
Mit deutlich mehr Ballbesitz startete zunächst der Rekordmeister aus München in dieses Top-Spiel, den besseren Start hatte dann aber doch Bayer 04. Den ersten Warnschuss in Richtung des Tores von Manuel Neuer gab Amine Adli nach Vorlage von Nathan Tella nach nur wenigen Minuten ab (11.). Zunehmend übernahmen die Leverkusener die Kontrolle, die mit schnellen Gegen-Angriffen die FCB-Defensive stellten. So landete ein Einwurf auf links bei Robert Andrich, der Übersicht bewies und in der Folge im Strafraum Josip Stanisic, der nur für diese Saison aus München ausgeliehen ist, sah. Dieser stellte per Direktabnahme auf 1:0 und erzielte damit seinen ersten Treffer im schwarz-roten Dress (18.). Nach dem Wiederanpfiff setzten Tella und Alejandro Grimaldo mit einem sehenswerten Kombinationsspiel nahtlos da an, wo die Werkself in Durchgang eins aufgehört hatte. Am Ende wuchtete der Spanier den Ball aus kurzer Distanz ins Netz zum 2:0 und war damit bereits zum zweiten Mal gegen die Münchner erfolgreich. Bayer 04 erzielte somit in der laufenden BL-Saison bereits elf Tore in der ersten Viertelstunde direkt nach der Pause – so viele wie kein anderes Team. Auch im weiteren Spielverlauf fanden die Gäste kein Mittel gegen die dominant aufspielenden Hausherren.. Am Ende war es ein letzter Eckball der Thomas Tuchel-Elf, für den Neuer mit in den Strafraum gekommen war: Frimpong konterte, zielte auf das leere Tor und traf damit zum verdienten 3:0. In der euphorisierten BayArena hielt es nun weder Fans, Mitspieler oder Trainer noch auf den Plätzen. Zum ausführlichen Spielbericht.
Cheftrainer Xabi Alonso sagte nach Abpfiff: „Heute haben wir sehr diszipliniert gespielt, wir haben auf unsere Chancen gewartet. Wir hatten heute nicht so oft den Ball wie sonst, waren aber gegen und ohne den Ball stets dominant.“ Der Spanier räumte aber auch ein: „Diese Woche hatten wir zwei super Gegner und wir haben es sehr gut gemacht und sind sehr zufrieden. Aber für uns ist jede Woche wichtig. Es ist erst Februar. Wir müssen ruhig bleiben.“







Auch Torschütze Stanisic zeigte sich glücklich und resümierte: „Wir haben defensiv nichts zugelassen und damit haben wir einen guten Grundstein gelegt. Heute waren wir vom ersten Moment an da. Die Stimmung war super und wir dürfen jetzt die nächsten zwei, drei Tage definitiv ein bisschen feiern. Trotzdem ist die Saison noch nicht vorbei und wir haben noch einen langen Weg vor uns.“
Andrich ergänzte: „Das war sehr geil. Es war ein spezielles Spiel. Wir haben perfekt gespielt. Wir haben gezeigt, wie sehr wir es wollen. Wir wussten, dass wir an unserem obersten Level kratzen müssen. Wir haben das in der ersten Halbzeit gut gemacht und haben dann gesagt, dass wir das auch so in der zweiten Halbzeit weiter durchziehen müssen. Wir wussten, dass wir heute demütig, aber trotzdem mit viel Selbstvertrauen auftreten müssen.“ Auch für seinen Trainer fand der Mittelfeldmann besondere Worte: „Xabi schafft es, sich auf jeden Gegner individuell vorzubereiten und hilft uns, im Spiel unter Druck steht, dass wir nie die eigene Spielidee zu verlieren.“
Der Bild schrieb von einer „Machtdemonstration“ und vergab an Stanisic, Tah, Piero Hincapie, Granit Xhaka, Tella, Florian Wirtz, Grimaldo sowie Alonso als Trainer gleich neun Mal die Bestnote. Die Rheinische Post nannte es ein „Statement“ und ergänzte: „Bayer 04 Leverkusen war beim 3:0 gegen Bayern München taktisch cleverer, mannschaftlich geschlossener und spielerisch variabler.“ Der kicker titelte: „Bayern verdient schachmatt gesetzt: Leverkusen setzt sich an der Tabellenspitze ab“ und der Kölner Stadt-Anzeiger resümierte: „Für Leverkusen ist außerdem wichtig, zu sehen, dass sie ein Spiel auch ohne Ballbesitz dominieren können und somit nun eigentlich alle Facetten des Fußballspiels erfolgreich abdecken.“
In Hochform: Grimaldo war in seinen ersten 21 Bundesliga-Partien für Schwarz-Rot an 17 Toren direkt beteiligt (8 Tore, 9 Assists) - seit detaillierter Datenerfassung 2004/05 sammelte in den ersten 21 BL-Spielen für die Werkself nur Patrick Helmes 2008/09 mehr direkte Torbeteiligungen (19). Stanisic erzielte außerdem am Samstagabend ausgerechnet gegen seinen Stammverein sein zweites Bundesliga-Tor - zuvor traf er im Mai 2022 noch für den FCB beim VfL Wolfsburg.







Die beinah schönste Szene des Abends ereignete sich aber nach dem Abpfiff: Beim üblichen Gang in die Kurve ging es für Lukas Hradecky dieses Mal sogar auf den Zaun in die Nordkurve: Mit dem Mikro in der Hand stimmte der Kapitän textsicher und lautstark den „Uffta“-Gesang gemeinsam mit der Nordkurve und der Mannschaft an. Alonso winkte sein komplettes Trainer-Team heran, um mit allen gemeinsam mit den Fans zu feiern. Er äußerte sich auf der anschließenden Pressekonferenz zu diesem Moment wie folgt: „Es war ein sehr schöner Moment mit den Fans und dem ganzen Staff zu feiern. Alle arbeiten sehr hart und die Spieler wissen das. Es war ein Top-Sieg für uns alle.“
Die Werkself gab 14 Schüsse auf das Tor ab, Bayern München kam auf neun Abschlüsse. Die Münchner hatten wiederum 61 Prozent Ballbesitz und gewannen 56 Prozent aller Zweikämpfe. Die Passquote lag bei den Hausherren bei 82 Prozent, die Gäste kamen auf 89 Prozent. Leverkusen hielt zudem elf Weiße Westen in 21 Spielen, mehr als jedes andere Team der Bundesliga in der aktuellen Saison.
Am kommenden Montag und Dienstag hat die Mannschaft frei. Für Hradecky und Co. geht es dann im Rahmen des 22. Bundesliga-Spieltags als nächstes zum 1. FC Heidenheim. Am kommenden Samstag, 17. Februar, rollt der Ball ab 15.30 Uhr in der Voith-Arena. Auch für diese Partie ist das Gäste-Kontingent von Bayer 04 wieder vollständig ausgeschöpft.

Bitteres Ende des fünften Showdowns der VBL Club Championship 2025/26. In den übrigen drei Spielen der Online-Vorrunde des fünften und finalen Showdowns haben die Leverkusener eSportler keine Punkte holen können. Der Showdown-Eins-Gewinner Bayer 04 verpasst damit den Einzug in die Offline-Runde und kann keine weiteren Zähler für die Gesamttabelle sammeln. In dieser ist das #B04eSports-Team zudem aus den Top Acht gerutscht. Eine direkte Teilnahme am Finalevent um die Deutsche Klub-Meisterschaft ist damit nicht mehr möglich, die Leverkusener müssen den Umweg über die Play-offs gehen.
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