
Mit drei Testspielsiegen im Rücken geht die Werkself in den finalen Teil der Vorbereitung auf den Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach in acht Tagen (19. Januar, 15.30 Uhr). Im direkten Anschluss an den 3:1-Erfolg gegen den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle behielt auch der „zweite Teil“ der Werkself am späten Freitagnachmittag die Oberhand – diesmal gegen den Tabellensiebten der Dritten Liga. Für die beiden Testspiele hatte Cheftrainer Peter Bosz seinen Kader in zwei Mannschaften aufgeteilt. „Weil wir heute zwei Testspiele an einem Tag hatten, können morgen alle Spieler regenerieren und wir in der kommenden Woche das gleiche Trainingsprogramm für alle starten. Das ist gut für den Ablauf im Hinblick auf das Gladbach-Spiel“, erklärte der 55-Jährige die Maßnahme.
Während das Zwolle-Spiel für Anhänger der Werkself frei zugänglich war, fand die Begegnung mit den Münsteranern bei anhaltendem Nieselregen im Ulrich-Haberland-Stadion unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Davon zeigten sich die Gäste unbeeindruckt und begannen forsch: Bereits nach drei Minuten musste Keeper Ramazan Özcan das erste Mal hinter sich greifen – gegen Philipp Hoffmanns Schuss gab es für ihn nichts zu halten – 0:1. Doch die Antwort der Schwarz-Roten ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Flanke von Isaac Kiese Thelin stieg Lucas Alario im Strafraum am höchsten und köpfte den Ausgleich (7.).
Fortan entwickelte sich ein munteres Spiel mit Torraumszenen auf beiden Seiten. Bis zum nächsten Treffer dauerte es aber ein wenig. In der 33. Minute ließ Münsters Cyrill Akono weder Tin Jedvaj noch Özcan eine Chance und brachte die Gäste wieder in Führung. Doch die Werkself steckte nicht auf, schickte stattdessen aber Paulinho auf die Reise: Der 18-jährige Brasilianer behielt im Eins-gegen-eins mit SCP-Keeper Oliver Schnitzler die Nerven und sorgte für das 2:2 (40.). Kurz darauf hämmerte Kiese Thelin einen Rechtsschuss aus 17 Metern in den Winkel und sorgte somit – Sekunden vor dem Halbzeitpfiff – per Ausrufezeichen für die 3:2-Pausenführung. „Wir haben es wieder gut gemacht: Münster hat in der ersten Halbzeit nach vorne wirklich sehr gut gespielt hat, sie waren physisch sehr stark. Wir sind zweimal in Rückstand geraten – beide Male nach Fehlern von uns. Aber die Mannschaft hat sich davon nicht runterziehen lassen, weitergemacht und schöne Tore geschossen“, fasste Bosz die ersten 45 Minuten zusammen.
Nach dem Seitenwechsel blieb Spiel temporeich. Die Werkself hatte den Drittligisten nun deutlich besser im Griff und deutlich mehr vom Spiel. Das spiegelte sich auch in den Chancen wieder, die Tin Jedvaj (47.), Dominik Kohr (53., 55.) und Kiese Thelin (61., 74.) allerdings ungenutzt ließen. Besser machte es Paulinho dann in der 75. Minute, als er einen Wackler ins Münsters Defensive ausnutzte und den Spielstand auf 4:2 schraubte. Kurz darauf bot sich der Nummer 7 der Werkself nach Traumpass von Kohr gar noch die Chance auf seinen dritten Treffer, den verhinderte allerdings SCP-Torwart Schnitzler per Faustabwehr. So blieb es am Ende bei einem leistungsgerechten 4:2. „In der zweiten Halbzeit haben wir es besser und weniger Fehler gemacht als in der ersten Hälfte. Aber Fehler passieren nun mal im Fußball. Und besser ist, dass uns die Fehler heute passieren als nächste Woche gegen Gladbach“, sagte der Werkself-Trainer, der nach dem Schlusspfiff von einer „guten, ersten Woche“ sprach.
Nach einer regenerativen Einheit am morgigen Samstag (14.30 Uhr) geht es für die Werkself am Montag mit einer Doppelschicht (10.30 und 14.30 Uhr) weiter – und dann mit dem Fokus auf das Liga-Duell mit dem Rheinrivalen am kommenden Samstag.
Bayer 04: Özcan (46. Kirschbaum) – Weiser, Jedvaj (70. Stanilewicz), Dragovic, Bednarczyk – Baumgartlinger – Kohr, Schreck (70. Wolf) – Kiese Thelin, Alario, Paulinho


Einmal selbst auf dem Rasen stehen, auf dem sonst die Profis der Werkself spielen – für zahlreiche Bayer 04-Mitglieder wurde dieser Wunsch beim diesjährigen Mitglieder-Kick Wirklichkeit. Rund 400 aktive Teilnehmer aller Altersklassen nutzten die Gelegenheit, die BayArena aus einer ganz neuen, besonderen Perspektive zu erleben. Und auch auf den Rängen war einiges los: Insgesamt zog das Event mehr als 1.000 Besuchende an und bildete einen stimmungsvollen Abschluss der Saison.
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Als Bundesliga-Dritter erwischte die Werkself nach der Winterpause einen Fehlstart ins Jahr 2026, fand im Laufe der Wochen allmählich aber zurück in die Erfolgsspur und gehörte wie im Vorjahr zu den Top 16 in Europa und den Top 4 im DFB-Pokal. In der Bundesliga blieb die Werkself zudem in Sachen Champions-League-Qualifikation bis zum Ende im Rennen. Weil sich aber zwischen gute Leistungen und „big points“ immer wieder auch Rückschläge in die Auftritte der Werkself schlichen, reichte es am Schluss nicht ganz für die Königsklasse. Eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen endete auf Rang sechs und in der Qualifikation für die UEFA Europa League. Teil II des Rückblicks auf die Saison 2025/26.
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