
Königliches Wetter zum Einstieg: Bei herrlichem Sonnenschein eröffnete die Werkself nun auch auf dem Platz die Vorbereitung auf die neue Saison. Nach den bei den Profis nicht unbedingt beliebten leistungsdiagnostischen Tests bat Chefcoach Heiko Herrlich seine Truppe am Samstagvormittag erstmals wieder auf den Rasen. Die Resultate der medizinischen Testbatterie der vergangenen beiden Tage kommentierte der Trainer sehr erfreut. „Die Ergebnisse der Tests haben eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Alle haben ihre Programme im Urlaub erfüllt, die Voraussetzungen zum Arbeiten sind somit sehr gut“, konstatierte Herrlich.
Neben Tin Jedvaj, der am Abend mit Kroatien das WM-Viertelfinale gegen Gastgeber Russland bestreitet, Julian Brandt, Jonathan Tah, Julian Baumgartlinger, Aleksandar Dragovic (alle noch im verlängerten Urlaub) sowie Neuzugang Paulinho (wird nach seinem 18. Geburtstag Mitte Juli erwartet) fehlte auch Charles Aránguiz. „Sein Knie bereitet ja schon seit längerem kleinere Probleme, da müssen wir vorsichtig sein und mit Bedacht vorgehen. Er wird auch die Radtour nicht mitmachen, sondern hier vor Ort behandelt werden“, sagte Herrlich über den Chilenen. Wendell beendete die Einheit etwas früher als die Kollegen – auch hier hieß die Devise der Verantwortlichen ganz klar: kein Risiko eingehen zum Start in die Vorbereitung!
Den anderen Profis indes war innerhalb des gut 90-minütigen Programm, bei dem technische Übungen mit Zielschießen im Vordergrund standen, die Freude darüber anzumerken, im Kreise der Kollegen mal wieder an der Kugel zu sein – stets aufmerksam verfolgt von rund 200 erwartungsvollen Kiebitzen, die sich den ersten öffentlichen Auftritt der Werkself in 2018/19 nicht entgegen lassen wollten. Auch Sportdirektor Jonas Boldt und der neue Chef-Videoanalyst Marcel Daum schauten dem Aufgalopp auf dem Platz voller Interesse zu. Den Highscore beim Präzisions-Parcours erzielte übrigens Kai Havertz.
Unter den 16 Spielern und vier Torhütern befanden sich auch die bisherigen A-Junioren Tomasz Kucz, Jakub Bednarczyk, Sam Schreck und Chinedu Ekene, die fortan zum Profikader der Werkself gehören. Erstmals im Bayer 04-Dress auf dem Platz präsentierten sich die beiden Keeper Lukas Hradecky und Thorsten Kirschbaum sowie Mitchell Weiser, Neuzugang von Hertha BSC, deren Autogramme und Selfies natürlcih besonders hoch im Kurs standen. „Ich bin hier super aufgenommen worden, das ist eine richtig tolle Truppe“, sagte Weiser zu seinen ersten Tagen mit der Werkself.
Nach der Einheit am Samstag geht es für die Werkself nach Bad Bertrich in die südliche Eifel, wo am Sonntagmorgen das dreitägige „Trainingslager Rad“ Fahrt aufnimmt. In drei Etappen über Koblenz und Bonn geht's mit Muskelkraft und auf zwei Rädern retour zur BayArena. „Es ist keine Alpenüberquerung, aber schon knackig“, prognostizierte der Bayer 04-Coach, der die Erlangung von Grundlagenausdauer im Sattel auch deshalb schätzt, weil es die Gelenke seiner Profis schont.
Das nächste Mal den Fans wird sich die Werkself in der öffentlichen Einheit am Freitag um 16 Uhr präsentieren.









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