
Coach Peter Bosz hatte im Vorfeld bereits den ein oder anderen Wechsel in der Startformation angekündigt - und hielt Wort. Auf den erkrankten Charles Aránguiz und den am Sprunggelenk verletzten Kevin Volland musste der Niederländer verzichten, zudem rotierten Lars Bender, Daley Sinkgraven und Kerem Demirbay auf die Bank. Neu dabei im Vergleich zum Porto-Spiel waren dafür Jonathan Tah, Mitchell Weiser, Wendell, Moussa Diaby sowie Exequiel Palacios, der damit sein Bundesliga-Debüt feierte. Als Kapitän führte Kai Havertz die Werkself aufs Feld. Einhergehend mit den insgesamt fünf personellen Veränderungen griff Peter Bosz auch zu einer System-Umstellung: Bayer 04 formierte sich zunächst wieder im 3-4-3.
Wie bereits vor dem Spiel am Donnerstag gegen Porto gedachte die BayArena vor Anpfiff noch den Opfern des Anschlags von Hanau mit einer Schweigeminute.
Im Anschluss daran rollte der Ball - und Bayer 04 sah sich mit einem Augsburger Abwehrriegel konfrontiert. Die Gäste erwarteten die Werkself in der Defensive mit einer Fünferkette und machten die Räume enorm eng. So kam der erste Abschluss der Partie aus der Distanz: Nadiem Amiri prüfte Augsburgs Keeper Koubek aus rund 20 Metern (10.). Eine erste auffällige Aktion zeigte Exequiel Palacios Momente später, einen klasse Chip-Ball des Bundesliga-Debütanten konnte Lucas Alario in aussichtsreicher Position aber nicht ganz kontrollieren (11.). Augsburg verlegte sich zwar vornehmlich auf die Defensive, presste die Werkself im Spielaufbau situativ aber auch mal sehr früh und wurde nach Standardsituationen auch selbst gefährlich: Nach einem Eckball kam Niederlechner zu einer ersten Kopfballchance (18.), Max hämmerte einen Freistoß aus großer Distanz knapp vorbei (22.).
Spielbestimmend blieb dennoch zu jeder Zeit die Werkself, die in den ersten 25 Minuten auf über 80 Prozent Ballbesitz kam und sich folgerichtig mit dem 1:0 belohnte: Jonathan Tah löste eine Augsburger Pressing-Situation intelligent - und dann zeigte Kai Havertz seine ganze Klasse: Im Mittelfeld ließ er zwei Gegenspieler stehen und spielte dann einen absoluten Traumpass genau in den Lauf des durchgestarteten Moussa Diaby. Der Franzose, der dieser Tage die Geburt seines ersten Kindes erwartet, konnte quasi gar nicht mehr anders, als dieses herrliche Zuspiel zu Zählbarem zu machen und veredelte frei vor Koubek zur Werkself-Führung (25.).
Auch in der Folge blieb Bayer 04 bei nun aufkommendem Regen am Drücker, agierte aufmerksam in den Zweikämpfen und wurde über den Torschützen immer wieder gefährlich. Lucas Alario verpasste eine Flanke von Moussa Diaby nur knapp (34.), eine weitere Hereingabe des Franzosen wurde nur knapp über das Augsburger Tor abgefälscht (41.). Ganz klar: Das 1:0 zur Pause ging mehr als in Ordnung.
Obwohl die äußeren Bedingungen bei nach wie vor starkem Wind und Sprühregen nicht gerade angenehm waren und die Gäste ihre Defensiv-Taktik zunächst konsequent weiter verfolgten, kombinierte die Werkself auch nach Wiederanpfiff durchaus gefällig und hatte nach einem feinen Spielzug die erste Gelegenheit durch Wendell, die Koubek vereitelte (49.). Ein weiteres gelungenes Zusammenspiel über die linke Seite führte zur Großchance auf das 2:0, doch Mitchell Weiser traf die Kugel in bester Einschussposition nicht richtig (53.).
Inzwischen hatte Peter Bosz das System auf 4-3-3 umgestellt, Sven Bender war auf die Sechs vorgerückt - und leitete in dieser Position das mittlerweile überfällige 2:0 ein. Per Kopf brachte er den Ball zu Nadiem Amiri, der aufzog und kompromisslos durchs Mittelfeld marschierte. An der Strafraumgrenze angekommen setzte Amiri zum Flachschuss an und traf durch die Beine von Jedvaj flach ins linke Eck (59.). Für den im Sommer aus Hoffenheim gekommenen Mittelfeldmann war es der erste Treffer im Dress der Werkself.
