
Die Werkself erwischte einen absoluten Traumstart, denn bereits nach 180 Sekunden ging Schwarz-Rot in Führung: Moussa Diaby steckte auf Rechtsaußen durch zu Jeremie Frimpong, der von der Grundlinie an den zweiten Pfosten zu Amine Adli flankte. Der Kopfball des Franzosen wurde von Manuel Riemann geklärt, allerdings befand sich das Spielgerät schon mit vollem Umfang über der Torlinie – 1:0 (3.)! Beide Teams spielten mit offenem Visier – wenngleich der VfL die etwas defensivere Grundordnung an den Tag legte und zunehmend auf Konter lauerte. Dementsprechend angriffslustig ging es auf dem Platz her.
Florian Wirtz (16./39./54.), Daley Sinkgraven (42.) und Paulinho (77.) boten sich aussichtsreiche Gelegenheiten, die Führung auszubauen, waren jedoch im Abschluss zu unpräzise. Auf der anderen Seite hatte Asano die beste Chance für den VfL Bochum, der Japaner scheiterte allerdings an Jonathan Tah, der mit einer starken Grätsche vor der Linie klären konnte (26.). Letztlich blieb es beim 1:0. Damit fuhr Bayer 04 nach zuvor vier sieglosen Bundesliga-Spielen in Folge drei ganz wichtige Punkte ein. HIER geht es zum ausführlichen Spielbericht.
„Wir sind glücklich, dass am Ende drei Punkte stehen“, betonte Jonathan Tah nach Abpfiff und fügte an: „Mit der Art und Weise, wie wir dieses Spiel gewonnen haben, können wir aber nicht zufrieden sein. Wir waren nicht entschlossen genug, es hätte auch anders verlaufen können.“ In eine ähnliche Kerbe schlug auch Cheftrainer Gerardo Seoane auf der Pressekonferenz nach der Partie. „Für meinen Geschmack“, sagte der Schweizer, „war das ein zu offener Schlagabtausch. Wir haben einige Situationen nicht gut zu Ende gespielt, haben Räume zugelassen. Am Ende hatten wir aber die klareren Torchancen und sind damit aus meiner Sicht verdienter Sieger.“ Auch sei das knappe Ergebnis darauf zurückzuführen, dass mit dem VfL ein starker Gegner in der BayArena zu Gast war. Seoane: „Das war heute das erwartet schwierige Spiel gegen einen Gegner, der zuletzt gute Resultate erzielt hat. Bochum hat es uns heute schwer gemacht, Kompliment daher an meine Mannschaft.“

Jetzt hat er's: Amine Adli erzielte am Samstag sein allererstes Bundesliga-Tor für die Werkself. Der 21-Jährige, der zuvor schon einmal in der Europa League für Schwarz-Rot getroffen hatte, wurde gegen Bochum von Trainer Gerardo Seoane zum achten Mal in der laufenden Pflichtspiel-Saison in die Startelf beordert. „Er bringt viel Energie mit, die Mannschaft profitiert von seiner Laufarbeit und wie er in die Tiefe geht. Wir freuen uns für ihn, dass er sein erstes Tor gemacht hat“, bewertete der 43-Jährige die Entwicklung des Franzosen unterm Bayer-Kreuz und schob mit einem Augenzwinkern hinterher: „Ich hätte nie gedacht, dass es ein Kopfballtor werden würde.“ Adli selbst kommentierte seinen Premierentreffer im Anschluss an die Partie bei Bayer 04-TV: „Ich bin sehr glücklich“, betonte er. „Ich habe lange auf den Moment gewartet, mein erstes Tor in der Bundesliga zu schießen. Es war auch noch das Siegtor. Deswegen freut es mich auch für die Mannschaft.“
Ebenfalls allen Grund zur Freude hatte Edmond Tapsoba. Der 22-jährige Defensivmann aus Burkina Faso feierte gegen den VfL ein Jubiläum: Es war sein insgesamt 50. Bundesliga-Spiel für Bayer 04. Auf die nächsten 50, Eddy!
Tahs Selbstkritik nach dem Spiel („Es hätte auch anders verlaufen können“) fand derweil auch in der Statistik Bedeutung. Denn das Torschussverhältnis liest sich klar zugunsten der Gäste: Die Bochumer versuchten es insgesamt 21-mal, die Werkself feuerte ihrerseits 11 Schüsse auf das Gehäuse von VfL-Schlussmann Manuel Riemann ab. In puncto Ballbesitz hatte Schwarz-Rot (55 Prozent) hingegen die Nase vorn. Unterdessen gab auf Leverkusener Seite Florian Wirtz nicht nur die meisten Schüsse (4) ab, sondern auch die meisten Torschussvorlagen (3). Bei den Bochumern zählte Eduard Löwen (4 Schüsse, 4 Torschussvorlagen) zu den auffälligsten Akteuren.
Die beiden notenbesten Spieler bei Bayer 04 heißen in der Rheinischen Post Lukas Hradecky und Amine Adli (jeweils 2-). Letzterer sorgte für den Treffer des Tages, der Kapitän hielt derweil zum siebten Mal in dieser Saison hinten die Null. „Sein erster Bundesliga-Treffer gab dem jungen Franzosen Auftrieb“, kommentiert das Blatt Adlis Leistung und attestiert ihm zudem „viel Engagement“ im weiteren Spielverlauf. Kicker analysiert indes, dass das Duell zwischen Bayer 04 und dem VfL Bochum „mit offenem Visier“ geführt wurde „mit dem besseren Ende für die Werkself“. Der Kölner Stadt-Anzeiger spricht von einem „dreckigen Sieg“ für Schwarz-Rot. Für das Lokalblatt war Robert Andrich der „Mann des Spiels“: Der 26-Jährige habe „im Leverkusener Durcheinander wie ein Leuchtturm“ gewirkt, „an dem sich in der Not die anderen orientieren konnten.“

Viel Zeit, sich auszuruhen, hat das Team von Trainer Gerardo Seoane nicht. Die nächste Englische Woche steht in den Startlöchern: Bereits am kommenden Donnerstag, 25. November, geht es für die Werkself mit dem Gruppenspiel gegen Celtic Glasgow in der Europa League weiter. Anstoß in der BayArena ist um 18.45 Uhr. In der Bundesliga sind Kerem Demirbay und Co. derweil am Sonntag, 28. November (Anstoß: 17.30 Uhr), gefordert – am 13. Spieltag müssen die Schwarz-Roten, die dank der drei Punkte nun auf Platz 04 rangieren, bei RB Leipzig ran.

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