Tah: „Ich möchte Leute inspirieren“

Die Werkself-Profis befinden sich seit dem 18. März in den heimischen vier Wänden, ausgestattet mit individuellen Trainingsplänen. Innenverteidiger Jonathan Tah sprach am Wochenende in einer Medienrunde via Skype über seine Spendenbereitschaft und den Alltag in Zeiten der Corona-Krise.
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Jona, vor acht Tagen habt ihr vor 50.000 Zuschauern im Ibrox gespielt. Mittlerweile hat man das Gefühl, in einer ganz anderen Zeit angekommen zu sein.
Auf jeden Fall. Die Situation hat sich komplett geändert. Aber wir sollten aus dieser Zeit das Beste machen und versuchen, so gut wie möglich damit umzugehen.

Wie sieht dein Alltag derzeit aus?
Der besteht hauptsächlich aus Trainingseinheiten – ich muss schließlich fit bleiben: Krafttraining, Übungen für die Beweglichkeit. Aktuell gehe ich auch noch draußen laufen. Sollte es eine Ausgangssperre geben, benutze ich dafür ein Laufband. Um an und über meine Grenzen zu gehen, habe ich jemanden, der mich beim Training begleitet – ganz allein wäre es etwas zäh.

Auf was kommt es in diesen Tagen besonders an?
Ich persönlich bin kein Fan von Panik, da man aus so einer Situation heraus falsche Entscheidungen treffen kann. Wir sollten Ruhe bewahren, uns aber trotzdem der Situation bewusst sein. Generell brauchen wir alle einander in dieser schweren Zeit und sollten Rücksicht auf die anderen nehmen.

Du bist aktiv geworden, hast dich als erster privater Spender bei der Sepp-Herberger-Stiftung des DFB eingebracht. Wie kam es zu diesem Schritt?
Mein Gedanke dahinter war: Ich bin der erste, damit ich nicht der letzte bin, der spendet. Ich möchte Leute damit inspirieren, ebenfalls zu spenden und ihren Teil dazu beizutragen. Dabei geht es gar nicht so sehr darum, wie viel es ist, oder dass man Geld spendet. Man kann auch seine Zeit spenden, beispielsweise Menschen beim Einkauf helfen.

Du lebst mit deiner Freundin zusammen, hältst mit deinen Familienmitgliedern via technischer Hilfsmittel Kontakt. Wie ist derzeit der Umgang miteinander?
Generell geht es mir weniger darum, dass ich mich anstecke. Vielmehr ist es mir wichtig, dass ich niemanden infiziere. Ich achte darauf, mir oft die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Wenn ich draußen laufen gehe, fasse ich nichts an. Ich möchte nicht, dass jemand wegen mir gesundheitliche Probleme bekommt. Meine Freundin ist genauso vorsichtig. Jeder sollte aufmerksam sein und die Regeln befolgen.

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