
Für die „Berliner Morgenpost“ agierte die Werkself „von Beginn an fahrig und nachlässig, leistete mit ihrer Haltung unerwartete Nachbarschaftshilfe“. Auch die Kollegen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ waren erstaunt von dem Gesicht, mit welchem sich Bayer 04 im 62. Bundesliga-Derby präsentierte und fanden: „Verblüffend war, wie bereitwillig das auswärts zehnmal in Folge ungeschlagene Team von Heiko Herrlich ohne Lars Bender (verletzt) und Kevin Volland (Geburt einer Tochter) in alle aufgestellten Fallen lief. Schlampige Pässe, kopflose Dribblings und zaghafte Zweikämpfe führten zu Ballverlusten und Kölner Kontersituationen, die Dauerdruck vor dem Tor der Werkself zur Folge hatte. Den Rest erledigten individuelle Fehler.“ Bei der „Frankfurter Allgemeinen“ lautete es: „In allen Parametern des Spiels – Kombinationslust, Zweikampfführung, Eins-gegen-eins-Duelle, Siegeswille – war der abstiegsbedrohte Traditionsklub dem in der Tabelle weit höher angesiedelten Nachbarn überlegen.“
In der Berichterstattung der „Süddeutsche Zeitung“ spielte „der Favorit von der anderen Rheinseite ungefähr so, wie es der Trainer Heiko Herrlich offenbar befürchtet hatte, als er in der Vorschau aufs Derby eindringlich vor den Kölner Qualitäten warnte. Trotzdem trat seine Mannschaft mit schwer erklärlicher Trägheit dem Gegner entgegen, die hochbegabte Offensivreihe mit Kai Havertz, Leon Bailey und Julian Brandt ging dabei beispielhaft voran.“ In eine ähnliche Kerbe schlug die „Rheinische Post“, deren Autor sich mit der von Heiko Herrlich oft thematisierten Wichtigkeit der Einstellung im Fußball beschäftigte und dabei das Spiel unter der Überschrift „Kölns Mentalität schlägt Bayers Qualität“ zusammenfasste.
Der „Tagesspiegel“ fand, dass das Bayer 04-Spiel zur zweiten Halbzeit dann mit der Einwechslung von Joel Pohjanpalo zwar agiler geworden sei, „gute Möglichkeiten für Julian Brandt und Sven Bender – viel mehr sprang aber nicht heraus. Für die Vorentscheidung sorgte Simon Zoller, als er einen Fehler von Charles Aranguiz nutzte und mühelos das 2:0 erzielte.“ Dadurch verpasste Bayer 04 „die Chance, sich mit Blick auf die vier Champions-League-Ränge in eine bessere Position zu bringen. Das Team von Coach Heiko Herrlich bleibt auf dem fünften Platz.“ (Ruhr Nachrichten)
Neben den vielen ungewohnten Mängeln im Spiel der Werkself beschäftigte sich die Presse vor allen Dingen mit dem Platzverweis von Lucas Alario – für die „Kölnische Rundschau“ war die Tätlichkeit des argentinischen Stürmers der Werkself gar die „Schlüsselszene im Spiel der Leverkusener“, weil er „seiner nach einem passenden Weg in dieses Spiel suchenden Mannschaft zusätzlich schadete.“ (Frankfurter Allgemeine) – „Dabei hatte Bayer-Trainer Heiko Herrlich seine Spieler vor dem Derby gewarnt und sie darauf hingewiesen, dass sie trotz der Emotionen ihre Nerven im Griff haben müssten.“ (Kölnische Rundschau)
Der „Kicker“ führte in diesem Zusammenhang eine eher unrühmliche Statistik hervor: „Zum vierten Mal in dieser Saison nach Spielen gegen Leipzig, Dortmund und Schalke. In den vier Partien holte Bayer, das mit 35 Platzverweisen vor der Pause einen unrühmlichen Bundesligarekord hält, nur zwei Zähler.“


Ein Überblick über die Ticket-Verkäufe zu den Heim- und Auswärtsspielen der Werkself.
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Dieses besondere Event hat einmal mehr gezeigt, wie stark Bayer 04 zusammenhält: Im Rahmen von „BarmeniaGothaer schenkt Freude“ unterstützten die Werkself-Profis Edmond Tapsoba, Ibrahim Maza und Christian Kofane am Donnerstag in der Fanwelt den Verkauf individuell designter T-Shirts für den guten Zweck. Mehrere hundert Fans waren gekommen, um sich an der Charity-Aktion zu beteiligen. Der Leverkusener Hauptsponsor BarmeniaGothaer spendet den Erlös an die „Fondation Edmond Tapsoba“, die Menschen in Tapsobas Heimat Burkina Faso im herausfordernden Alltag unter die Arme greift.
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Drei Spieltage vor Saisonende können die Bayer 04-Frauen bei der SGS Essen einen Rekord knacken und einen weiteren einstellen. Auch rein sportlich ist die Mannschaft von Trainer Roberto Pätzold nach zuletzt drei Siegen in Folge im Auswärtsspiel am Sonntag (14 Uhr, Stadion an der Hafenstraße) in der Pflicht, um ihre Chance auf Platz drei zu wahren.
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Nach der Hauptrunde ist vor der K.-o.-Phase: Im Achtelfinale der DFB-Nachwuchsliga reist die U19 von Bayer 04 zum 1. FC Heidenheim 1846. Auf die U16, U14 und U13 warten derweil wichtige Liga-Spiele. Internationale Hochkaräter wie der FC Porto oder die PSV Eindhoven begegnen der U12 beim Nanterre Cup in Frankreich, während auch die jüngeren Nachwuchs-Teams am Wochenende auf Turnieren in Belgien und Deutschland weilen. Die Partien der Junioren und Juniorinnen im Überblick.
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Rüdiger Vollborn ist seit 40 Jahren im Klub, mit 401 Bundesliga-Einsätzen der Rekordspieler des Klubs und hat als einziger Bayer 04-Profi sowohl den UEFA-Cup (1988) als auch den DFB-Pokal (1993) gewonnen. Und auch nach seiner beeindruckenden Profi-Karriere blieb der gebürtige Berliner dem Werksklub weiter erhalten, arbeitete fortan neun Jahre als Torwarttrainer. Inzwischen ist Vollborn unterm Bayer-Kreuz als Fanbeauftragter und Klub-Archivar tätig. Seit Februar 2021 nimmt das personalisierte schwarz-rote Lexikon die Werkself-Fans in der Rubrik „Rudi erzählt...“ monatlich mit auf eine kleine Reise in die Geschichte von Bayer 04.
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