
„Der Druck auf Bayer 04 Leverkusen und Trainer Heiko Herrlich wächst. Bei dem zuvor noch tor- und punktlosen FSV Mainz 05 kassierte die Werkself eine 1:3 (1:1)-Niederlage. Mit nur einem Punkt aus den ersten drei Partien haben die Leverkusener Champions-League-Ambitionen damit einen herben Dämpfer erlitten“, kommentiert die Online-Ausgabe der Rheinischen Post. Der Redakteur sah den Grund in der Niederlage schon in der ersten Halbzeit: „Kevin Volland hatte kurz nach der Führung das 2:0 auf dem Fuß, wurde aber in letzter Sekunde vom Mainzer Latza per Grätsche am Abschluss gehindert. Bayer 04 wirkte fortan spielfreudiger als die Hausherren, konnte sich bis zum Seitenwechsel jedoch keine weitere klare Torchance herausspielen.“
Von zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten schreibt der Berichterstatter vom EXPRESS: „Dabei sah nach der Führung von Dominik Kohr alles so gut aus. Bayer wirkte spielfreudig, spritzig und erspielte sich in der ersten Halbzeit Chancen. Volland hätte kurz nach dem 1:0 erhöhen müssen, doch er vertändelte vor dem Tor den Ball. „Es ist eine Phase, da ist bei mir der Wurm drin“, sagte er später. Statt der 2:0-Führung kam Bayer dann ins Wanken. Kurz vor dem Halbzeitpfiff stand nämlich plötzlich Yoshinori Muto völlig frei und knallte den Ball per Seitfallzieher in den Bayer-Kasten. Die kalte Dusche vor der Pause. Volland: „Wir sind dann aus der Kabine rausgekommen und haben gedacht, dass es so weiterläuft, wie in der ersten Halbzeit.“ Doch der Ausgleichstreffer verlieh Mainz Flügel. Erst traf Abdou Diallo (57.) nach einem Freistoß – Keeper Bernd Leno sah dabei nicht gut aus. Dann erhöhte Suat Serdar auf 3:1 (71.). Bayer am Boden.“
In der BILD am Sonntag wird Heiko Herrlich deutlich: „Wir stehen schon mit dem Rücken zur Wand.“ Und Sportdirektor Rudi Völler wird wie folgt zitiert: „Ein Punkt nach drei Spielen ist zu wenig. Wir kriegen einfach zu leicht Gegentore. Nur mit Zaubern geht es nicht.“ Ähnlich sieht es auch der Cheftrainer: „Wir haben viel Qualität im Kader, aber dazu gehört auch Mentalität.“
Der Tagesspiegel sah in dem überraschenden Ausgleich einen Grund für die Niederlage der Werkself in Mainz: „Dabei hatte Bayer gut begonnen und war durch Dominik Kohr in Führung gegangen. Bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatten die Gäste das Spiel fast vollkommen unter ihre Kontrolle gebracht, doch Yoshinori Muto gelang in der Nachspielzeit praktisch aus dem Nichts der Ausgleich. Nach der Pause Waren es dann die Mainzer, die das Spiel bestimmten.“
Ähnlich sieht es der Berliner Kurier: „Die Führung durch Kohr brachte Bayer keine wirkliche Sicherheit. Optisch überlegen, versäumten sie es nachzulegen. Und so kam die kalte Dusche kurz vor der Pause.“

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