
Nicht einmal 24 Stunden nach dem Champions-League-Auftaktspiel beim FC Kopenhagen (2:2) richtete sich der Blick im Pressekonferenzraum in Leverkusen bereits in Richtung der nächsten Aufgabe. Kasper Hjulmand sagte über seine erste Englische Woche in Diensten von Bayer 04: „Es ist jetzt das dritte Spiel zusammen. Aber natürlich sind viele Spieler sehr erfahren, was diesen Rhythmus betrifft. Und am Ende ist es auch ein absolutes Privileg, Englische Wochen und damit internationale Spiele zu haben.“
Hjulmand, der die Moral seines Teams vom Vorabend in Kopenhagen nach zweimaligem Rückstand hervorhob („Das gibt uns ein gutes Gefühl für die Zukunft“), sieht im Hinblick auf Sonntag eine tückische Aufgabe auf die Werkself zukommen. Denn: Borussia Mönchengladbach trennte sich in dieser Woche von Cheftrainer Gerardo Seoane, auf den Ex-Bayer 04-Coach folgt am Niederrhein vorerst U23-Trainer Eugen Polanski. Hjulmand: „Natürlich ist es ein Stück weit unberechenbarer, wenn der Trainer neu ist. Sicher ist, dass sie mit sehr viel Energie ins Spiel gehen werden und eine Reaktion zeigen wollen. Darauf müssen und werden wir aber vorbereitet sein.“ Der Däne sieht in den Fohlen „eine super Mannschaft mit guten Spielern, die viel Qualität mitbringen“.
Personell muss Hjulmand weiterhin auf Martin Terrier und Exequiel Palacios sowie die gesperrten Robert Andrich und Ezequiel Fernández verzichten. Über die möglichen Optionen neben Aleix Garcia für die Doppel-Sechs sagte der 53-Jährige: „Ob Malik Tillman, Axel Tape, Lucas Vázquez oder auch Ibo Maza: Wir haben gute Möglichkeiten, die verschiedene Qualitäten mitbringen.“
Bezogen auf Nathan Tella, der im Duell gegen Eintracht Frankfurt (3:1) am vergangenen Freitag einen Schlag abbekommen hatte, erklärte Hjulmand: „Bei ihm müssen wir die Einheiten heute und morgen abwarten, grundsätzlich sind wir aber positiv, was Sonntag angeht.“
Angesprochen auf den nächsten direkten Freistoß-Treffer von Alejandro Grimaldo, den dritten innerhalb von zwei Partien, sagte Hjulmand voll des Lobes: „Alejandro hat diese Gabe, diesen Topspin. Das ist Spitzenklasse in Europa, schlichtweg Weltklasse.“
Ein weiteres Thema auf der Pressekonferenz am Freitagmittag: das Kapitänsamt. Hjulmand dazu: „Ich hatte ein grundsätzliches Meeting mit dem Mannschaftsrat. Und wie ich schon erklärt habe, ist Leadership für mich ein Teamsport. Ich sehe Führung im Team, auf mehrere Spieler verteilt.“ Am Sonntag im rheinischen Duell gegen Mönchengladbach, so viel verriet Hjulmand bereits, werde Grimaldo die Werkself als Kapitän aufs Feld führen.

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
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Gegründet 1996 von jungen Männern, gibt es unter den 18 offiziellen Mitgliedern der Djangos inzwischen vier Frauen. Auch der Nachwuchs ist häufig mit dabei in der BayArena.
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Nach zuletzt sechs Siegen aus sieben Spielen will die Werkself ihre Erfolgsserie in der Hauptstadt beim 1. FC Union Berlin fortsetzen. Trainer Kasper Hjulmand sprach im Vorfeld der Partie am Samstag, 21. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr) über das Defensivpersonal, die kurze Vorbereitungszeit und die Platzverhältnisse im Stadion An der Alten Försterei.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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