Völler: Wir sind noch nicht fertig

Man merkt ihm an, dass er wieder Lust auf Fußball hat! „Obwohl das letzte Bundesligaspiel in Berlin gefühlt erst ein paar Tage her ist, kann es von mir aus wieder losgehen“, sagt Rudi Völler. Im Trainingslager saß der Geschäftsführer Sport mit Journalisten zusammen und hat sich vor allem zu Transferthemen geäußert. Wir haben seine Aussagen zusammengefasst.
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Rudi Völler über...
...den Transfer von Kerem Demirbay und das Festhalten an Kai Havertz:
„Das habe ich dem Trainer heute noch einmal gesagt: Entscheidungen wie bei Demirbay und Havertz wären vor ein paar Jahren bei uns noch nicht möglich gewesen. Dass wir den besten Spieler, den Deutschland in den letzten Jahren herausgebracht hat, halten können und nicht schwach geworden sind, ist ein Zeichen, dass wir nicht immer nur ausbilden wollen."

...weitere Transferaktivitäten:
„Die wichtigsten Entscheidungen haben wir schon vor ein paar Wochen getroffen. Alles, was wir jetzt noch machen, ist Feintuning. Wo können wir uns noch verbessern? Wo können wir personell ergänzen? Wir werden noch etwas machen. Wir wollen den Kader noch einen Tick besser machen. Allerdings hätte ich auch keine Bauchschmerzen, wenn wir nichts mehr unternehmen würden – so wie wir jetzt schon aufgestellt sind."

...Domino-Steine: 
„In Deutschland wird einem ja immer das Gefühl vermittelt, man müsse auf dem Transfermarkt alles schnell erledigt haben. Karl-Heinz Rummenigge hat es ja gut erklärt. Wenn der erste Domino-Stein umgefallen ist, die Topstars wechseln, dann kommt Bewegung rein. Mit Griezmann ist sicherlich ein ganz großer schon umgefallen, mal schauen, was die nächsten Wochen bringen. Das wichtigste ist jedoch, dass es einen jungen Spieler von Bayer Leverkusen gibt, der nicht mit umfallen wird. Der bleibt stehen."

...Rotation: 
„Wir werden wieder in drei Wettbewerben vertreten sein und wollen in den Pokal-Wettbewerben möglichst lange mitmischen. Deshalb wollen wir dem Trainer die Möglichkeit geben, zu rotieren. Das muss aber passen. Wenn der Kader zu groß ist, dann kommt schnell Unruhe auf."

...Zielsetzung für die kommende Saison: 
„Natürlich haben wir ehrgeizige Ziele. Wir wollen uns wieder für die Champions League qualifizieren. Doch man darf nicht vergessen, dass hinter Bayern München und Borussia Dortmund, die beide Meister werden wollen, vier, fünf andere Teams lauern, die auch gerne in der Königsklasse dabei wären. Aber wir haben den Ehrgeiz, es wieder zu schaffen. Dafür muss aber alles passen. So wie in der Rückrunde der letzten Saison."

...den DFB-Pokal: 
„Der Pokal ist der Wettbewerb, bei dem du am schnellsten etwas gewinnen kannst. Es ist möglich. Aber dafür dürfen wie nicht so spielen wie in der vergangenen Saison in Heidenheim. Natürlich ist die Sehnsucht groß, wir waren 2009 zum letzten Mal im Pokalfinale gegen Werder Bremen. Die Atmosphäre in Berlin ist schon außergewöhnlich. Und das sportliche Niveau hat in diesem Jahr auch gestimmt. Bayern gegen Leipzig war ein super Endspiel. Die Leipziger waren auf Augenhöhe."

...den Abgang von Julian Brandt: 
„Mit Julian Brandt haben wir einen wunderbaren Kicker verloren. Auch wenn wir gutes Geld für ihn bekommen haben – wenn man bedenkt, was wir vor fünfeinhalb Jahren für ihn ausgegeben haben – hätte ich ihn gerne behalten. Aber wir haben mit unseren Transfers ja eindeutig gezeigt, dass wir auf so einen Abgang immer vorbereitet sind und dass es bei Bayer 04 Leverkusen immer weiter geht. 

...Brandts Nachfolger als Nr. 10: 
„Diese Position ist Kai Havertz wie auf den Leib geschnitten. Er ist die geborene Nummer 10. Auf der Position ist er das größte Talent der letzten zehn Jahre."

...die Zukunft von Aránguiz:
„Charlie Aránguiz wird uns in dieser Transferperiode nicht verlassen. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass er nach England gehen würde. Wenn, dann ist es das Heimweh, was für eine Rückkehr nach Südamerika spricht. Jetzt warten wir erst einmal ab. Mit seinem Berater sind wir in guten Gesprächen. Wir dürfen optimistisch sein. Ich habe auf jeden Fall die Hoffnung, dass wir ihn über den Sommer 2020 hinaus an uns binden können.

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