Beinahe wäre ihm kurz darauf der zweite gelungen, aus spitzem Winkel kam sein Schuss jedoch nicht in Richtung Tor durch (64.). Die Werkself sprühte in dieser Phase nur so vor Spielfreude, zeigte feinste Kombinationen und vergab binnen kürzester Zeit weitere Großchancen auf den nächsten Treffer: Moussa Diaby scheiterte freistehend an Koubek, im Nachgang wurde Exequiel Palacios in bester Position geblockt (65.), nur wenige Sekunden später traf Kai Havertz mit einem fulminanten Drehschuss die Latte (66.). Augsburg war mit dem Spielstand von 2:0 mittlerweile sehr gut bedient, Lukas Hradecky musste erst in der 76. Minute erstmals eingreifen, parierte zunächst gegen den eingewechselten Vargas und dann gegen Richter. Erst in dieser Phase kamen die Gäste noch einmal etwas auf, Richter traf in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (79.).
Insgesamt spielte Bayer 04 die Partie jedoch souverän zu Ende, auch wenn beide Teams in den Schlussminuten noch einen Hochkaräter vergaben: Lukas Hradecky zeigte eine starke Fußabwehr gegen Niederlechner (89.), Moussa Diaby ließ Sekunden vor Abpfiff frei vor Koubek das 3:0 liegen (90.+2). So blieb es beim 2:0 und Bayer 04 in der Bundesliga weiterhin ungeschlagen gegen den FC Augsburg. Wettbewerbsübergreifend feierte die Werkself bereits ihren fünften Sieg in Folge. Nun richtet sich die Konzentration auf das Rückspiel in der Zwischenrunde der Europa League gegen den FC Porto am Donnerstag (27.02., Anpfiff 18.55 Uhr). In der Bundesliga tritt die Werkself am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) bei RB Leipzig an.
Die Statistik:
Bayer 04: Hradecky – Tah, S. Bender (72. Baumgartlinger), Tapsoba - Weiser, Palacios, Amiri (72. Bellarabi), Wendell - Havertz (84. Demirbay), Alario, Diaby
FC Augsburg: Koubek - Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Jedvaj, Max - Khedira (78. Löwen), Baier - Richter, Jensen (59. Vargas) - Niederlechner (89. Finnbogason)
Tore: 1:0 Diaby (25.), 2:0 Amiri (59.)
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Gelbe Karten: Tapsoba, Wendell - Khedira, Gouweleeuw, Jedvaj, Baier
Zuschauer: 23.703

Keine Punkte, trotzdem weitergekommen! Die Leverkusener Konsolen-Profis haben die übrigen drei der sechs Spiele der Online-Vorrunde des vierten Showdowns in der VBL Club Championship 2025/26 absolviert. Unter anderem mit RB Leipzig und dem SC Freiburg warteten die torgefährlichsten Mannschaften inklusive zwei WM-Teilnehmern in den eigenen Reihen. Das #B04eSports-Team musste sich in den Begegnungen zwar insgesamt geschlagen geben, neun Punkte aus den ersten drei Partien vergangene Woche reichten den Leverkusenern aber, um in die Offline-Runde am 2. Februar in Berlin einzuziehen.
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Entscheidender Showdown: Mit einem Heimsieg am achten und letzten Spieltag der Ligaphase gegen den FC Villarreal will die Werkself in die Play-off-Runde der UEFA Champions League 2025/26 einziehen. Vor der Partie am Mittwoch, 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr/live auf DAZN und im Werkself-Radio), sprach Trainer Kasper Hjulmand über die Bedeutung der Partie, eine mögliche Rückkehr von Edmond Tapsoba und eine Aussage von Neuzugang Jonas Omlin aus dem Exklusiv-Interview mit Werkself-TV. Lucas Vázquez äußerte sich seinerseits zu seiner persönlichen Rolle auf und neben dem Platz sowie zum kommenden Kontrahenten, dem er mit Real Madrid in Spanien schon häufig gegenübergestanden hatte.
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Für den FC Villarreal wird das Spiel bei Bayer 04 am kommenden Mittwoch, 28. Januar (Anstoß: 21 Uhr/live bei DAZN und im Werkself-Radio), der letzte Auftritt auf internationaler Bühne in dieser Saison sein. Der aktuelle Tabellenvierte aus Spanien ist in der UEFA Champions League noch sieglos und hat mit nur einem Punkt aus den bisherigen sieben Partien keine Chance mehr auf die Play-offs. Der Europa-League-Sieger von 2021 kann in der BayArena also ohne Druck aufspielen und will sich mit einer guten Leistung aus dem Wettbewerb verabschieden. Der Gegner-Check.
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Bayer 04 Leverkusen muss auf seinen Offensivspieler Eliesse Ben Seghir verzichten. Der marokkanische Nationalspieler zog sich vor dem verlorenen Finale des Afrika-Cups gegen den Senegal (0:1 n.V.) eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk zu.
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