
„Die Tabellensituation ist unbedeutend für uns. Im Fußball ist immer alles möglich“, nahm Alonso auf der Pressekonferenz am Freitagmittag gleich vorneweg. Der Spanier sieht in den Darmstädtern eine Mannschaft, die „mit Herz, Kampfgeist und guter Motivation auftritt“. Alonso wird sein Team daher auf ein intensives Duell vorbereiten: „Wir müssen diesen emotionalen Teil im Spiel gut kontrollieren. Ich habe selbst in diesem Stadion gespielt. Es herrscht dort immer eine gute Stimmung. Darmstadt kämpft aktuell hart für den Ligaverbleib. Ich habe großen Respekt vor dem Trainer und dem Willen des Teams.“
Die Werkself, die am Freitagnachmittag noch das Abschlusstraining absolviert, wird sich anschließend auf den Weg nach Darmstadt machen. Gegen die Lilien wieder zu Verfügung stehen Alonso die Afrika-Cup-Rückkehrer Edmond Tapsoba und Amine Adli. Beide waren unter der Woche im Achtelfinale des Turniers ausgeschieden und sind seit Donnerstag zurück in Leverkusen. Ob der Spanier die beiden Werkself-Profis aber schon gegen Darmstadt einsetzt, ließ er offen: „Sie sind gut angekommen und auch fit. Sie kennen solche Situationen. Sie werden heute das erste Mal wieder mit trainieren. Für uns ist es sehr schön, dass wir jetzt wieder mehr Möglichkeiten haben.“
Auch bei den übrigen Spielern ließ sich Alonso nicht in die Karten schauen, was einen möglichen Startelfplatz betrifft. Zu Winter-Neuzugang Borja Iglesias erklärte der Cheftrainer: „Er ist fit und ein guter Fußballer mit einer super Motivation. Das ist sehr wichtig für uns.“ Über den mit vier Gelben Karten vorbelasteten Granit Xhaka sagte Alonso: „Wir werden sehen, ob er spielt. Wir haben in jedem Fall genug Spieler, um zu entscheiden. Es sind alle gut vorbereitet.“
Sicher verzichten muss Alonso in Darmstadt allerdings auf den nach wie vor beim Afrika-Cup weilenden Odilon Kossounou sowie die verletzten Victor Boniface, Arthur und Exequiel Palacios. Über den Gesundheitszustand des argentinischen Weltmeisters sagte Alonso: „Es geht ihm schon besser. Wir hoffen auf eine schnelle Erholung, wollen aber das richtige Tempo gehen und nicht voreilig sein. Wir werden Tag für Tag sehen, wie weit er ist. Wir bleiben positiv.“
1.700 Bayer 04-Fans werden die Werkself in Darmstadt unterstützen. Das Kontingent ist damit vollständig ausgeschöpft. Vor Ort wird es keine Gästekasse geben.

Der Name verpflichtet, könnte man meinen. „Haberlands Erben“ – das hört sich nach Traditionspflege an, nach Heimatverbundenheit, Lokalpatriotismus. Und von all dem ist auch etwas drin, in diesem umtriebigen Bayer 04-Fanclub. Einige der Gründungsmitglieder sind in Manfort aufgewachsen, wohnten einen Steinwurf entfernt vom Ulrich-Haberland-Stadion. Katrin Duven zum Beispiel, die 1. Vorsitzende. Schon ihr Vater ging regelmäßig „zum Bayer“. Und mit ihm bald auch seine Tochter.
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Gegründet 1996 von jungen Männern, gibt es unter den 18 offiziellen Mitgliedern der Djangos inzwischen vier Frauen. Auch der Nachwuchs ist häufig mit dabei in der BayArena.
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Nach zuletzt sechs Siegen aus sieben Spielen will die Werkself ihre Erfolgsserie in der Hauptstadt beim 1. FC Union Berlin fortsetzen. Trainer Kasper Hjulmand sprach im Vorfeld der Partie am Samstag, 21. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr) über das Defensivpersonal, die kurze Vorbereitungszeit und die Platzverhältnisse im Stadion An der Alten Försterei.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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