
„Wir sind froh, dass die Angelegenheit nun endlich zu den Akten gelegt werden kann", freut sich Rudi Völler über den Urteilsspruch. Der Bayer-04-Sportdirektor betont, „dass es letztlich keine andere Möglichkeit der Entscheidung gegeben hat. Wir haben den Transfer unter Berücksichtigung aller anerkannten Regularien durchgeführt. Es ist sehr schade, dass River Plate die Dinge anders dargestellt und dem Wechselwunsch des Spielers zu vorab mit ihm vereinbarten Transferbedingungen nicht entsprochen hat."
Auch Trainer Heiko Herrlich freut sich sehr über das Ende des Transferstreits, „unter dem Lucas am meisten leiden musste. Jetzt beginnt für ihn der ersehnte neue Lebensabschnitt, und wir als Mannschaft haben endlich den Spieler, der uns mit seinen Qualitäten weiterhelfen wird", so Herrlich.
Der 24-jährige argentinische Nationalspieler hat bei Bayer 04 einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieben. „Wir haben Lucas Alario schon länger beobachtet. Er hat in den vergangenen zwei Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen und gehört zu den besten Stürmern in Südamerika“, so Rudi Völler. „Deshalb waren zuletzt viele Topvereine auf ihn aufmerksam geworden. Wir sind sehr froh, dass er zu uns gewechselt ist. Er hat sein Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft, und wir sind davon überzeugt, dass er seinen vielversprechenden Weg bei Bayer 04 fortsetzt.“
Heiko Herrlich beschreibt die Vorzüge des 1,85 m großen Neuzugangs, den er in den vergangenen Wochen schon eingehend im Training beobachtet hat, so: „Lucas verfügt über eine feine Technik, einen hervorragenden Torabschluss, ist kopfballstark und weiß genau, wie er sich im Sturmzentrum zu verhalten hat, um der Mannschaft zu helfen. Darüber hinaus hat er den Anspruch, sich ständig verbessern zu wollen. Mit dieser Mentalität kann er sehr wertvoll für uns sein.“
In den vergangenen beiden Jahren war Lucas Alario für die argentinische Spitzenmannschaft River Plate Buenos Aires aktiv. In 82 Pflichtspielen für den Traditionsklub erzielte er 41 Tore und bereitete weitere 13 Treffer vor. Zudem feierte er mit River Plate 2015 den Gewinn der Copa Libertadores und er war Torschützenkönig beim Titelgewinn bei der Copa Argentina 2017. „Bayer 04 ist ein großer Klub mit ambitionierten Zielen. Zudem haben schon einige Südamerikaner in Leverkusen ihren Durchbruch in Europa geschafft“, betont der Stürmer, der im September 2016 in der argentinischen Nationalmannschaft debütierte. „Ich freue mich sehr, nun hier zu sein und möchte mithelfen, die Ziele des Vereins zu erreichen.“
Alario gab mit 18 Jahren sein Profi-Debüt bei seinem Ausbildungsverein Club Atlético Colón. 2015 folgte der Wechsel zu River Plate. Von dem argentinischen Rekordmeister war 2001 auch Diego Placente nach Leverkusen gewechselt. Der bis dato einzige Argentinier bei Bayer 04 bestritt für die Werkself in den folgenden vier Jahren 171 Pflichtspiele und stand 2002 mit seinem Team sowohl im Endspiel um den DFB-Pokal-Finale als auch im Finale der UEFA Champions League.

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