
Dem BVB in seiner heimatlichen Festung zu begegnen, gehört definitiv zu den ambitioniertesten Aufgaben einer Saison. Seit 31 Bundesligaspielen hat die Borussia im Signal-Iduna-Park nicht mehr verloren und verbuchte dabei die überragende Bilanz von 25 Siegen und sechs Unentschieden. Die Werkself ist also im Bilde, was da am Samstagnachmittag um 15.30 Uhr vor 80.000 Fans gegen die Hochgeschwindigkeitsdribbler Aubameyang, Reus und Dembélé auf sie zukommt. „Wir müssen von Anfang an hellwach sein und ganz anders auftreten als zuletzt gegen Mainz. Die Dortmunder sind in einer sehr guten Verfassung“, sagt Bayer 04-Sportchef Rudi Völler.
Auch Roger Schmidt weiß natürlich nur zu gut, welch enorme Hürde auf die Seinen wartet im Vergleich mit dem BVB, der seine beiden vergangenen Bundesliga-Duelle gegen Wolfsburg und in Freiburg jeweils mit einem 3:0-Erfolg beendete und den Kasten des Gegners dabei mit 24 bzw. 27 Torschüssen gewaltig unter Beschuss nahm. „Die Aufgabe wird sehr schwierig, Dortmund hat große defensive Stabilität und unglaublich schnelle und gefährliche Spieler in der Offensive. Da benötigen wir große Geschlossenheit, hohe taktische Disziplin und Laufbereitschaft“, sagte der Chefcoach auf der Spieltags-Pressekonferenz am Mittag im Mediencenter der BayArena.
Schmidt nahm auch noch mal ausführlich zur unzureichenden Vorstellung am vergangenen Samstag Stellung. „Wir müssen in Dortmund ein völlig anderes Bild auf dem Platz abgeben als gegen Mainz, wo unsere Leistung nicht akzeptabel war. Wir brauchen in dieser Situation noch mehr zuverlässige Spieler, die sich zu hundert Prozent in den Dienst der Mannschaft stellen. Das ist die Aufgabe, der wir uns hier zu stellen haben, und da ist jeder einzelne in der Pflicht. Wir müssen die 90 Minuten so gestalten, dass bei uns am Ende kein einziger Tropfen Benzin mehr im Tank ist“, betonte der Fußball-Lehrer.
Wie dem BVB beizukommen ist, hat Bayer 04 im Hinspiel eindrucksvoll gezeigt. Da gönnten die Leverkusener den Dortmundern nicht das Schwarze unter dem Fingernagel, zogen der Borussia mit enorm konsequenter Zweikampfführung den Zahn und behaupteten sich in der BayArena mit 2:0 nach Treffern von Admir Mehmedi und Chicharito – es war der wohl überzeugendste Bundesliga-Auftritt der Werkself in dieser Spielzeit. Und ein weiterer Blick zurück dürfte den Schwarz-Roten ebenfalls durchaus Mut machen: Zwei der vergangenen drei Vergleiche in Dortmund hat Bayer 04 für sich entschieden (1:0 und 2:0).
Bayer 04 kann in Dortmund wieder auf Linksverteidiger Wendell zurückgreifen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Somit fehlen Roger Schmidt lediglich der verletzte Jonathan Tah und der für den Rest der Saison gesperrte Hakan Calhanoglu.


Showdown zum Saisonabschluss: Die U19 von Bayer 04 trifft am Mittwoch, 27. Mai (Anstoß: 19 Uhr/Stadionöffnung: 17 Uhr), im Finale des FVM-Verbandspokals auf den FC Viktoria Köln – und kann die Spielzeit 2025/26 so mit einem Titel beenden. Tickets für die Partie im Aggerstadion in Troisdorf sind ab sofort online sowie am Spieltag an der Tageskasse erhältlich.
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Kristin Kögel und Friederike Repohl haben die Entwicklung der Bayer 04-Frauen in den vergangenen Jahren geprägt wie kaum andere Spielerinnen. Nun wechselt Mittelfeldspielerin Kögel nach sechs Jahren in Leverkusen zu Racing Straßburg nach Frankreich, während Torhüterin und Kapitänin Repohl, die fünf Jahre unterm Kreuz spielte, ihre Karriere beendet. Im großen Werkself-TV-Interview zum Abschied sprechen die beiden unter anderem über ihre schönsten Erinnerungen an die Zeit bei Bayer 04, Meilensteine mit der Werkself und ihre Wünsche für die Zukunft.
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Der Kader der Bayer 04-Frauen für die kommende Saison nimmt weiter Form an: Von der Zweitvertretung von Eintracht Frankfurt, die in der 2. Frauen-Bundesliga beheimatet ist, wechselt die 19 Jahre alte Innenverteidigerin Emily Wallrabenstein nach Leverkusen. Hier hat sie einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028 unterschrieben.
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