
2015 Aufstieg in Liga zwei, 2016 Abstieg in Liga drei, im vergangenen Sommer nun wieder der souveräne Aufstieg ins deutsche Unterhaus – der MSV Duisburg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wahren Fahrstuhlmannschaft entwickelt. Klar, dass die Prämisse beim Bundesliga-Gründungsmitglied in dieser Spielzeit lautet, die Klasse um jeden Preis zu halten, um sich wieder in Liga 2 zu etablieren. Am vergangenen Freitag gelang mit dem überraschenden 1:0-Erfolg beim SV Sandhausen ein Befreiungsschlag: Das Team von der Wedau verbesserte sich mit nun 16 Punkten auf Rang 12 und ist in der 2. Liga seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen.
Angeführt werden die Zebras bereits seit zwei Jahren von Trainer Ilia Gruev. Selbst nach dem Abstieg 2016 hielt die Vereinsführung am ehemaligen bulgarischen Nationalspieler fest. Der 48-Jährige zahlte das Vertrauen mit dem Wiederaufstieg als Drittligameister und einer bislang soliden Zweitliga-Saison zurück. Schlüsselspieler in seinem 4-4-2-System ist neben Mittelfeld-Antreiber Fabian Schnellhardt, der zum besten Spieler der vergangenen Drittliga-Saison gewählt wurde, auch Neuzugang Moritz Stoppelkamp. Der Flügelspieler knackte einst für den SC Paderborn mit einem Treffer aus 82,3 Metern den Bundesliga-Rekord für das Tor aus der größten Distanz und läuft seit dem Sommer wieder für seinen Jugend-und Heimatverein auf. Mit bereits sechs Treffern in der laufenden Spielzeit führt Stoppelkamp die interne Torjägerliste des MSV an. In der Innenverteidigung vertraut Gruev auf einen Ex-Leverkusener: Gerrit Nauber wurde 2009 als Bayer 04-Spieler U17-Europameister, war anschließend Kapitän der Leverkusener A-Jugend und spielte bis 2012 für die Zweitvertretung der Werkself.
Beim Blick auf die detaillierte Zweitliga-Tabelle fällt eines sofort auf: Der MSV ist das mit Abstand schwächste Heimteam der Liga, gewann zu Hause als einziges Team im deutschen Unterhaus noch kein einziges Spiel. Satte 13 Punkte aus sieben Auswärtsauftritten sorgen momentan jedoch für eine gute Ausgangssituation. Dennoch sollten sich in der heimischen Arena bald Erfolgserlebnisse einstellen, wenn die Duisburger nicht bis zum Ende um den Klassenerhalt bangen wollen.
Gründungsmitglied der Bundesliga, dann bis 1982 ununterbrochen im Oberhaus dabei, insgesamt 28 Spielzeiten in der höchsten deutschen Spielklasse: Von vergangenem Glanz ist der MSV Duisburg derzeit noch weit entfernt. Zuletzt spielten die Meidericher in der Saison 2007/08 erstklassig. Nach dem finanziellen Kollaps und dem daraus resultierenden Zwangsabstieg in die 3. Liga im Jahr 2013 befindet sich der Verein immer noch auf Konsolidierungskurs. Mit großen Sprüngen ist daher zumindest in naher Zukunft nicht zu rechnen, der MSV will sich erst einmal wieder in der 2. Liga etablieren und weg vom Fahrstuhl-Image der vergangenen Jahre.
In einer in dieser Saison extrem engen 2. Liga scheint es kaum möglich, sichere Vorhersagen zu treffen. Die strukturellen sowie spielerischen Voraussetzungen, um die Klasse zu halten, hat Gruevs Team gerade in den vergangenen Wochen bewiesen. Ob es am Ende gelingt, wird wohl auch davon abhängen, ob der MSV rechtzeitig damit anfängt, auch zu Hause konstant zu punkten, gerade in den Duellen mit den direkten Konkurrenten.
Die Partie gegen den MSV wird Donnerstag ab 15 Uhr als Livestream auf bayer04.de und facebook.com/bayer04fussball übertragen.

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Gerade einmal anderthalb Wochen nach dem Viertelfinal-Erfolg im DFB-Pokal heißt der Gegner der Werkself am Karnevalssamstag, 14. Februar (Anstoß: 15.30 Uhr), erneut FC St. Pauli. Im Rahmen des 22. Bundesliga-Spieltags gastieren jedoch Kiezkicker in der BayArena, die am vergangenen Wochenende mit einem Sieg gegen den VfB Stuttgart ordentlich Selbstvertrauen getankt haben. Dennoch spricht die Bilanz eindeutig pro Schwarz-Rot – und das Team von Trainer Kasper Hjulmand will auch gegen optimistische Hamburger alles dafür tun, dass das so bleibt. Die Kurzpässe.
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