
Nach dem 2:0-Sieg gegen den VfB Stuttgart wollte die Werkself heute im Max-Morlock-Stadion nachlegen, um den Anschluss ans obere Mittelfeld herzustellen. Wie zu erwarten war, gab’s zahlreiche Änderungen im Vergleich zum 1:1 gegen Rasgrad. Heiko Herrlich, der heute seinen 47. Geburtstag feierte, nahm neun Wechsel vor - lediglich Aleksandar Dragovic und Charles Aránguiz blieben in der Startelf. Verzichten musste der Bayer 04-Coach auf Jonathan Tah (Erkältung), Panos Retsos (Sehnenverletzung im Oberschenkel) und Joel Pohjanpalo (Reha). Erstmals nahm in Nürnberg der neue Sportdirektor Simon Rolfes neben Herrlich Platz.
Wegen anhaltenden starken Regenfällen waren die Platzverhältnisse extrem schwierig. Der Ball blieb nicht selten im triefnassen Rasen hängen, vieles blieb dem Zufall überlassen. An diese Bedingungen mussten sich beide Teams erst einmal gewöhnen. Dann aber schwamm sich vor allem die Werkself frei und kam zu ersten richtig guten Chancen. Erst scheiterte Karim Bellarabi nach Pass von Lars Bender aus etwas spitzem Winkel an FCN-Keeper Bredlow (9.), die anschließende Ecke von Julian Brandt landete bei Sven Bender, der im Fallen mit links an die Latte schoss, den Abpraller setzte Kevin Volland ans Außennetz (10.).
Havertz ganz cool
Bayer 04 machte viel Druck, kombinierte sich trotz der widrigen Bedingungen immer wieder geschickt in die gefährlichen Zonen und nutzte nach einer halben Stunde einen Ballverlust der Gastgeber zum erfolgreichen Gegenangriff: Brandt spielte nach Doppelpass mit Kohr auf Volland, dessen Flanke Bredlow vor die Füße von Kai Havertz faustete - die Nummer 29 der Werkself behielt wie immer Ruhe und Übersicht und hob den Ball cool mit links ins rechte Eck (30.). „Eine Weltklasse-Aktion“, schwärmte TV-Experte Matthias Sammer in der Halbzeitpause. Bayer 04 führte völlig verdient mit 1:0.
Wenig später hatten die Nürnberger Glück, als Brandt eine Bellarabi-Hereingabe zwar verpasste, aber FCN-Verteidiger Goden den Ball beim Rettungsversuch haarscharf am eigenen Tor vorbeischoss (36.).
Die Gastgeber brachten das Tor von Lukas Hradecky nur selten einmal in Gefahr, weil Bayer 04 kompakt und klug verteidigte. Der Werkself-Keeper musste einen Schuss von Kubo entschärfen (38.) - das war’s an echten Möglichkeiten für Nürnberg in der ersten Hälfte. Mit dem 1:0 für die klar spielbestimmenden Gäste ging es in die Pause.
Überraschender Ausgleich
Mit Beginn der zweiten Halbzeit kam Wendell für Sven Bender ins Spiel, der in Hälfte eins einen Schlag an die Schläfe abbekommen hatte. Ansonsten alles wie gehabt: Es goss weiter in Strömen, die ganz in Weiß spielende Werkself übernahm gleich wieder die Kontrolle und kam schnell zu den nächsten Chancen: Eine Flanke des starken und fast an jedem Angriff beteiligten Bellarabi nahm Volland mit dem Rücken zum Tor an und zog aus der Drehung knapp am Kasten vorbei (49.). Nur eine Minute später marschierte Brandt aufs Tor zu, konnte seinem Schuss aus zentraler Position aber nicht die nötige Präzision geben, Bredlow wehrte zur Ecke ab (50.).
Völlig überraschend fiel dann der Ausgleich für die Nürnberger: Nach einem Eckball landete der Ball bei Margreitter, dessen Schuss aus 15 Metern noch von Dominik Kohr abgefälscht wurde und unhaltbar für Hradecky zum 1:1 im linken Eck einschlug (57.).
Die nächste vielversprechende Möglichkeit der Werkself blieb förmlich im Wasser stecken: Wendells gut angesetzter Flachschuss wurde auf dem Weg zum Tor gleich von mehreren Pfützen gestoppt, so dass Bredlow den Ball locker mit Fuß stoppen konnte (66.). Der halbhohe Versuch von Volland bereitete dem FCN-Torhüter schon weitaus mehr Schwierigkeiten (75.). Fast jeder Schuss, jeder Pass, jede Flanke wurden jetzt unberechenbar. Aber auch immer mehr Nickligkeiten und kleinere Fouls unterbrachen den Spielfluss.
