
Gerardo Seoane über…
…die Gefühlslage nach der Partie gegen Hoffenheim: Jeder Sieg und jede Niederlage fühlen sich anders an. Dieses Mal war die Enttäuschung besonders groß, weil wir die Woche zuvor tatsächlich sehr gut trainiert hatten. Beim Training war richtig Leben in der Bude, umso mehr schmerzt dann eine Niederlage. Beim Spiel sind wir von meinem Gefühl her zunächst gut gestartet, waren griffig, haben Druck auf den Gegner ausgeübt und sind dadurch direkt zu ein paar Chancen gekommen. Es lag also definitiv nicht am Willen und Engagement. Aber Hoffenheim stand im Block sehr gut und hat Räume verdichtet. Dadurch hatten wir wiederum zu viele Ballverluste auf der letzten Linie, der Gegner hat dann auf Umschaltmomente spekuliert – mit Erfolg.
...seinen persönlichen Umgang mit Niederlagen: Direkt nach dem Spiel versuche ich - gemeinsam mit dem Trainer- und Staff-Team - die Partie noch einmal aufzuarbeiten. Dabei ging es diesmal weniger um physische Punkte, sondern vor allem darum, wie wir jetzt konkret weiter planen: wie gestalten wir den Sonntag, welche Botschaften geben wir der Mannschaft bewusst mit, wollen wir ihnen erst einmal Zeit lassen oder direkt in die tiefe Analyse einsteigen. Im Anschluss nehme ich mir dann Zeit für mich, um den Kopf frei zu kriegen und Klarheit zu bekommen, wie ich den eigenen Energiehaushalt wieder auf 100 Prozent bringen kann. Denn in solchen Situationen braucht die Mannschaft einen Trainer umso mehr. Daher ist es meine Aufgabe, diese absolute Überzeugung vom eingeschlagenen Weg dann auch vorzuleben.
…den Austausch mit der Mannschaft: Insgesamt wollen wir immer herausfinden, was dem Team gerade guttut und was wir davon in der kommenden Partie am meisten brauchen. Das versuchen wir mit den Spielern durch viele Gespräche gemeinsam zu analysieren. Uns interessiert, wie jeder das Spiel wahrgenommen hat und sich gerade fühlt. Da pflegt jeder einen anderen Umgang. Mir persönlich hat es als Spieler immer geholfen, wenn ich die totale Zuversicht beim Coach gespürt habe und er auch immer ein offenes Ohr für Feedback hatte. Daher versuchen wir, offen und transparent miteinander zu kommunizieren.
…die Wichtigkeit von emotionaler Balance: Aktuell ist vor allem die Emotionslage auf dem Platz ein entscheidender Faktor. Der Umgang, wenn wir in Rückstand geraten, ist ganz klar ein wesentlicher Punkt, den wir verbessern müssen. Wir müssen uns eine größere Frusttoleranz aneignen, damit wir in solchen Situationen nicht von unserem Energielevel abkommen. Das Paradoxe daran ist, dass genau dieses Wechselbad der Gefühle ja gleichzeitig auch das Schöne am Fußball ist. Aber diese emotionale Balance ist uns nicht gelungen. Ich bin jedoch überzeugt davon, dass die Mannschaft am Wochenende ein ganz anderes Gesicht mit mehr Energie und Power zeigen wird.

Letzte Chance für die Bayer 04-Konsolenprofis, am „Esports World Cup 2026“ teilzunehmen. Beim „FC Pro Last Chance Qualifier“ in Paris kämpfen Sean Landwehr und Keanu Senkbeil gegen über 1000 andere Gamer um je einen der 14 begehrten Plätze für die nächste Qualifikationsphase zur virtuellen Einzel-Weltmeisterschaft. Zudem wartet bereits bei diesem hochkarätigen Vorentscheid ein Preisgeld-Pool von 244.000 US-Dollar auf die besten Spieler.
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Torhüterin Rafaela Borggräfe bleibt den Bayer 04-Frauen in der neuen Saison erhalten. Im Interview mit Werkself-TV spricht die 25-Jährige über die Gründe für ihre erneute Leihe vom FC Liverpool, über die vergangene Rückrunde und über ihre Ziele mit der neuformierten Mannschaft.
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Torhüterin Rafaela Borggräfe wird auch in der kommenden Saison für Bayer 04 Leverkusen auflaufen. Die Leihe der deutschen U23-Nationalspielerin, die im Winter vom FC Liverpool gekommen war, wurde um ein weiteres Jahr verlängert.
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Die Bayer 04-Delegation um Fernando Carro, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, hat ihre mehrtägige Reise nach Brasilien mit einem Besuch bei der sozialen Einrichtung „Bola Pra Frente“ in Rio de Janeiro – gegründet vom ehemaligen Werkself-Profi Jorginho – abgeschlossen. Im Zuge dessen sagte Bayer 04 zu, das Engagement für das Projekt „Bola pra Frente“ um weitere fünf Jahre auszuweiten. Außerdem wurde Jorginho, brasilianischer Weltmeister von 1994, zur zweiten offiziellen Klub-Legende von Bayer 04 ernannt. Mit dem Besuch in Sao Paulo und Rio de Janeiro vertiefte der Werksklub die über Jahre gewachsenen Beziehungen in einem der wichtigsten internationalen Märkte für Bayer 04.
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