
„Das war ein ausgeglichenes und offenes Spiel“, analysierte Schlussmann Lukas Hradecky die Partie im Anschluss und schaute positiv voraus: „Wir müssen damit leben und werden uns von Spiel zu Spiel verbessern. Keine Pflanze wächst an einem Tag.“ Auch Sven Bender zeigte sich „nicht unglücklich über den Punkt. Wenn man in die Saison startet, ist es immer erstmal gut, Punkte zu sammeln. Wir dürfen es in den nächsten Wochen aber ruhig noch besser machen.“
Klar, nach einem 7:0 gibt es wenig Grund für tiefgreifende Veränderungen. So nahm Werkself-Coach Peter Bosz nach dem Pokalerfolg gegen Norderstedt nur einen Wechsel an seiner Startformation vor: Moussa Diaby begann auf dem linken Flügel anstelle von Nadiem Amiri.
Insgesamt 500 Zuschauer waren in der Wolfsburger Volkswagen Arena zum Liga-Auftakt zugelassen. Sie sahen eine Werkself, die sofort wieder im Bundesliga-Modus war: Nach einer frühen Ecke musste Wolfsburgs Keeper Koen Casteels bereits ein erstes Mal zugreifen (3.). Bayer 04 präsentierte sich in der Anfangsphase ballsicher und erspielte sich schnell ein Übergewicht im Mittelfeld. Nur im Angriffsspiel fehlte es an der Präzision. So ergab sich auch die nächste Möglichkeit nach einer Ecke: Lucas Alarios Flugkopfball nach Sven Benders cleverer Vorlage wurde geblockt (17.). Eine erste feine Kombination zeigten dann Florian Wirtz und Diaby: Über die linke Seite spielten sich die beiden mit einem mustergültigen Kombination durch die Wolfsburger Abwehrreihe, schließlich wurde Wirtz jedoch von Lacroix geblockt (24.).
In ansprechender Frühform präsentierte sich die Defensive der Werkself. Sven Bender & Co. legten ein enorm konzentriertes Zweikampfverhalten sowie äußerst aufmerksames Stellungsspiel an den Tag und ließen die VfL-Offensive um den Ex-Leverkusener Admir Mehmedi überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Nur nach Standardsituationen zeigten sich die Wölfe gefährlich: Maximilian Arnold trat eine Ecke direkt an den Außenpfosten (32.), John Anthony Brooks köpfte nach einer Freistoßvariante freistehend über den Kasten (33.).
Aus dem Spiel heraus blieb jedoch die Werkself das gefälligere Team, nur der letzte Pass in den Strafraum schien einfach nicht ankommen zu wollen. Stattdessen war es wieder Wolfsburg, das zu einer guten Chance kam: Ein abgefälschter Schuss von Mehmedi fiel ziemlich glücklich in den Lauf von Wout Weghorst, der plötzlich vor Lukas Hradecky auftauchte - doch der Werkself-Keeper zeigte seine ganze Klasse im Eins-gegen-eins, machte sich groß und parierte gegen den torgefährlichen Niederländer (42.).

Nach dem Wiederanpfiff holte sich Bayer 04 schnell wieder die Kontrolle über die Partie zurück und hatte - wie im ersten Durchgang - eine frühe Gelegenheit nach einer Ecke: Casteels musste nach einem Kopfball-Aufsetzer von Edmond Tapsoba zweimal zugreifen, um den Ball sichern (51.). Auch ansonsten bot sich den wenigen Zuschauern ein ähnliches Bild wie zu Beginn des ersten Durchgangs: Die Werkself ließ den Ball im Mittelfeld gut zirkulieren und präsentierte sich defensiv sattelfest, doch die Durschlagskraft im letzten Drittel fehlte.
Bosz wechselte daher neues Offensivpersonal ein, brachte Amiri und Patrik Schick (63.). Der tschechische Neuzugang feierte damit seine Liga-Premiere im schwarz-roten Dress. Kaum waren die beiden auf dem Feld, kam die Werkself gleich zu ihrer besten Chance im Spiel: Amiri leitete den Ball mit seiner ersten Aktion klasse weiter zu Diaby, der sich links im Strafraum behauptete und aus der Drehung abzog, Casteels verhinderte mit einer starken Fußabwehr die Werkself-Führung (64.).
