
Im Sprachgebrauch wird für die Mannschaft des kommenden Gegners oft auch die Bezeichnung „Fohlenelf“ verwendet. Diesen Spitznamen bekamen die Gladbacher während ihrer glorreichen Zeit in den 1970er Jahren wegen des jungen Durchschnittsalters im Team. Dass auch bei Bayer 04 auf die Jugend gesetzt wird, ist kein Geheimnis. Im vergangenen Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2:2) betrug das Durchschnittsalter der Startelf gerade einmal 23 Jahre und 339 Tage – nur RB Leipzig begann in der aktuellen Saison mit einer jüngeren Aufstellung. Und: Mit den Einwechslungen von Kai Havertz (18) und Joel Pohjanpalo (23) wurde der Altersschnitt im Laufe des Spiels nochmal verringert!
Fünf Zähler beträgt der Abstand von Bayer 04 zum Rheinrivalen. Die Bilanz der beiden Klubs spricht allerdings für Bayer 04: In den bisherigen 70 Begegnungen im deutschen Fußball-Oberhaus ging die Werkself 25 Mal als Sieger vom Platz, die Fohlenelf gewann 19 Partien. Am häufigsten (26 Mal) endete der sportliche Vergleich jedoch mit der gleichen Anzahl geschossener Tore. Bemerkenswert: Nur von Werder Bremen trennte sich die Werkself häufiger unentschieden (29).
In den vergangenen 13 Bundesliga-Spielen blieb die Werkself nie ohne Treffer. Das ist derzeit die längste Tor-Serie aller Bundesliga-Mannschaften! Ein Ausbau dieser Torwelle würde am Samstag zweifelsfrei die Chancen erhöhen, nach dem Punktgewinn auf Schalke auch vom Niederrhein etwas Zählbares mitzunehmen. Auf mehr Ligaspiele in Serie mit eigenem Torerfolg kamen die Profis von Bayer 04 übrigens zuletzt von Februar bis September 2016 (damals 15 Partien).
Dass die Werkself Fußball spielen kann, hat sie in den vergangenen Spielen gezeigt – 15 Mal durfte die Mannschaft von Heiko Herrlich in der laufenden Bundesliga-Saison einen Treffer bejubeln. Häufiger war das bis dato nur Borussia Dortmund und dem FC Bayern gestattet. Vieles spricht also dafür, dass die Werkself diesen Wert in Mönchengladbach ausbauen kann. Dafür spricht auch, dass Bayer 04 bis auf die 0:3-Auswärtsniederlage im Mai 2015 in 23 der letzten 24 Bundesliga-Duelle gegen die Borussia immer mindestens ein Tor erzielen konnte. Außerdem: Mit insgesamt 130 Treffern traf die Werkself gegen keine Bundesliga-Mannschaft häufiger als gegen Gladbach!
Beim jüngsten 2:2 gegen Wolfsburg wurde er in der 70. Minute für Bayer 04-Kapitän Lars Bender eingewechselt, nun steht Julian Baumgartlinger vor seinem 150. Bundesliga-Spiel. Seit seiner Verpflichtung im Sommer des vergangenen Jahres kam der 29-jähriger Österreicher bislang 25 Mal für die Werkself zum Einsatz. Das Gros seiner Einsätze (124) absolvierte er für Mainz 05.
In Mittelfeldspieler Christoph Kramer und dem zurzeit verletzten Stürmer Josip Drmic befinden sich zwei Akteure mit Werkself-Vergangenheit in den Reihen der Gladbacher. Auch für Heiko Herrlich liegt ein Teil seiner Geschichte beim kommenden Gegner. 1993 wechselte der heutige Bayer 04-Cheftrainer von Leverkusen nach Mönchengladbach, wo er in der Saison 1994/95 (gemeinsam mit Mario Basler) mit 20 Treffern zum Torschützenkönig avancierte und später DFB-Pokalsieger wurde. Insgesamt spielte der Stürmer zwei Jahre für die Borussia und erzielte für sie in 55 Bundesligaspielen 28 Treffer. Als Trainer trifft Herrlich nun zum zweiten Mal auf seinen Ex-Verein: Beim ersten Duell konnte er im Januar 2010, damals in Diensten des VfL Bochum, in der Bundesliga mit 2:1 in Gladbach gewinnen. Am Samstag darf gerne der nächste Sieg folgen - es wäre für Bayer 04 zudem der erste Saisonerfolg in der Fremde!


Beim internationalen Turnier im niederländischen Lunteren landete die U14 von Bayer 04 auf Rang elf, bevor das Team sich tags darauf in der Liga trotz der Doppelbelastung ein 1:1 gegen den SC Preußen Münster erkämpfte. Dank des vierten Sieges hintereinander steht die U13 weiterhin auf Rang drei und hat im Meisterschaftsrennen alle Trümpfe in der Hand. Und die U12-Juniorinnen präsentierten sich ebenfalls in Top-Form und besiegten den Tabellendritten. Das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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Nach ihren letzten 90 Minuten für Bayer 04, gleichbedeutend mit dem letzten Spiel ihrer Karriere, blickt Kapitänin Friederike Repohl emotional zurück. Auch Kristin Kögel, die die Werkself verlassen wird, äußert sich nach dem abschließenden 1:3 gegen den SV Werder Bremen bei Werkself-TV und gibt Einblicke in ihre Gefühlswelt.
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Werkself-TV zeigt die TV-Zusammenfassung der 1:3-Niederlage der Bayer 04-Frauen gegen den SV Werder Bremen am 26. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga 2025/26.
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Die Bayer 04-Frauen haben ihre nach Punkten beste Bundesligasaison der Klub-Historie auf Platz fünf beendet. Am letzten Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold dem SV Werder Bremen 1:3 (0:1). 46 Punkte und 15 Siege sind gegenüber der bisherigen Rekord-Spielzeit 2024/25 eine weitere Verbesserung. Der einzige Treffer von Cornelia Kramer (73.) trotz phasenweise drückender Überlegenheit war im Ulrich-Haberland-Stadion zu wenig. Trotz eines starken Saisonendspurts reichte es für die Werkself am Ende nicht ganz für die Teilnahme an der Europapokal-Qualifikation.
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