Ramalho: Bin Roger Schmidt „unendlich dankbar“

Welch große Bedeutung die ehemaligen Klubs für André Ramalho haben, zeigt die Interview-Anfrage von Bayer 04: Der brasilianische Innenverteidiger ist sich nicht zu schade, auch am Tag seines 30. Geburtstags in aller Seelenruhe über seine Zeit unterm Bayer-Kreuz sowie das bevorstehende Bundesliga-Duell zwischen der Werkself und dem 1. FSV Mainz 05 – seinem zweiten deutschen Ex-Klub – zu sprechen.
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André, erst einmal im Namen von Bayer 04 herzlichen Glückwunsch nachträglich zu deinem 30. Geburtstag! Wie hast du den Tag verbracht?

Ramalho: Danke euch, das freut mich sehr. Ich habe am Vormittag erstmal alles erledigt, was meine Arbeit und die Reha betrifft. Ab dem Nachmittag konnte ich dann die Zeit mit der Familie genießen.

Du läufst seit vergangenen Sommer für die PSV Eindhoven auf. Wie bewertest du dein erstes halbes Jahr in der Niederlande, hast du dich dort mittlerweile gut eingelebt?

Ramalho: Ich fühle mich hier richtig wohl. Alle Mitspieler, Fans und Verantwortlichen haben mich super aufgenommen. Natürlich spielt da auch mit rein, wie häufig man auf dem Platz steht – das hat ebenfalls sehr gut geklappt (17 Einsätze an den ersten 18 Spieltagen, Anm. d. Red.). Bis auf meine Verletzung im Dezember war es ein perfektes erstes halbes Jahr.

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Du sprichst deine Knöchelverletzung an. Im letzten Spiel vor der Winterpause bist du verletzt ausgewechselt werden. Wie ist der aktuelle Stand, wann dürfen wir dich in etwa wieder auf dem Platz sehen?

Ramalho: Ich muss rund zwölf Wochen pausieren, die Hälfte davon habe ich nun geschafft. Von daher hoffe ich, Anfang April wieder mit der Mannschaft trainieren zu können. Ich gebe alles für mein Comeback und arbeite täglich sehr hart dafür.

Was waren die Gründe für den Wechsel nach Eindhoven?

Ramalho: PSV ist ein Traditionsklub und weltweit bekannt. Ich kannte den Klub sehr gut, vor allem aufgrund der zahlreichen brasilianischen Vorgänger – sei es Torwart-Legende Heurelho Gomes, Romário, Alex oder natürlich Ronaldo…

Trainer Roger Schmidt hat ebenfalls eine schwarz-rote Vergangenheit. Zudem war er bereits in Salzburg dein Coach. Welche Rolle spielt er für dich?

Ramalho: Er gehört zu den wichtigsten Personen für meine Karriere, keine Frage. Ich bin unendlich dankbar dafür, was er für mich und meine Karriere getan hat. Ich habe als Profi bislang für vier Klubs gespielt – er war bei dreien davon mein Trainer. (lacht) Roger hat mir einfach immer vertraut und mich jeden Tag besser gemacht. Im Gegenzug wusste ich auch immer, was er von mir erwartet. Es passt einfach perfekt.

Wie hast du deine Zeit bei Bayer 04 in Erinnerung?

Ramalho: Ich kam mit 23 Jahren als relativ junger Spieler dorthin und durfte sehr viel lernen. Gerne hätte ich schon damals die Erfahrung gehabt, die ich inzwischen habe. Das erste Jahr war in Ordnung, aber ich wollte mehr. Mehr Spielzeit. Das war leider nicht in Gänze möglich. Dennoch war es eine superschöne, lehrreiche Zeit. Ich habe auch immer noch mit einigen von damals Kontakt, sei es Wendell, der mittlerweile in Porto spielt, Lucas Alario oder Athletiktrainer Daniel Jouvin. Mit ihm war ich im vergangenen Jahr sogar im Urlaub.

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Am Freitag trifft die Werkself auf den 1. FSV Mainz 05, deinen zweiten deutschen Ex-Klub. Was zeichnet M05 aus und wie war deine Zeit dort?

Ramalho: Es war ebenfalls eine schöne Erfahrung für mich – auch wenn sie mit meiner Verletzung im ersten Freundschaftsspiel nicht so gut gestartet ist. Ich wollte in Mainz Spielpraxis sammeln, und das ist mir am Ende auch gelungen (20 Pflichtspiel-Einsätze in der Saison 2016/17, Anm. d. Red.). Der Klub und die Stadt liegen mir weiterhin am Herzen.

Zurück zu Schwarz-Rot: Was sagst du zur aktuellen Leistung der Werkself, die aktuell auf Rang drei in der Bundesliga rangiert?

Ramalho: Sie spielen aktuell überragend, pflegen einen offensiven und qualitativ hochwertigen Fußball. Bis jetzt ist es eine super Saison von Bayer 04. Ich gehe fest davon aus, dass sie sich am Ende für die Champions League qualifizieren werden.

Wirst du dir das direkte Duell zwischen Mainz und Leverkusen ansehen?

Ramalho: Klar, ich verfolge alle Partien beider Mannschaften. Dazu spielen sie Freitag unter Flutlicht gegeneinander – das sind doch die geilsten Spiele! Auf einen persönlichen Favoriten möchte ich mich aber nicht festlegen, dafür habe ich bei beiden Klubs zu viele Freunde. Lass‘ uns auf ein Unentschieden einigen. Danach dürft ihr dann gerne wieder jedes Spiel gewinnen. (lacht)

Über André Ramalho:

Im Februar 1992 in Ibiúna, einer Gemeinde im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo, geboren, zog es André Ramalho bereits im Alter von 18 Jahren nach Europa. Vom brasilianischen Red-Bull-Ableger RB Brasil wechselte der Innenverteidiger nach Österreich, über die Ausbildungsklubs von RB fasste er schließlich 2013 Fuß bei den Profis von RB Salzburg. Zwei Jahre später folgte der Schritt zu Bayer 04 - der nächste Brasilianer in Schwarz-Rot. Zweieinhalb Jahre stand er bei der Werkself unter Vertrag, eines davon verbrachte er auf Leihbasis beim 1. FSV Mainz 05. Nach seiner Zeit in Deutschland zog es Ramalho zurück nach Salzburg. Insgesamt sechs österreichische Meisterschaften sowie fünf Pokaltitel konnte er gewinnen, ehe er sich im vergangenen Sommer dem niederländischen Spitzenklub PSV Eindhoven anschloss.

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