
Im Vergleich zur Gala gegen die Eisernen nahm Cheftrainer Xabi Alonso im Derby drei Veränderungen in seiner Startelf vor: In der Abwehr-Dreierkette übernahm Jonathan Tah den Part von Odilon Kossounou, im zentralen Mittelfeld besetzte Exequiel Palacios den Posten von Kerem Demirbay und auf der linken Offensivposition erhielt Callum Hudson-Odoi den Vorzug vor Nadiem Amiri. Bei den angeschlagenen Patrik Schick und Charles Aránguiz reichte es noch nicht wieder für einen Platz im Kader, dazu fehlten Florian Wirtz, Paulinho, Sardar Azmoun und Daley Sinkgraven.
Im 69. Bundesliga-Duell mit den Kölnern lief Bayer 04 die Hausherren in den ersten Minuten früh an und generierte in der Anfangsphase zunächst mehr Ballbesitz. Die erste Torchance jedoch erspielte sich der Gastgeber, Lukas Hradecky lenkte den Schuss von Adamyan aus zehn Metern aufs kurze Eck über die Latte (7.). Bei der Werkself brachten die ersten Abschlüsse von Jeremie Frimpong (6.) und Adam Hlozek (13.) hingegen noch keine Gefahr. Beide Teams waren spürbar auf Stabilität bedacht und darauf, dem Gegner keine unnötigen Räume zu gewähren. So entwickelte sich in der ersten halben Stunde ein Schlagabtausch zwischen den Strafräumen und ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Schussversuche von Palacios (25.) und Moussa Diaby (27.) waren ebenfalls nicht geeignet, um Schwäbe im Kölner Kasten in Bedrängnis zu bringen.

Der FC hatte jetzt mehr vom Spiel – und ging in Führung. Nach einer Linksflanke von Adamyan ließ Schmitz Keeper Hradecky mit einem sehenswerten Volleyschuss von der Strafraumgrenze ins lange Eck keine Abwehrchance – das 1:0 (30.). Die Werkself hatte in dieser Szene zu luftig verteidigt, der Schütze stand völlig frei und war ohne jeden Gegnerdruck. Die passiven Leverkusener ließen es in dieser Phase an Griffigkeit fehlen und blieben häufig nur zweiter Sieger in den Zweikämpfen. Hradecky entschärfte einen Linksschuss von Kainz ohne Probleme (39.), auf der Gegenseite verfehlte der wuchtige Kopfball von Edmond Tapsoba nach Freistoß von Hudson-Odoi das Gehäuse (45.). Die Halbzeitführung der Kölner ging durchaus in Ordnung.
Auch in Durchgang zwei übernahm Köln gleich wieder das Kommando. Klasse, wie Hradecky den Linksschuss von Hector noch an die Latte lenkte und wenige Sekunden später auch den Versuch von Adamyan aus dem Eck hechtete (49.). Der Abschluss von Maina bereitete dem Finnen da schon weit weniger Probleme (53.). Bayer 04 stand unter Dauerdruck und schaffte es kaum einmal, sich zu befreien. Die Werkself agierte mit Fehlern im Aufbau, und Xabi Alonso reagierte mit einem dreifachen Wechsel: Odilon Kossounou, Nadiem Amiri und Amine Adli kamen für Tah, Palacios und Hlozek (59.). Das zahlte sich rasch aus: Amiri setzte einen Freistoß aus gut 20 Metern zum Ausgleich ins Netz, Schindler hatte den Ball unerreichbar für seinen Keeper Schwäbe abgefälscht (65.).

Fast im Gegenzug Glück für die Werkself, dass Maina aus kurzer Distanz über das Tor schoss (66.). Köln zeigte sich recht unbeeindruckt vom Gegentor – und wurde kalt erwischt von einem Klassekonter der Werkself. Frimpong ging über links auf und davon, ließ im Strafraum auch noch Hector stehen und legte dann umsichtig quer auf Diaby, der den Ball zum Leverkusener 2:1 ins Netz drückte (71.). Binnen sechs Minuten hatte Schwarz-Rot das Geschehen komplett auf den Kopf gestellt.

