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15.06.2020Bundesliga

Presseschau: „Jetzt alle Trümpfe selbst in der Hand“

Nach dem 1:1-Unentschieden auf Schalke rücken in den Medien zwei Aspekte in den Vordergrund: die überschaubare Leistung der Werkself gegen kampfstarke Knappen und die vielleicht schon entscheidend verbesserte Ausgangslage in der Tabelle.
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Die Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich in erster Linie mit den Schalkern und bescheinigt ihnen „starken Kampf und die beste Leistung seit dem Neustart“. Zu den Leverkusenern ist zu lesen: „Bayer schien aus der personellen Not des Gegners abzuleiten, dass man diesmal auch mit etwas weniger Mühe zum Erfolg kommen könnte. (…) Zumindest Peter Bosz war von Beginn an auf Betriebstemperatur – er bekam sofort mit, dass seine Spieler nicht die nötige Spannung mitbrachten. Die erste Torchance für Schalke ließ auch nicht lange auf sich warten: Nach einem Fernschuss von Weston McKennie bekam Kutucu die Gelegenheit zum Nachschuss, aber den Ball nicht unter Kontrolle. Das hätte Bayer eine Warnung sein sollen, aber Bayer ließ sich nicht warnen. Zwar übernahm Leverkusen die Mehrheit des Ballbesitzes, aber von Spielkontrolle konnte trotz des Comebacks von Kai Havertz keine Rede sein – wobei Havertz zu den wenigen konstruktiven Kräften gehörte. Mit ihrer Überlegenheit wussten die Leverkusener nichts anzufangen, anstatt den Ball über die Breite des Feldes laufen zu lassen, steuerten sie ihn zielsicher dorthin, wo sich die Schalker zur Gefahrenabwehr versammelten.“

„Als hätten sie Blut getrunken“

Der Kölner Stadt-Anzeiger wertet die abschließende Partie des 31. Spieltags wie folgt: „Das Bild riesiger Betonschüsseln ohne Inhalt gehört mittlerweile zum Alltag des deutschen Sports. Die Fußball-Bundesliga schafft es immerhin, für 90 Minuten plus Nachspielzeit Bilder des sportlichen Wettkampfs zu produzieren. Danach ist innerhalb von Sekunden alles so, als habe nie ein Spiel stattgefunden. Im Fall von Bayer 04 Leverkusen wird das Vergessen am Sonntagabend noch schneller eingesetzt haben als sonst. Der Werksklub hatte als hoher Favorit beim FC Schalke 04 mit größter Mühe ein 1:1 zustande gebracht. Immerhin verhalf dieser Minimalerfolg dem Team von Peter Bosz drei Spieltage vor Schluss auf Platz vier, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt. (…) Bayer 04 stand eine Mannschaft gegenüber, die das bisherige Versagen in der Rückrunde und ihr großes Verletzungspech offenbar in einer einzigen Kraftanstrengung hinter sich lassen wollte. Die zuvor zwölf Spiele sieglosen Schalke-Profis begannen die Partie, als hätten sie Blut getrunken.“

„Junge Schalker mit großem Kampfgeist“, titelt der Kicker und kommt zu diesem Fazit: „Schalke hätte wegen des großen Kampfes den Sieg verdient gehabt, doch aufgrund der zweiten Hälfte hat sich Bayer letztlich das Remis korrekt erarbeitet.“

Trotz einer mäßigen Leistung attestiert die Bild-Zeitung den Leverkusenern: „Jetzt haben sie alle Trümpfe im Kampf um die Champions League selbst in der Hand.“

„Alle Experten einig: kein Handelfmeter“

 

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Keine Chance für den Keeper: Lukas Hradecky muss den fragwürdigen Strafstoß von Caligiuri passieren lassen.

Der Kölner Express schildert derweil den höchst strittigen Schalker Führungstreffer: „Bayer-Verteidiger Edmond Tapsoba berührte den Ball beim Kopfballversuch vor dem mit dem Knie heranfliegenden Juan Miranda mit der Hand. Wohl keiner im Stadion hatte es gesehen, doch der Kölner Keller schaltete sich ein. Schiri Daniel Siebert ging zum Monitor – und entschied auf Elfer. Daniel Caligiuri verwandelte eiskalt zum 1:0. ,Ich freue mich, dass das Glück mal auf unserer Seite war. Wenn der Video-Assistent sich meldet, gehe ich davon aus, dass es Hand war', sagte Schalke-Coach David Wagner (48). Doch eigentlich alle Experten waren sich einig, dass dieses ,Hand' nicht ahndungswürdig sein darf, selbst ,mit Schalker Herz', sagte etwa Ex-S04-Coach Mirko Slomka (52) bei Sky 90.“

Die Rheinische Post schreibt: „So besorgniserregend die Situation bei S04 derzeit ist, so aussichtsreich ist sie beim Werksklub. Der steht nicht nur zum ersten Mal seit 2009 wieder im Endspiel um den DFB-Pokal, sondern hat im Kampf um die erneute Qualifikation für die Champions League weiter gute Chancen. In Gelsenkirchen tat sich die Werkself allerdings von der ersten Minute an schwer. Kai Havertz, der nach überstandenen Knieproblemen in die Startelf zurückgekehrt war, blieb wirkungslos. Und auch sonst wirkte das Team von Trainer Peter Bosz merkwürdig verkrampft. (…) Für Bayer 04 könnte der Punktgewinn in der Endabrechnung noch Gold wert sein. Denn durch die Niederlage der Konkurrenz aus Gladbach am Tag zuvor in München steht Leverkusen nun wieder auf dem ersehnten vierten Platz. In der Schlussminute hielt Lukas Hradecky den Punkt mit einer Glanzparade gegen Michael Gregoritsch fest.“

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung kommt zu diesem Schluss: „Bayer-Trainer Peter Bosz hatte keine Ahnung, was auf seine Mannschaft zukommen würde: ,Wir wussten, dass Schalke über Zweikämpfe kommt – aber nicht, mit welchem System und mit welchen Spielern.' Diese Überraschung war den Leverkusenern vor allem in der ersten Halbzeit anzumerken. Sie merkten, dass sie nicht ihren besten Tag erwischt hatten, sie kamen nicht klar mit den aggressiv aufspielenden Schalkern, die kaum wiederzuerkennen waren – und das in dieser Besetzung. Angetrieben vom Trainerteam und auch von verletzten Spielern wie Benjamin Stambouli auf der Tribüne stürzten sie sich in Zweikämpfe, als ginge es um alles.“

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