
Es ist nicht das angenehmste am frühen Morgen, doch es ist wichtig für die Leistungsdiagnostik: Nach dem Frühstück müssen die Werkself-Profis nahezu täglich einen kleinen Pikser ins Ohr für eine Blutabnahme über sich ergehen lassen – eine sogenannte CK-Messung (Creatin-Kinase). Der CK-Wert wird in der Leistungsdiagnostik und zur Feststellung von Muskelschäden eingesetzt.
„Beim intensiven Sprinten, wie bei der FKT-Einheit am Montag, entstehen im Muskel Mikro-Verletzungen – umgangssprachlich als Muskelkater bekannt“, erklärt Bayer 04-Doc Philipp Ehrenstein. „Anhand der verletzten Muskelmasse lassen sich Rückschlüsse ziehen, wie stark die einzelnen Spieler durch das Training ermüdet, bzw. wie fit sie sind. Gestern haben wir schon einmal gemessen, um zu sehen, wie hoch die Werte lagen. Heute, zwei Tage nach der Einheit, schauen wir, wie weit die Werte wieder gesunken sind, also wie schnell sich die Spieler erholen.“ Anhand der Ergebnisse könnten so die Belastungen individuell gesteuert werden.
Nachdem die gestrigen Trainingseinheiten noch einen regenerativen Charakter hatten, wurde heute das Tempo wieder angezogen. Pass- und Positionsspiel standen wieder im Vordergrund. Mit Zurufen der Trainer wie „Alle in Bewegung bleiben“ oder „Druck, Druck, Druck!“ wurden Nadiem Amiri, Kai Havertz, und Co. immer wieder gepusht. Nicht nur für Jonathan Tah stellte die Einheit am Mittwoch eine Überwindung dar: „Zwei Tag nach FKT tut es immer am meisten weh. Aber wir haben das Gefühl, dass wir die Belastung von Woche zu Woche besser verpacken“, so die Nr. 04 der Werkself.

Nachdem bereits DFB-U21-Trainer Stefan Kuntz und ÖFB-Nationalcoach Franco Foda der Werkself in den vergangenen Tagen zugeschaut hatten, reihten sich heute weitere bekannte Gesichter in die Liste der prominenten Zaungäste ein: Der ehemalige Bayer 04-Spieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker schaffte 2003 aus der eigenen Jugend den Sprung zu den Werkself-Profis und spielte im Anschluss fünf Jahre im schwarz-roten Dress. Im vergangenen Sommer beendete Callsen-Bracker nach Stationen in Mönchengladbach, Kaiserslautern und Augsburg seine aktive Karriere und ist heue unter anderem bei DFB für den neugeschaffenen Bereich der Neuro-Athletik in der DFB-Akademie zuständig. Neben ihm war auch der ehemalige Bundesliga-Torhüter Marc Ziegler, der aktuell als DFB-Torwartkoordinator agiert, in La Manga.
Eine eher ungewöhnliches Wiedersehen gab es für Rudi Völler. Auf dem Weg vom Trainingsplatz zum Hotel hielt ein Golfcart neben ihm. Ein Mann begrüßte ihn auf Deutsch mit einem starken englischen Akzent. Nach einer kurzen Irritation erkannte der Geschäftsführer Sport den ehemaligen Bundesliga-Profi. Es war Alan McInally. Der schottische Nationalspieler stand von 1989 bis 1993 beim FC Bayern unter Vertrag. Zusammen mit dem Jugoslawe Radomir Mihailovic bildete McInally beim Rekordmeister das Duo „Mic und Mac“. McInally arbeitet mittlerweile als Sportkommentator und ist in La Manga, um Golf zu spielen.
Nach dem Mittagessen zerstreute sich die Mannschaft im Hotel – für die meisten waren Interview-Termine angesetzt am großen „Medientag“. Bayer 04-TV hatte etwa Daley Sinkgraven und Exequiel Palacios vor der Kamera; Lukas Hradecky und Julian Baumgartlinger standen u.a. den mitgereisten Journalisten der Print-Blätter Rede und Antwort. Ein interessantes Detail verriet Kevin Volland heute in einem Interview: „Für sein Land zu spielen und Olympia mitzunehmen, darauf hätte ich richtig Bock. Wenn es klappt, wäre das sehr schön.“ Wo wir ja eben schon vom U21-Nationaltrainer gesprochen haben… Gab es denn schon Kontakt seitens des DFB? – „Ja, Stefan Kuntz hat kurz mit mir geredet, ob es ein Thema für mich wäre. Es liegt ja dieses Jahr auch terminlich gut…“ Drei Spieler, die früher als 1997 geboren wurden, darf Kuntz mit nach Tokio nehmen. Vielleicht dürfen wir uns also auf eine Rückkehr Vollands im Trikot der Nationalmannschaft freuen!

