Schwarz-Rot legte in der Bundesliga-Spielzeit unter Cheftrainer Reinhard Saftig zunächst einen Traumstart hin. Nach zwölf Spieltagen belegte die Werkself mit zwei Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayern München Rang zwei. Es folgte jedoch ein Leistungseinbruch, am Ende der Hinrunde stand Platz sechs zu Buche. Bereits in der Winterpause hatte sich der damalige Bayer 04-Manager Reiner Calmund dazu entschlossen, zur kommenden Spielzeit mit dem Frankfurter Dragoslav Stepanovic einen neuen Trainer zu installieren.
In der Rückrunde der Bundesliga erspielte sich die Werkself 7 von möglichen 12 Zählern (Zwei-Punkte-Regel), ehe es am 30. März zum bereits erwähnten Pokal-Halbfinale gegen die Eintracht kam. Während sich im Parallelspiel überraschend die Amateure von Hertha BSC gegen den Chemnitzer FC (2. Liga) durchgesetzt hatten, trafen mit Bayer 04 und Eintracht Frankfurt zwei Klubs aus dem Oberhaus aufeinander. Gegen die in der Bundesliga auf Rang drei liegende Eintracht gelang der Mannschaft von Cheftrainer Saftig letztlich ein deutlicher 3:0-Erfolg. Das legendäre Sturm-Duo Ulf Kirsten/Andreas Thom (2) erzielte alle drei Treffer – und schoss die Werkself damit ins Endspiel im Berliner Olympiastadion.
Unmittelbar nach dem Duell trat allerdings Eintracht-Trainer Dragoslav Stepanovic zurück und wurde zunächst Berater bei seinem künftigen Arbeitgeber Bayer 04. Fünf Wochen später entließ Manager Calmund den Cheftrainer Saftig dann vorzeitig; Stepanovic übernahm und gewann mit der Werkself dank eines 1:0-Erfolgs – Kirsten hatte nach 77 Minuten getroffen – gegen die Hertha BSC Amateure erstmals in der Vereinsgeschichte den DFB-Pokal.
Wie Reinhard Saftig die Ereignisse im Frühjahr 1993 im Nachgang wahrnahm.
Die Statistik zum DFB-Pokal-Halbfinale 1993:
Frankfurt: Stein – Bindewald, Binz, Tskhadadze – Weber, Komljenovic (74. Studer), Bein, Falkenmayer (72. Yeboah), Bommer – Schmitt, Kruse
Bayer 04: Vollborn – Kree, Foda, Wörns – Stöver, Lupescu, Hapal, Fischer, von Ahlen (67. Scholz) – Thom, Kirsten (80. Tolkmitt)
Tore: 0:1 Thom (6.), 0:2 Kirsten (72.), 0:3 Thom (75.)
Schiedsrichter: Manfred Harder
Gelbe Karten: Tskhadadze, Schmitt – von Ahlen, Kirsten
Rote Karte: Bindewald (55.)
Zuschauer: 35.000 im Frankfurter Waldstadion

Werkself-TV zeigt nach dem 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags die Pressekonferenz mit den beiden Trainern Frank Schmidt und Kasper Hjulmand...
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Werkself-TV zeigt das 3:3-Remis beim 1. FC Heidenheim 1846 im Rahmen des 27. Bundesliga-Spieltags re-live...

Bedeutender Erfolg: Am 7. Spieltag der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga (Gruppe A) gewann die U19 von Bayer 04 in einem abwechslungsreichen Topspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 4:3 (2:2). In der ersten Hälfte konnte die Werkself durch Dustin Buck (19.) und Emmanuel Chigozie Owen (37.) jeweils die Führung der Gäste ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel drehten die Leverkusener das Ergebnis durch das frühe 3:2 von Gabriel Minutillo (47.), der nach einer Stunde auch den vierten Treffer für die Gastgeber beisteuerte. Mainz gelang kurz vor dem Abpfiff nur noch der Anschlusstreffer.
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Das bis dato letzte Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Heidenheim 1846 in der Hinrunde der laufenden Saison ist bei Bayer 04 angesichts des damaligen 6:0-Erfolgs überaus positiv in Erinnerung. Einen ähnlich effizienten und spielfreudigen Auftritt will die Werkself im Rückspiel auf der Ostalb möglichst wiederholen. Dort trifft das Team von Trainer Kasper Hjulmand auf einen FCH, für den bei zehn Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz der Klassenerhalt in immer weitere Ferne rückt. Die Kurzpässe zur Partie am „TOGETHER!“-Aktionsspieltag der DFL gegen Rassismus und Diskriminierung.
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Im weißer Retro-Optik hinein in den Liga-Endspurt: Am Sonntagabend empfangen die Bayer 04-Frauen den FC Carl Zeiss Jena im Ulrich-Haberland-Stadion – und das einmalig im Bayer 04-„Sondertrikot 50 Jahre Fanclubs“. Sportlich geht es für das Team von Chefcoach Roberto Pätzold ab 18.30 Uhr gegen das Schlusslicht der Bundesliga darum, sechs Spieltage vor Saisonende die Chance auf Tabellenplatz drei zu wahren.
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