
Entsprechend zerknirscht gab sich Kevin Volland nach dem Abpfiff. „Wir hatten zu wenig Struktur im Spiel, unterm Strich war das gar nichts. Es gab kaum Aktionen nach vorn von uns, erst am Ende wurde es etwas besser“, sagte der Stürmer.
Im Vergleich zur Partie in der Europa League gegen den FC Zürich hatte Heiko Herrlich fünf Veränderungen vorgenommen. Jonathan Tah, Sven und Lars Bender, Kai Havertz und Kevin Volland rückten für Aleksandar Dragovic, Dominik Kohr, Julian Baumgartlinger, Leon Bailey und Lucas Alario ins Team. Für den angeschlagenen Karim Bellarabi reichte es noch nicht wieder für einen Platz im Kader, dafür stand Charles Aránguiz wie schon gegen die Schweizer wieder in der Startelf. Taktisch formierte Herrlich die Werkself erneut in einer Dreierkette, flexibel flankiert von den beiden Außenspielern Weiser und Wendell.
Seit dem ersten Spieltag im August in Dortmund hatten die Leipziger in der Liga in neun weiteren Duellen nicht mehr klein beigeben müssen, die Leverkusener wussten also um die Höhe der Hürde im Osten der Republik. „Entscheidend wird unser Spiel gegen den Ball sein und dass wir nach Ballverlusten eine stabile Restverteidigung stellen“, hatte der Bayer 04-Coach kurz vor dem Anpfiff gesagt. Dazu war natürlich auch schnelles Umschalten gefragt – so als Kai Havertz im Mittelfeld einen vielversprechenden Gegenangriff startete, aber von Demme mittels eines taktischen Fouls gebremst wurde (6.). Das wäre auch eine Gelbe Karte wert gewesen!
Einen Schuss von Werner lenkte Lukas Hradecky über die Latte (11.), den folgenden Kopfball von Konaté nach Ecke pflückte sich der Finne ganz lässig (12.). Kurz darauf fast ein Eigentor zur Führung der Werkself: Ilsanker setzte den Ball, von Volland wirkungsvoll bedrängt, nach scharfer Flanke von Brandt ganz knapp am eigenen Tor vorbei (13.). Leipzig war um Dominanz bemüht, die Werkself suchte nach Gelegenheiten zu Nadelstichen. Den Treffer setzten die Gastgeber: Nach starkem Zuspiel von Demme tauchte Poulsen allein vor Hradecky auf und überwand den Bayer 04-Keeper mit einem Lupfer – 1:0 (27.). Das Tor zählte nach Rücksprache mit dem Videoassistenten, auch wenn zunächst auf Abseits entschieden worden war. Wenig später donnerte Kevin Kampl den Ball nach Werners Hereingabe aus spitzem Winkel nur ans Außennetz (31.), Jedvaj hatte sich noch grätschend in den Weg geworfen.
Wie es gehen könnte, demonstrierte Kai Havertz: Fantastisch, wie er sich die Kugel über Ilsanker hinweg selbst vorlegte und seinen wuchtigen Linksschuss nur hauchdünn über die Latte setzte (36.). Mit der 1:0-Führung für die Hausherren ging es in die Halbzeit.
Nach dem Wechsel kam Leon Bailey für Jedvaj ins Spiel, einher damit ging eine Systemumstellung auf ein 4-2-3-1 bei der Werkself. Bayer 04 ging mit der veränderten Grundordnung im Vorwärtsgang nun erkennbar energischer zu Werke. Gegen die beste Abwehr der Liga zu Chancen zu kommen, gestaltete sich indes erwartet schwierig, auch wenn der emsige und enorm ballsichere Aránguiz beständig auf Herrschaft im Zentrum und das Erspähen von Lücken aus war. Nach 66 Minuten war für den erschöpften Chilenen Schluss, Dominik Kohr übernahm seinen Part. Wenig später ließen sich die Leverkusener von einem Einwurf überraschen, kamen dreimal zu spät im Zweikampf und mussten zusehen, wie Klostermann Hradecky mit einem Schuss ins lange Eck überwand – 2:0 (68.).