Heiko Herrlich verstärkte in der Schlussphase noch einmal die Offensive, brachte Lucas Alario für Dominik Kohr. Havertz zog noch einmal aus der Distanz ab (84.) - drüber. Bellarabi wurde schön von Bailey mitgenommen, unter normalen Umständen wäre die Nummer 38 der Werkself wohl auf und davon gewesen - so aber stoppten die Pfützen den pfeilschnellen Mittelfeldspieler (86.). Auf der anderen Seite bot sich Zrelak aus spitzem Winkel noch eine Möglichkeit, Hradecky parierte klasse (88.). Wenig später musste Bellarabi angeschlagen das Feld verlassen. Weil Herrlich bereits dreimal gewechselt hatte, spielte die Werkself die letzten Minuten in Unterzahl. Am Ende dieses hochintensiven Montagabend-Regenfights blieb es schließlich beim 1:1.
Schon am kommenden Samstag, 8. Dezember, wartet die nächste Aufgabe auf die Werkself: In der Bundesliga empfängt Bayer 04 dann den FC Augsburg. Anstoß in der BayArena ist um 15.30 Uhr.
Die Statistik:
1. FC Nürnberg: Bredlow - Goden, Margreitter, Mühl, Leibold - Petrak (46. Erras) - Behrens, Kerk (76. Palacios) - Kubo (58. Zrelak) - Misidjan, Ishak
Bayer 04: Hradecky – L. Bender, Dragovic, S. Bender (46. Wendell), Jedvaj - Kohr (79. Alario), Aránguiz - Bellarabi, Havertz, Brandt (66. Bailey) - Volland
Tore: 0:1 Havertz (30.), 1:1 Margreitter (57.)
Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Langenhagen)
Gelbe Karten: Kubo, Petrak - Kohr, Dragovic
Zuschauer: 36.000

Mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen den Hamburger SV am Samstag, 16. Mai (Anstoß: 15.30 Uhr), endet ein besonderes Kapitel in der BayArena: Drei Jahrzehnte lang war die Bayer Gastronomie für die Verpflegung der Werkself-Fans an Spieltagen verantwortlich. Dabei hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Besucherinnen und Besucher im Stadion gut versorgt und willkommen gefühlt haben. Zum Abschied bedankt sich die Bayer Gastronomie bei den Fans mit einer besonderen Aktion.
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Dem Titel einen bedeutenden Schritt näher: Die U19 von Bayer 04 steht nach einem souveränen 5:1-Erfolg beim Mittelrheinligisten SV 1914 Eilendorf im Finale des Verbandspokals. Maßgeblich beteiligt daran war Angreifer Berkan Ermec, der einen Dreierpack erzielte (21., 29., 90.+1). Die weiteren Treffer für Schwarz-Rot markierten Jeremiah Mensah (48.) und Emmanuel Chigozie Owen (71.). Der zwischenzeitliche Treffer der Gäste fiel gegen Ende der ersten Hälfte.
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Es ist noch möglich: Mit ein wenig Schützenhilfe und einem eigenen Sieg im Saisonfinale der Google Pixel Frauen-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen könnten sich die Bayer 04-Frauen noch für die UEFA Women's Champions League qualifizieren. Doch nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ist am Sonntag, 17. Mai (Anstoß: 14 Uhr, Stadionöffnung: 13 Uhr), für Fans im Ulrich-Haberland-Stadion einiges geboten. Besonders Familien dürfen sich auf kinderfreundliche Aktionen wie Torwandschießen, eine Hüpfburg oder die beliebten Bolzboxen freuen.
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Zur zweiten Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Rudi lädt ein“ versammelte Rekordspieler und Klub-Historiker Rüdiger Vollborn gemeinsam mit Quiz-Host Alexander Schenk-Palitza am Dienstagabend die Fans zu einem kniffligen Bayer 04-Quiz-Abend. Die 130 anwesenden Anhänger duellierten sich bei fröhlicher Atmosphäre in spannenden Kategorien rund um die Werkself – auch Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bayer 04, schaute in der Schwadbud im Osten der BayArena vorbei und rätselte mit.
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