
Jona, Hand aufs Herz: Wie groß war die Erleichterung nach dem Sieg in Gladbach – und der damit verbundenen Hoffnung, den berühmten Bock endlich umgestoßen zu haben?
Die war natürlich sehr groß. Wir haben uns sehr darüber gefreut, nach dieser schwierigen Phase gegen einen personell so gut besetzten Gegner drei Punkte geholt zu haben. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Spielen an den guten Auftritt anknüpfen können. Es geht darum, auf die gute Leistung aufzubauen.
Du selbst warst wesentlich beteiligt, hast einen gefährlichen Gladbacher Abschlussversuch in höchster Not entscheidend gebremst und den Ballgewinn vor dem Siegtreffer von Patrik Schick verbucht. Glückwunsch zu einer ganz starken Leistung!
Danke. Es ist immer ein gutes Gefühl, wenn man zum Erfolg der Mannschaft beitragen kann. Natürlich versuchen wir das alle in jedem Spiel. Diesmal ist es mir gelungen. Es kann gerne so weitergehen.
Ihr kommt aus einer schwierigen Phase mit wenig Ertrag an Punkten und Erfolgen. Mit dem Duell gegen Bielefeld beginnt der Endspurt in der Bundesliga, zehn Spiele stehen noch an. Jetzt gilt es...
Eigentlich galt das schon die ganze Zeit. Auch wenn wir nicht so viele Punkte gesammelt haben, haben wir uns als Mannschaft vorgenommen, im letzten Saison-Drittel nochmal alles rauszuholen und so viele Punkte wie möglich einzufahren. Es sind noch zehn Begegnungen – und wir wollen möglichst jedes Spiel gewinnen. Dazu brauchen wir dieselbe grundsätzliche Herangehensweise wie gegen Gladbach.
Dann kommen wir gleich zu nächsten Aufgabe: Bielefeld kämpft als Aufsteiger mit einem neuen Trainer um den Klassenerhalt. Wie schätzt du den Gegner ein, was für eine Partie erwartest du?
Es wird ein hartes Spiel. Wir müssen dieselbe Leidenschaft, denselben Mut und dieselbe Geschlossenheit an den Tag legen wie gegen Gladbach. Die Bielefelder werden sehr körperlich spielen und so versuchen, uns Probleme zu bereiten. Erst einmal gilt es also, den Kampf anzunehmen. Bekommen wir das hin, wird am Ende unsere vorhandene fußballerische Qualität den Ausschlag geben. Dann werden wir gewinnen.
Du bist in deiner sechsten Saison bei Bayer 04, einer der Erfahrenen in der Truppe und bringst alles mit, um ein Führungsspieler zu sein. Wie kannst du Einfluss nehmen, etwa bei den Jungs, die im Januar neu dazugekommen sind?
Natürlich geht es erst einmal darum, die Spieler menschlich zu integrieren. Den Jungs die Werte zu vermitteln, die wir in der Mannschaft haben. Bisher habe ich den Eindruck, dass wir auf einem guten Weg sind. Sie fühlen sich sehr wohl und haben verstanden, was uns als Mannschaft wichtig ist. Das passt. Natürlich ist es auch entscheidend, dass wir ihnen auf dem Platz helfen. Dazu gehört, viel zu kommunizieren. Sie sollen das Gefühl bekommen, dass sie dazugehören. Das scheint schon gut geklappt zu haben. Jeder einzelne, der dazugestoßen ist, fühlt sich wohl. Das ist eine Grundvoraussetzung, um gute Leistungen auf dem Platz bringen zu können.
Das Interview ist dem BayArena Aktuell zum Bundesliga-Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld am Sonntag, 14. März (Anstoß: 13.30 Uhr/live auf DAZN und im Werks11 Radio), entnommen. HIER geht's zum kostenlosen Online-Blätterkatalog.

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