
Im Vergleich zum 4:1-Auswärtserfolg bei der SpVgg Greuther Fürth veränderte Cheftrainer Gerardo Seoane seine Anfangsformation auf zwei Positionen. Mittelfeldspieler Robert Andrich und Defensiv-Allrounder Piero Hincapie kehrten nach abgesessener Gelb-Sperre zurück in die Startelf. Mitchel Bakker nahm zunächst auf der Bank Platz. Kerem Demirbay fehlte dagegen verletzungsbedingt aufgrund einer Kapselverletzung im Zeh. Darüber hinaus standen die fünf Verletzten Florian Wirtz, Jeremie Frimpong, Amine Adli, Timothy Fosu-Mensah und Karim Bellarabi nicht zur Verfügung.
Die Werkself investierte viel, um von Beginn an die Spielkontrolle an sich zu reißen. Klare Torchancen waren in den ersten zehn Minuten allerdings Mangelware. Nach einem Ballverlust der Gäste im Leverkusener Strafraum schaltete Bayer 04 dann aber über Sardar Azmoun schnell um. Der Iraner schickte Moussa Diaby, der auf dem rechten Flügel Tempo aufnehmen konnte. Nach einer mustergültigen Hereingabe kam Paulinho freistehend aus kurzer Distanz zum Abschluss. Mit etwas Dusel trudelte der Ball zum 1:0 für Bayer 04 über die Torlinie (18.).

Nach der Führung zeigte sich die Werkself vor allem auch ohne den Ball willensstark und mit einer Quote von knapp 60 Prozent gewonnener Zweikämpfe besonders auch kämpferisch stark. Eintracht Frankfurt fand offensiv in den ersten 30 Minuten dagegen überhaupt nicht statt. Zehn Minuten vor der Pause landete der Ball dann erneut im Netz. Wieder lief der Angriff über Azmoun und Diaby, das Spielgerät fand schließlich den Weg zu Patrik Schick, der trocken einnetzte. Allerdings stand Azmoun vor der Hereingabe im Abseits.
Bayer 04 erhöhte weiter den Druck - nach einem erneut stark zu Ende gespielten Konter ließ Andrich das 2:0 liegen. Der Schuss aus 16 Metern ging knapp am linken Pfosten vorbei. Nur zwei Minuten später hatte die Eintracht dann mit ihrer ersten gefährlichen Aktion des Spiels die große Chance, aus dem Nichts auszugleichen. Der Schuss von Jens Hauge aus halblinker Position verfehlte das Tor allerdings um gute zwei Meter.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Werkself das klar spielbestimmende Team. Die Eintracht, bei der Trainer Oliver Glasner bereits zur Halbzeit dreifach wechselte, lief nur hinterher. Wieder im Vorwärtsgang bediente der stark aufspielende Diaby im gegnerischen Strafraum mit einem Zuckerpass Schick. Der Tscheche schob den Ball trocken durch die Beine von Eintrachts Torwart Kevin Trapp (51.). Nachdem der Treffer zunächst aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition aberkannt worden ist, entschied Schiedsrichter Benjamin Cortus nach Rücksprache mit dem Videoschiedsrichter auf Tor.

Bayer 04 ließ auch in der Folge defensiv nichts anbrennen. Die Eintracht, die bereits am kommenden Donnerstag ihr Rückspiel im Halbfinale der UEFA Europa League gegen West Ham United bestreitet, schaltete in den Schongang und machte keine Anstalten, die Partie noch drehen zu wollen. Auf der anderen Seite hatte Azmoun 20 Minuten vor Spielende die große Chance, den Sack zuzumachen. Sein Schuss aus 18 Metern landete jedoch in den Armen von Kevin Trapp (71.).
Die Werkself erhöhte in der Schlussphase noch einmal den Druck und spielte sich eine Möglichkeit nach der anderen heraus. Nach einer Ecke köpfte Jonathan Tah den Ball nur knapp über die Latte (75.). Bayer 04 brachte den Sieg bis zum Ende souverän über die Zeit. Dank der drei Punkte festigt Leverkusen den dritten Tabellenplatz.
Für die Werkself geht es kommenden Samstag, 7. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), bei der TSG 1899 Hoffenheim weiter.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Kossounou, Tah, Tapsoba, Hincapie – Aránguiz (81. Palacios), Andrich - Diaby (88. Sinkgraven), Azmoun (86. Baumgartlinger), Paulinho (81. Bakker) – Schick (86. Alario)
Eintracht Frankfurt: Trapp - Tuta (46. Touré), Hasebe, N’Dicka - Chandler, Jakic, Hrustic, Kostic (46. Knauff), Ache (73. Sow), Hauge (46. Lammers) – Paciencia (82. Kamada)
Tore: 1:0 Paulinho (18.), 2:0 Schick (51.)
Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz)
Zuschauer: 26.492

Mit einem gewaltigen Distanzschuss und einem Traumtor schossen Carsten Ramelow und Dimitar Berbatov die Werkself im Dezember 2003 zum knappen, aber verdienten Auswärtssieg gegen den VfB Stuttgart. Am Ende der Saison erreichte Bayer 04 in der Tabelle einen Platz vor den Schwaben – und war damit zurück in der UEFA Champions League...
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