Heiko Herrlich reagierte und wechselte noch einmal offensiv: Lucas Alario kam für Mitchell Weiser (72.). Hradecky verhinderte gegen den allein vor ihm auftauchenden Werner das drohende 0:3 (75.). Auf der anderen Seite fischte Gulacsi einen platzierten Freistoß von Bailey gerade eben noch aus dem Eck (77.), ein Kopfball von Alario strich um Haaresbreite am Pfosten vorbei (78.). Auch Brandts strammen Flachschuss packte sich Leipzigs Keeper (80.). Die Werkself schraubte jetzt durchaus nachdrücklich am Anschluss. Und kassierte den nächsten Rückschlag: Dominik Kohr gab den Ball im eigenen Strafraum her, Poulsen sagte danke und traf mit seinem zweiten Tor gegen den chancenlosen Hradecky zum 3:0 (85.) – zugleich auch der Endstand. Es war in der Konsequenz ein gebrauchter Abend für Bayer 04.
Nach drei englischen Wochen und sieben Spielen in 23 Tagen gibt es nun eine Verschnaufpause – die Bundesliga legt zum dritten Mal in dieser Saison eine Länderspielpause ein. Für Bayer 04 geht es am Freitag, 23. November, um 20.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart weiter.
Die Statistik:
RB Leipzig: Gulacsi – Konaté, Ilsanker, Upamecano – Klostermann, Demme, Halstenberg – Sabitzer (89. Augustin), Kampl (89. Bruma) – Werner (82. Laimer), Poulsen
Bayer 04: Hradecky – Tah, S. Bender, Jedvaj (46. Bailey) – Weiser (72. Alario), L. Bender, Aránguiz (66. Kohr), Wendell – Brandt, Havertz, Volland
Tore: 1:0 Poulsen (27.), 2:0 Klostermann (68.), 3:0 Poulsen (85.)
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart)
Gelbe Karten: Volland
Zuschauer: 37.000

Ausgelassene Stimmung von Hitdorf bis Opladen – auch in diesem Jahr ließen wieder etliche junge wie alte Karnevalisten gemeinsam mit Schwarz-Rot die Kamelle fliegen. Los ging es am Karnevalsfreitag in Hitdorf, bevor der bunte Bayer 04-Wagen am darauffolgenden Valentinstag in Schlebusch vorbei an 40.000 fröhlichen Jecken zog. Rund 25.000 begeisterte Zuschauer feierten am Sonntag in Wiesdorf mit, bevor zum Finale am Rosenmontag in Opladen trotz des regnerischen Wetters noch einmal 30.000 lachende Gesichter dem Bayer 04-LKW zujubelten.
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Nach dem „Tour-Pass“ für die Ligaphase der UEFA Champions League 2025/26 geht es in den anstehenden K.-o.-Play-offs mit dem „SoD-Unplugged-Ticket“ weiter! Die Aktion richtet sich erneut exklusiv an alle Bayer 04-Clubmitglieder. Das „SoD-Unplugged-Ticket“ ist ab dem Tag des Hinspiels bei Olympiakos Piräus (Mi., 18. Februar) und bis einschließlich Samstag, 28. Februar, am Service Counter in der Fanwelt erhältlich. Zu gewinnen gibt es 6x 1 von einem Werkself-Profi unterschriebenes Schallplatten-Cover im „Sound of Dreams“-Look!
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Nach dem umjubelten 2:1-Derbysieg gegen den 1. FC Köln mischen die Bayer 04-Frauen weiterhin in der Spitzengruppe der Bundesliga mit. Wer die Werkself im Rennen um Platz drei live vor Ort unterstützen möchte, kann ab sofort auch Tickets für das Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena erwerben. Auch Karten für das kommende Duell am Sonntag, 22. Februar, im Ulrich-Haberland-Stadion gegen die TSG Hoffenheim sind noch verfügbar. Alle Infos im Überblick.
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Noch einmal Vollgas geben! Am heutigen Dienstag, 17. Februar (ab 18 Uhr live auf Twitch), bestreitet das #B04eSports-Team die übrigen drei Vorrunden-Spiele des fünften und finalen Showdowns der VBL Club Championship 2025/26. Gegen den 1. FC Nürnberg, den 1. FC Magdeburg sowie den FC Bayern München wollen die Leverkusener Konsolen-Profis den Einzug in die Offline-K.-o.-Runde perfekt machen und dort wertvolle Zähler für die Gesamttabelle und den Kampf um das Final-Event um die Deutsche Klub-Meisterschaft sammeln. Der Gegner-Check.
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Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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