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14.10.2021Bundesliga

Gegner-Check: Weltklasse-Team mit kleinem Fragezeichen

Der Meister zu Gast zum Gipfeltreffen: Nach der Länderspielpause empfängt die Werkself am kommenden Sonntag, 17. Oktober (Anstoß: 15.30 Uhr), als Tabellenzweiter den punktgleichen Spitzenreiter FC Bayern. Wie ist die Lage bei den Münchnern vor dem Kracher in der BayArena? Der Gegner-Check.
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Position

In die Länderspielpause ging es dann doch mit einem kleinen Dämpfer. Nachdem die Auftaktphase der Saison dem FC Bayern glänzend gelungen war, setzte es am vergangenen Spieltag eine 1:2-Heimniederlage gegen Eintracht Frankfurt. Für Coach Julian Nagelsmann war es das erste verlorene Spiel als Bayern-Trainer nach zuvor neun Pflichtspielsiegen in Folge und einem Unentschieden zum Start gegen Borussia Mönchengladbach. „Ich fand das Spiel jetzt nicht großartig anders als die Spiele in den letzten Wochen“, fand Nagelsmann nach dem Frankfurt-Spiel, in dem sein Team am herausragenden Eintracht-Keeper Kevin Trapp verzweifelt war. „Nur das Ergebnis ist ein anderes.“ Ein Resultat, das dazu führt, dass der Serienmeister Gesellschaft bekommen hat an der Spitze der Bundesliga – und zwar von Bayer 04, das nun nach Punkten gleichauf mit dem FC Bayern liegt. Insgesamt aber läuft es bis dato hervorragend für Nagelsmann und seinen Mannen in Minga. In der Champions League etwa wies das Team den FC Barcelona klar mit 3:0 in die Schranken und brannte auch beim 5:0 gegen Dynamo Kiew ein Offensiv-Feuerwerk ab. Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gewann der Rekordmeister gegen den Bremer SV mehr als standesgemäß mit 12:0.

Personal

Von großen Verletzungssorgen ist der FC Bayern bislang verschont geblieben, ein kleines personelles Fragezeichen zeichnet sich momentan auf der Rechtsverteidigerposition ab. Dort muss die Stammbesetzung Benjamin Pavard nach einer Roten Karte im Spiel in Fürth gegen die Werkself noch gesperrt aussetzen. Gegen Frankfurt besetzte Nagelsmann die Position daher mit Innenverteidiger Niklas Süle. Möglich aber auch, dass in Leverkusen Josip Stanisic den Vorzug erhält. Das Eigengewächs kam zuvor in jedem Bundesliga-Spiel zum Einsatz, spielte dreimal von Beginn an und erhielt durchweg gute Kritiken. Bouna Sarr bleiben wohl nur Außenseiterchancen.

Abgesehen von Pavard wird nur Ersatzkeeper Sven Ulreich mit einem Innenbandanriss im Knie sicher nicht zur Verfügung stehen. Die beiden Franzosen Corentin Tolisso (Wadenprobleme) und Kingsley Coman (Eingriff am Herzen) mussten zuletzt jeweils aussetzen, Nagelsmann hatte aber bereits die Hoffnung geäußert, dass beide Spieler in Leverkusen wieder zur Verfügung stehen. Zumindest bei Coman scheint das auch realistisch, der schnelle Offensivspieler trainierte bereits gegen Ende vergangener Woche wieder mit der Mannschaft. Coman wäre demnach eine Option für eine der beiden offensiven Außenpositionen. Dort hatten sich Leroy Sané und Serge Gnabry aber zuletzt jeweils formstark präsentiert – gut möglich, dass Coman zunächst die Joker-Rolle einnehmen wird.

Prunkstück

Der gesamte Kader ist von vorne bis hinten mit Weltklassespielern bestückt. Ein einzelner besonders starker Mannschaftsteil ist kaum auszumachen – ebenso wenig wie eine klare Schwachstelle. Ein Augenmerk muss jede gegnerische Mannschaft naturgemäß auf den aktuellen Weltfußballer legen. Robert Lewandowski trifft auch in dieser Saison nach Belieben, aktuell 13 Tore in 10 Pflichtspielen stehen für ihn zu Buche, der Pole führt damit naturgemäß auch die stärkste Offensive der Bundesliga an. Das Team spielt sich die meisten Großchancen heraus, gibt die meisten Torschüsse ab und hat – wenig überraschend – auch die meisten Treffer erzielt.

Probleme

Bis zum Frankfurt-Spiel lief eigentlich alles wie geschmiert beim FC Bayern – dort kristallisierten sich dann zwei kleinere Problemstellungen der laufenden Saison heraus, die letztlich auch zur Niederlage führten. So könnte die beste Offensive der Liga noch mehr Tore schießen, wenn sie über eine höhere Effektivität verfügen würde. In Frankfurt reichte eine ganze Reihe an Top-Chancen nicht, um mehr als ein Tor zu erzielen. „Wenn wir unsere Chancen nutzen, kann es auch 3:1 oder 4:1 ausgehen“, fand etwa Thomas Müller. Auch die prozentuale Großchancenverwertung von 63 Prozent bedeutet nur einen Platz im Liga-Mittelfeld. In der Defensive fehlt den Bayern bislang noch die Lufthoheit. Das zwischenzeitliche 1:1 gegen Frankfurt durch Martin Hinteregger war bereits das dritte Kopfballgegentor nach sieben Spieltagen – für die Ansprüche eines FC Bayern zu viel.

Prognose

Wie in der Vergangenheit führt der Weg zur Meisterschaft nur über den FC Bayern. Mit Julian Nagelsmann hat der Verein einen hervorragenden Trainer gefunden, der die Erfolgsgeschichte von Hansi Flick nahtlos fortschreiben kann. Der Kader genügt allerhöchsten Ansprüchen – und wenn das Team von einer Verletzungsmisere verschont bleibt, dann hat der FC Bayern die besten Chancen, die zehnte Meisterschaft in Folge einzufahren. Auch in der Champions League gehört der deutsche Branchenprimus wieder zum engsten Favoritenkreis. Hier wird es für die Bayern darauf ankommen, die Topform bis in den Frühling konservieren zu können.

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