
Kai, die wichtigste Frage vorweg: Was für eine Klausur hast du geschrieben und wie ist es gelaufen?
Havertz: Ich habe am Dienstag eine vierstündige Vorabi-Klausur in Geographie geschrieben, und das Gefühl ist eigentlich ganz gut, es müsste alles geklappt haben.
Wie ist denn der weitere Fahrplan zum Abi in den nächsten Wochen?
Havertz: Mit dem Vorabi bin ich jetzt komplett durch, jetzt geht es in einem Monat an den Endspurt und die richtigen Abi-Prüfungen. Ich habe Deutsch und Sport als Leistungskurse, Geographie als drittes Fach und Mathe mündlich.
Bayer 04 verfolgt in der Nachwuchsarbeit seit langem das duale Konzept, das auch die berufliche bzw. schulische Ausbildung der Talente nicht vernachlässigt. Wer hat die Entscheidung getroffen, dass du dich in dieser Woche nur auf die Schule konzentrierst?
Havertz: Das ging vom Trainer aus und war auch völlig okay für mich, weil ich wusste, dass ich mich noch ein bisschen vorbereiten musste. Ich wäre sonst ja auch für drei Tage raus gewesen, insofern passte das schon. Auch wenn ich natürlich gern mal im Vicente Calderón gespielt hätte.
Wie hast du die Doppelbelastung Schule und Profifußball überhaupt empfunden in letzter Zeit?
Havertz: Das war schon nicht ohne in letzter Zeit, es gab einige Phasen, wo es richtig stressig war und beide Sachen meine vollste Konzentration erfordert haben. Die Anstrengung ist schon enorm, manchmal ist es nicht leicht für den Kopf. Aber das Ende ist ja nun auch bald absehbar, dann kann ich mich ausschließlich mit meinen Aufgaben als Profi beschäftigen. Und ich bin dem Verein sehr dankbar, dass ich Fußball und Schule unter einen Hut bringen konnte. Das war meinen Eltern, aber auch mir wichtig.
Wo hast du das Spiel deiner Kollegen geschaut und wie schätzt du die Leistung ein?
Havertz: Ich hab' mir das Spiel zu Hause in Leverkusen angeguckt, und ich finde, dass die Jungs ein richtig gutes Spiel gemacht haben. Auch wenn natürlich noch nicht alles optimal gelaufen ist, war das ein Schritt in die richtige Richtung.
Kann die Werkself am Samstag in Hoffenheim wieder mit dir rechnen?
Havertz: Zumindest stehen ja am Wochenende keine weiteren schulischen Verpflichtungen an. Aber das muss der Trainer entscheiden, ob er am Samstag auf mich baut und in den Kader beruft. Ich wäre auf jeden Fall bereit.


Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Julian Schuster und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim SC Freiburg im Rahmen des 25. Bundesliga-Spieltag re-live...

Ein sportlich dürftiger Auftritt, dafür aber ein lang ersehntes Comeback: Die Bayer 04-Frauen haben in der Länderspielpause eine überraschende Testspiel-Niederlage kassiert. Beim aufstrebenden Regionalligisten Borussia Dortmund verlor die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold am Samstagnachmittag 0:1 (0:1). Vor 452 Zuschauern im Stadion Rote Erde ließ die Werkself vor allem offensiv vieles vermissen. Die schönste Nachricht des Tages war das Comeback von Shen Menglu, die nach fast einem Jahr verletzungsbedingter Pause wieder auf dem Rasen stand.
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Am 5. Spieltag in der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga erkämpfte sich die U19 von Bayer 04 ein 1:1 beim Nachwuchs des 1. FC Union Berlin. Die Gastgeber waren in der 80. Minute in Führung gegangen. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Leverkusener bereits in Unterzahl, weil Ben Hawighorst die Gelb-Rote Karte gesehen hatte. Die dezimierten Gäste kamen aber in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch den kurz zuvor eingewechselten Andrii Hamzyk noch zum verdienten 1:1-Ausgleich.
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Durch die Niederlage bei Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende steht der SC Freiburg zwei Plätze und zehn Punkte hinter Bayer 04. So durchwachsen die Bilanz des Sport-Clubs in der Fremde ist, so stark präsentiert sich das Team von Trainer Julian Schuster zu Hause, wo sie 24 ihrer 33 Punkte holten. Ein möglicher Weg, um den SCF mit einem Auswärtssieg auf Abstand zu halten, könnte für die Leverkusener über die Lufthoheit führen: Kein Team ist so anfällig für Kopfball-Gegentore wie die Breisgauer – und bei der Werkself wissen einige, wie man das ausnutzen könnte. Die Kurzpässe.
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