„Auch bei mir ist die Vorfreude schon da“, gab der Cheftrainer der Werkself vor dem Duell gegen seinen Ex-Verein zu. Und dieses Mal soll es besser laufen als beim letzten Auftritt von Bayer 04 im Dortmunder Signal-Iduna-Park, in der Rückrunde der vergangenen Saison: Als die Schwarz-Roten trotz deutlich höherer Spielanteile samt Chancenplus mit einer unglücklichen 2:3-Niederlage im Gepäck auf die Heimreise gehen mussten. „Wir haben gut gespielt, aber trotzdem hat der BVB am Ende gewonnen. Und im Fußball geht’s immer ums Gewinnen“, musste der Niederländer eingestehen. Nun soll es, nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gegen die Schwarz-Gelben, im 04. Anlauf endlich wieder klappen.
Von einer möglichen Unruhe, die in Dortmund nach der jüngsten Niederlage in Liga gegen Aufsteiger Union Berlin (1:3) herrschen könnte, will sich der 55-Jährige nicht täuschen lassen. Stattdessen will sich Bosz ganz auf sich selbst konzentrieren: „Mir ist es nicht so wichtig, ob der BVB jetzt mehr Druck haben könnte. Ich bin immer fokussiert auf meine eigene Mannschaft – die Aufstellung, wie wir trainieren oder wie wir die Gegner bespielen wollen. Eventualitäten sind nicht interessant für mich.“
Personell kann er wohl weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Nach der Länderspielpause wusste er am Freitagmittag noch nicht, wie die Nationalspieler nach ihren jeweiligen Reisestrapazen die gestrige Einheit verkraftet haben. „Nach dem Abschlusstraining später, werde ich entscheiden, wie es personell aussieht“, sagte Bosz, der gegen den BVB wohl einzig Joel Pohjanpalo (Trainingsrückstand) verzichten muss. Das Geburtstagskind des heutigen Tages ist nach seiner hartnäckigen Fuß-Verletzung aber seit dieser Woche immerhin wieder im Mannschaftstraining. Sven Bender, der bei der Einheit am am Dienstag eine Schulter-Verletzung erlitten hatte, habe am gestrigen Donnerstag ebenfalls wieder mittrainiert und dürfte für das morgige Duell zur Verfügung stehen, so Bosz.
In Dortmund treffen morgen die beiden Teams aufeinander, die bislang in dieser Saison die größten Ballbesitz-Anteile verzeichnen. Während die Werkself auf 72 Prozent kommt, liegt der BVB bei 75 Prozent. Inwiefern das Spiel jedoch ein offener Schlagabtausch werden könnte, hielt sich Bosz bedeckt: „Wir wollen immer unser eigenes Spiel spielen, ob zu Hause und auswärts.“
Die letzten Infos zum Spiel
Stadion: Signal-Iduna-Park (81.365 Plätze)
Jüngste Ergebnisse: 2:4 (H), 2:3 (A)
Vorhergesagtes Wetter: 21 Grad, überwiegend sonnig
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)
Live im TV bei: Sky Sport


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