
„Wir freuen uns, dass es wieder los geht – auch wenn die Pause sehr kurz war“, meinte Cheftrainer Heiko Herrlich auf der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag. In der Tat. Nur 12 Tage – mehr Erholung waren den Bayer 04-Profis und dem Trainerteam diesmal nicht vergönnt: Seit dem 2. Januar steckt die Werkself wieder im Training und damit auch in der Vorbereitung auf das anstehende Duell mit dem Tabellenführer, der im Klassement 13 Zähler Vorsprung auf die viertplatzierte Werkself hat. Nicht zuletzt aufgrund dieser Konstellation erwartet Münchens Trainer Jupp Heynckes „einen Auftakt, der es in sich hat. Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sehr gut Fußball spielen können.“ Ohnehin lobte Heynckes, der wie sein Assistent Peter Hermann eine Vergangenheit bei Bayer 04 hat, die Arbeit unterm Bayer-Kreuz: „Leverkusen hat eine sehr gut zusammengestellte Mannschaft, die als Team auch überzeugt. Sie haben eine gute Mischung zwischen jungen, talentierten und erfahrenen Spielern – sie ergänzen sich sehr gut und sind deswegen auch seit 12 Spieltagen unbesiegt.“
Dass sich am Freitagabend alle Augen nach Leverkusen richten, ist Heiko Herrlich durchaus bewusst: „Das Spiel wird weltweit übertragen. Alle schauen auf uns, hoffen auf uns und wollen, dass die Bundesliga wieder spannender wird.“ Der 46-Jährige weiß allerdings auch, wie hoch die Messlatte hängt: „Bayern München ist der Branchenprimus. Wenn sie ihr bestes Gesicht zeigen, wird es unheimlich schwierig. Wir müssen an die 100 Prozent kommen, auf Fehler hoffen oder sie erzwingen, dann haben wir eine kleine Chance.“
Und die wollen die Schwarz-Roten nutzen. Dabei setzt der Fußballlehrer darauf, dass seine Mannschaft Schwung und Stabilität aus den vergangenen Hinrunden-Spielen mitnehmen kann und dass sie aus dem jüngsten Aufeinandertreffen vor fünf Monaten gelernt hat. „Im Hinspiel hatten wir anfangs viel zu viel Respekt und haben die erste Hälfte ein Stückweit verschlafen. Erst in der zweiten Halbzeit, beim Spielstand von 0:3, haben wir dann versucht, alles rauszuhauen. Diesmal wollen wir von Anfang an den Respekt und die Angst ablegen“, sagte Herrlich. „Ich möchte keine Kampfansage machen, aber wir versuchen immer, unsere Spiele zu Hause erfolgreich zu gestalten. Und ich denke, dass wir mit einer breiten Brust ins dieses Spiel gehen können.“
Da passt es gut ins Bild, dass Heiko Herrlich personell weitgehend aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Vladlen Yurchenko steht nach seiner Fußverletzung noch nicht zur Verfügung. „Es ist ein gutes Gefühl, dass wir diesen Zustand haben“, so Herrlich. Und auch Lars Bender, der in den vergangenen Tagen mit den Symptomen einer Erkältung zu kämpfen hatte, scheint indes laut Herrlich auf einem guten Weg zu sein: „Er konnte trainieren, ich mache mir keine Sorgen, dass er uns morgen zur Verfügung stehen wird.“
Entsprechend wird das Bayer 04-Trainerteam nach dem Abschlusstraining am Donnerstagnachmittag erneut vor der Qual der Wahl stehen, welche Spieler ins Aufgebot für das Bayern-Spiel rücken werden. „Wir haben sehr viele Spieler, die in die ersten Elf drängen. Es wird auch morgen wieder Härtefälle geben“, meinte Herrlich.


Zum dritten Mal überhaupt und erstmals seit 14 Jahren könnte Bayer 04 am Dienstagabend, 17. März (Anstoß: 21 Uhr deutscher Zeit/20 Uhr Ortszeit), wieder ins Viertelfinale der UEFA Champions League einziehen. Dafür benötigt die Werkself beim FC Arsenal nicht nur eine ähnlich starke Leistung wie im Hinspiel, sondern auch vollste Konzentration bis zur letzten Minute: Der Premier-League-Tabellenführer schlägt – wie schon in der BayArena – häufig erst in den Schlussminuten zu. Die Kurzpässe.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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In den vergangenen beiden Spielen haben sie es gemacht wie „Laterkusen“ in der Doublesaison 2023/24: Spät, aber eben nicht zu spät erzielten die Gunners noch ganz wichtige Treffer – erst im Achtelfinal-Hinspiel der UEFA Champions League bei Bayer 04, dann am zurückliegenden Wochenende auch in der Premier League gegen den FC Everton. An diesem Dienstag, 17. März (Anstoß: 21 Uhr deutscher Zeit/live bei Amazon Prime und im Werkself-Radio), empfängt der FC Arsenal die Werkself in London. Das Gegner-Update.
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Eine besondere Auszeichnung für ein besonderes soziales Engagement: Bei der diesjährigen Verleihung der Sepp-Herberger-Awards am Montagabend in der Autostadt in Wolfsburg hat die DFB-Stiftung Sepp Herberger Bayer 04 in der Kategorie Resozialisierung ausgezeichnet. Der Fußball-Bundesligist erhielt den mit 12.000 Euro dotierten Preis für sein großes Engagement für Inhaftierte, vor allem in der JVA Wuppertal-Ronsdorf.
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