Die Stimmung im Team sei super, verriet Julian Baumgartlinger. Und was macht man, damit das so bleibt? Genau – Kart fahren! Für die gesamte Werkself ging es heute auf die Kartbahn nach Murcia. Helm über den Kopf, rein ins Gefährt und den Bleifuß angesetzt – das trieb ordentlich den Adrenalinspiegel in die Höhe. Karim Bellarabi, Kerem Demirbay aber auch Leon Bailey und Peter Bosz waren schon gut dabei, allen davon fuhren allerdings Ramazan "Rambo" Özcan und Jonathan Tah – die beiden sicherten sich in ihrer Gruppe mit der schnellsten Runde jeweils Platz 1.




Karl-Heinrich Dittmar, Direktor Medizin bei Bayer 04, feiert heute seinen Geburtstag. Überrascht wurde der frischgebackene 57-Jährige am Abend mit einer Torte und vielen herzlichen Glückwünschen von Fernando Carro, Rudi Völler, Simon Rolfes und Co. Auch wir wünschen alles Gute zum Ehrentag.

Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself in allen Wettbewerben.
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Bayer 04 Leverkusen trifft auf die Offenbacher Kickers: Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Fußball-Regionalligisten bestreitet der Werksklub im kommenden Sommer ein Testspiel beim hessischen Traditionsverein. Am Samstag, 25. Juli 2026 (Anstoß: 15 Uhr), trifft die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand im Offenbacher Stadion am Bieberer Berg auf den OFC. Die Anhänger beider Klubs pflegen seit vielen Jahren eine enge Fanfreundschaft. Damit wird die Partie in der Vorbereitung auf die Saison 2026/27 nicht nur für die Offenbacher zu einem ganz besonderen Match.
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Mit dem 2:0-Sieg im Hinspiel bei Olympiakos Piräus im Gepäck geht es für Bayer 04 in das entscheidende Play-off-Rückspiel der UEFA Champions League. Im Interview mit Werkself-TV resümiert Torhüter Janis Blaswich das vergangene Duell in Athen, analysiert den Gegner und blickt mit Vorfreude auf die Begegnung mit den eigenen Fans im Rücken...
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Mit dem Vorteil des 2:0-Hinspiel-Erfolgs in den Play-offs will die Werkself in der ausverkauften BayArena den Einzug ins Achtelfinale der UEFA Champions League perfekt machen. Vor der Heimpartie gegen Olympiakos Piräus am Dienstag, 24. Februar (Anstoß: 21 Uhr/live bei Prime Video und im Werkself-Radio), sprachen Trainer Kasper Hjulmand und Torhüter Janis Blaswich über die Ausgangslage, die Standardstärke der Gäste und eine fragliche Personalie auf der eigenen Seite.
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Die jüngeren Jahrgänge der U19-Juniorinnen haben es geschafft: In einem echten Pokal-Krimi bezwangen die Leverkusenerinnen den 1. FFC Turbine Potsdam im Elfmeterschießen und stehen damit im Halbfinale des DFB-Pokals! Weiterhin auf Kurs ist auch die U19, die mit einem 2:0 gegen den 1. FC Nürnberg ihre Tabellenführung in Gruppe A von Liga A der Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga behauptete. Derweil setzte die U14 zum Liga-Auftakt ein Ausrufezeichen und gewann 5:1 beim SC Paderborn 07 – das Nachwuchs-Wochenende im Überblick.
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