainer Gerardo Seoane kommentierte das Spiel derweil wie folgt: „Wir hatten eine gute erste Halbzeit, viel Kontrolle mit und ohne Ball. Wir waren allerdings nicht effizient genug im Abschluss. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft durch das Gegentor und eigene Fehler die Linie verloren.“ Es sei schließlich eine „Willensleistung“ gewesen, dass sich Schwarz-Rot noch mit dem 2:2 belohnen konnte. „Ich denke“, sagte der Werkself-Coach, „es ist ein gerechtes Unentschieden.“
Bereits vor Anpfiff der Partie gab es überaus erfreuliche Nachrichten aus Bayer 04-Sicht zu vermelden. Nach insgesamt 314 Tagen Leidenszeit stand Timothy Fosu-Mensah, der sich im März vergangenen Jahres einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, erstmals wieder im Aufgebot der Werkself. Welcome back, Timothy! Darüber hinaus gab U19-Youngster Sadik Fofana sein Kader-Debüt für die Profis. Der 18-Jährige blieb dabei aber ebenso ohne Einsatz wie sein niederländischer Teamkollege.



Abwehrchef Jonathan Tah wiederum absolvierte auch die 18. Bundesliga-Partie der laufenden Spielzeit über die volle Distanz. Dabei gelang dem 1,95 Meter hochgewachsenen Defensivmann gegen Union sein erstes Pflichtspieltor in der Saison 2021/22, nachdem er zuvor schon bei drei Werkself-Treffern assistiert hatte. Erwähnenswert ist zudem Gerardo Seoanes richtiger Riecher an diesem Samstagnachmittag: Der Schweizer hatte Vorlagengeber Karim Bellarabi in der 78. Minute für Kerem Demirbay eingewechselt und somit den Grundstein für den Ausgleich gelegt.
Er macht 2022 genau da weiter, wo er 2021 aufgehört hat: Das erste Werkself-Tor des Jahres geht (natürlich) auf das Konto von Patrik Schick. Der Tscheche sorgte in der 38. Minute für die zwischenzeitliche Führung und markierte damit seinen 17. Bundesliga-Treffer im 15. Spiel – was für eine sensationelle Bilanz! Wie in der Medienlandschaft üblich, wurde Schick aufgrund seiner herausragenden Leistungen unterm Bayer-Kreuz zuletzt gleich mehrfach mit internationalen Top-Klubs in Verbindung gebracht. Angesprochen auf diese Gerüchte betonte der 25-Jährige im Interview mit BILD am Sonntag jedoch: „Natürlich ist es schön zu lesen, wenn man mit den großen Klubs in Verbindung gebracht wird. Aber ich bin wirklich sehr, sehr glücklich in Leverkusen und will mit Bayer 04 in die Champions League.“
„Ganz knappe Kiste“, titelt die Welt am Sonntag und attestiert der Werkself einen starken Beginn: „Bayer kann das Tempo aber nicht halten. Union dreht das Spiel, sieht schon wie der Sieger aus. Dann kommt Tah.“ Die BILD-Zeitung berichtet ihrerseits von einem „richtig knappen“ Unentschieden. Leverkusen habe die erste Hälfte „deutlich dominiert“, die Eisernen präsentierten sich jedoch „brutal effizient“. Am Ende machten „Schick und Tah einen Punkt klar“. Mit Blick auf die Noten verdienen sich auf Seiten der Schwarz-Roten die beiden genannten Akteure jeweils eine 2. Bei den Berlinern werden Doppel-Torschütze Grischa Prömel sowie Torhüter Andreas Luthe, der Union mit seinen starken Paraden während der gesamten Partie mehrfach vor größerem Schaden bewahren konnte, ebenfalls mit der Schulnote „gut“ bewertet. Die Rheinische Post kürte unterdessen Bayer 04-Kapitän Lukas Hradecky zum Spieler des Spiels und bewertete ihn ebenfalls mit einer 2. Der Finne „hielt seinem Team in der Schlussphase mit starken Paraden den Punkt fest“, schreibt das Blatt.
Weil die TSG Hoffenheim im Parallelspiel den FC Augsburg mit 3:1 bezwang und der SC Freiburg gegen Arminia Bielefeld (2:2) ebenfalls einen Zähler holte, rutschte die Werkself nach dem Punktgewinn zum Rückrunden-Auftakt einen Platz runter auf Rang 5. Das Rennen um die Champions-League-Plätze bleibt jedoch weiterhin ein enges. Den 3. und 7. Platz trennen gerade einmal vier Punkte. Für die Werkself geht es am Samstag, 15. Januar, in der Bundesliga weiter. Dann steht das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach an, die ihrerseits am vergangenen Freitag den FC Bayern München mit 2:1 schlagen konnten. Anstoß der Partie im Borussia-Park ist um 18.30 Uhr.

Werkself-Profi Montrell Culbreath und Bayer 04-Leihgabe Francis Onyeka gehören zum finalen Aufgebot Deutschlands für die U19-Europameisterschaft im Sommer. Das Nationenturnier findet vom 24. Juni bis 12. Juli in Wales statt.
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Erfolgreiche Wochen für die U15 von Bayer 04! Nach ihren zwei überzeugenden Turniersiegen sicherten sich die Leverkusener Junioren am vergangenen Sonntag im abschließenden Ligaspiel der Saison auch die Meisterschaft in der Regionalliga West. Ihre Duelle erfolgreich gestalten konnten außerdem die U16 und die U13 sowie die U16-Juniorinnen. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Die obligatorischen Unterschrifts- und Handshake-Aufnahmen, das erste Mal BayArena und eine Pressekonferenz zur Vorstellung! Der neue Trainer Carles Martínez startet in seinen ersten Tag in Leverkusen, wird nach der Ankunft am Flughafen im Stadion von Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, und Geschäftsführer Sport Simon Rolfes in Empfang genommen. Nach seinen ersten Schritten durch die BayArena geht es zur Pressekonferenz, auf der Carles Martínez mit voller Vorfreude über seine neue Aufgabe spricht. Tag eins von Carles Martínez in Leverkusen.
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Carles Martínez brennt für seine neue Aufgabe: Der 42-Jährige spricht in seinem ersten Interview in Leverkusen über die bisherige Entwicklung des Klubs und wie er daran anknüpfen will. Er beschreibt seine bisherige Arbeit in Frankreich, Kuwait, Katar und seiner Heimat Barcelona, seine Erfahrung bei der Entwicklung junger Spieler und die wichtigsten Schritte bis zum Start der Trainingsarbeit in Leverkusen.
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Die Planungen von Bayer 04 für die Sommer-Vorbereitung 2026/27 nehmen weiter Formen an. Mitte Juli startet die Werkself mit dem Trainingsauftakt in die neue Saison. Den Höhepunkt bildet die offizielle Saisoneröffnung am 8. August in der BayArena inklusive Testspiel gegen den FC Sevilla aus Spanien. Vergleiche auf nationaler Ebene führen ins benachbarte Monheim sowie nach Offenbach und Jena.
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