In der Schlussphase drückte Köln auf den Gleichstand, und die Werkself hatte Glück, dass der Kopfball von Tigges nur an die Latte klatschte (82.). Kurz darauf sah Robert Andrich die Gelbe Karte, eine mit Folgen: Der Mittelfeldspieler fehlt damit am Samstag gegen den VfB Stuttgart gesperrt. Kerem Demirbay kam für Hudson-Odoi in die Partie (85.), Timothy Fosu-Mensah für Frimpong (90.). Es gab vier Minuten Nachspielzeit obendrauf. Aber Bayer 04 verteidigte seinen Vorsprung und brachte den 2:1-Sieg ins Ziel.
Für die Werkself geht es mit dem abschließenden Pflichtspiel im Jahr 2022 weiter: Am Samstag, 12. November, empfängt Bayer 04 den VfB Stuttgart. Anstoß in der BayArena ist um 15.30 Uhr.
Die Statistik:
1. FC Köln: Schwäbe – Schmitz (61. Schindler), Kilian, Soldo, Hector – Skhiri, Martel – Maina (74. Tigges), Huseinbasic, Kainz (74. Thielmann) – Adamyan (80. Duda)
Bayer 04: Hradecky – Tah (59. Kossounou), Tapsoba, Hincapie – Frimpong (90. Fosu-Mensah), Andrich, Palacios (59. Amiri), Bakker – Diaby, Hlozek (59. Adli), Hudson-Odoi (85. Demirbay)
Tore: 1:0 Schmitz (30.), 1:1 Amiri (65.), 1:2 Diaby (71.)
Gelbe Karten: Thielmann – Andrich, Demirbay
Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)
Zuschauer: 50.000 (ausverkauft) im Rheinenergiestadion

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Die Werkself ist am Montagvormittag mit der ersten von drei öffentlichen Einheiten der Woche in die letzte Länderspielpause der laufenden Saison gestartet. Während elf Bayer 04-Profis in den kommenden Tagen für ihre Nationalmannschaften im Einsatz sind, arbeiten die weiteren Akteure gemeinsam in Leverkusen. Die nächste Aufgabe in der Bundesliga wartet am Samstag, 4. April (Anstoß: 15.30 Uhr), zu Hause gegen den VfL Wolfsburg.
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Im Rahmen der „TOGETHER!“-Aktionswochen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des „März gegen Mobbing“ der Aktion Mensch sensibilisierte auch Bayer 04 rund 60 Leverkusener Schülerinnen und Schüler in der BayArena für die Themen Diskriminierung und Rassismus und machte sich für Toleranz sowie Vielfalt stark. Mithilfe des interaktiven Lernkurve-Workshops erfuhren die Teilnehmenden an verschiedenen Stellen des Stadions, wie sie jegliche Form von Diskriminierung erkennen und dagegen vorgehen können. Zu Beginn überraschten die Werkself-Torhüter Janis Blaswich und Niklas Lomb die Jugendlichen, beantworteten deren Fragen zur Thematik und betonten die Bedeutung der Lerninhalte für Fußball und Gesellschaft.
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Mit einem 4:3-Erfolg beim direkten Konkurrenten 1. FSV Mainz 05 hat die U19 die Tabellenführung in Gruppe A von Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga zurückerobert und die Tür zur K.-o.-Runde weit aufgestoßen. Auch die U16 hat ihre Siegesserie fortgesetzt und ist durch das 3:2 bei Spitzenreiter MSV Duisburg auf Rang vier geklettert. Ganz oben steht weiterhin die U15 und verteidigte ihre Tabellenführung mit einem 2:1 beim VfB Waltrop – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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