In der Folge wurde Wolfsburg - ebenfalls wie im ersten Durchgang - aber wieder etwas stärker, es entwickelte sich ein zunehmend ausgeglichenes Spiel. Die Abwehr der Werkself machte aber nach wie vor einen ganz souveränen Eindruck - und als Joao Victor einmal durchkam, war Hradecky ganz aufmerksam (74.). Der Ausgang der Partie war nun völlig offen, da auch Bayer 04 sich immer wieder vor dem Wolfsburger Tor präsentierte: Schick köpfte eine Freistoßflanke von Amiri über das Tor (82.). Ein Treffer war jedoch keinem der beiden Kontrahenten vergönnt - und damit ein Novum besiegelt: Im 50. Aufeinandertreffen zwischen Wolfsburg und Bayer 04 endete erstmals eine Partie torlos.
Auf das erste Bundesligator der neuen Saison muss die Werkself also noch ein wenig warten. Womöglich ist es am kommenden Samstag soweit: Im ersten Heimspiel der neuen Bundesliga-Saison gastiert um 15.30 Uhr RB Leipzig in der BayArena. Die Sachsen gewannen am Sonntagnachmittag ihre Auftaktpartie gegen Mainz 05 mit 3:1.
Die Statistik:
Wolfsburg: Casteels - Steffen, Lacroix, Brooks, Roussillon (69. Otavio) - Schlager, Arnold - Brekalo, Mehmedi (69. Klaus), Joao Victor (78. Gerhardt) - Weghorst
Bayer 04: Hradecky – L. Bender, S. Bender, Tapsoba, Sinkgraven (76. Wendell) – Aránguiz - Wirtz (85. Baumgartlinger), Demirbay (63. Amiri) – Bellarabi (85. Pohjanpalo), Alario (63. Schick), Diaby
Gelbe Karten: Schlager - Aránguiz, Baumgartlinger
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)
Zuschauer: 500 (Sonder-Spielbetrieb: ausverkauft)


Den Sprung ins Endspiel knapp verpasst: Beim Finalevent um den DFB-ePokal 2026 bezwangen Marc und Sean Landwehr zwar im Viertelfinale den Vorjahressieger FOKUS, unterlagen dann jedoch im Halbfinale RBLZ Gaming. Neuer ePokalsieger ist Borussia Mönchengladbach. Ende April wartet auf die Leverkusener mit dem VBL Grand Final, der Deutschen Einzel-Meisterschaft, eine weitere Chance auf einen Titel.
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Bedeutender Erfolg: Am 7. Spieltag der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga (Gruppe A) gewann die U19 von Bayer 04 in einem abwechslungsreichen Topspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 4:3 (2:2). In der ersten Hälfte konnte die Werkself durch Dustin Buck (19.) und Emmanuel Chigozie Owen (37.) jeweils die Führung der Gäste ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel drehten die Leverkusener das Ergebnis durch das frühe 3:2 von Gabriel Minutillo (47.), der nach einer Stunde auch den vierten Treffer für die Gastgeber beisteuerte. Mainz gelang kurz vor dem Abpfiff nur noch der Anschlusstreffer.
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Das bis dato letzte Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Heidenheim 1846 in der Hinrunde der laufenden Saison ist bei Bayer 04 angesichts des damaligen 6:0-Erfolgs überaus positiv in Erinnerung. Einen ähnlich effizienten und spielfreudigen Auftritt will die Werkself im Rückspiel auf der Ostalb möglichst wiederholen. Dort trifft das Team von Trainer Kasper Hjulmand auf einen FCH, für den bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz der Klassenerhalt in immer weitere Ferne rückt. Die Kurzpässe zur Partie am „TOGETHER!“-Aktionsspieltag der DFL gegen Rassismus und Diskriminierung.
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