
Hallo Laura. Du hast mehr als fünf Jahre für Bayer 04-TV gearbeitet. Wie ist es für dich, am Mittwoch in die BayArena zurückzukehren?
Ich freue mich drauf. Dadurch, dass es wirklich einige Jahre waren, die ich bei Bayer 04 verbracht und den Verein kennengelernt habe, ist es einfach schön, wieder zurückzukommen. Ich war vor knapp eineinhalb Jahren privat zu einem Bundesligaspiel in der BayArena, nun kehre ich auch beruflich zurück. Da ist natürlich eine gewisse Vorfreude da.
Welche Erinnerungen verbindest du mit Bayer 04-TV? Gibt es ein Interview oder einen Bericht, das oder der besonders hängen geblieben ist?
Was immer Spaß gemacht hat, waren die Auswärtsfahrten in der Champions League. Es war immer ein Highlight, gerade bei Manchester United ins Old Trafford zu kommen. Die Trainingslager fand ich auch cool. Ich war einmal mit in Florida; das waren spannende 10 Tage. Es gibt viele Erinnerungen, viele unterschiedliche Interviewpartner, die ich über die Jahre hatte: Trainer haben gewechselt, Spieler sind gekommen und gegangen. Man bekommt in diesem Beruf sehr viel mit.
Über Sky Sport News ging es für dich zu Sport1. Was gefällt dir besonders an deinem Job als Moderatorin?
Es war von klein auf mein Traum, unbedingt Sportjournalistin zu werden. Ich bin sehr froh und dankbar, dass es auch genauso gekommen ist. Es ist sehr reizvoll, wie jetzt beim DFB-Pokalspiel, so nah dran zu sein: Ich bin im Stadion dabei, kann den ganzen Tag über das reden, was mir Freude bereitet und wofür ich mich interessiere. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.
Du hast mal gesagt, das Wichtigste bei der Sendungsvorbereitung sei für dich viel Kaffee. Was gehört noch dazu?
(lacht) Kaffee gehört bei mir grundsätzlich zu allem dazu. Zudem muss ich mich bei jedem Spiel hinsetzen und vorher die aktuellen Sachen nachschauen: Wer ist verletzt? Wie wurde zuletzt gespielt? Ich recherchiere so, wie es eigentlich jeder Journalist macht. Es ist wichtig, sich im Voraus gut vorzubereiten. Dann gibt es noch Gespräche mit dem Leiter der Sendung, in denen wir in Ruhe die ganze Sendung durchgehen. Da wird auch der Ablauf geklärt: Welche Interviewpartner kommen vor dem Spiel zu mir? Welche sind nach Schlusspfiff geplant? Wie ist die Sendungsstruktur? Es finden auch viele Gespräche außerhalb von dem, was man wissen muss, statt.
Dann gehören bei einem Event wie dem DFB-Pokal auch im Vorfeld Dreharbeiten dazu: Beispielsweise war ich am Freitag zu Dreharbeiten bei Union Berlin, gefolgt vom Dreh in der BayArena. Die Leute sehen dann im Fernsehen logischerweise nur das, was vor der Kamera stattfindet. Die Vorarbeiten bleiben so verborgen. Aber Vorbereitung ist für mich alles. Wenn man gut vorbereitet ist, kann man da locker stehen und einen guten Job machen.

Beim DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen Bayer 04 und Union bist du als Moderatorin für Sport1 im Einsatz. Wie sieht dein Tagesablauf am Spieltag aus?
Nach dem Frühstück treffen wir uns mit dem Sendungsleiter und gehen den Plan durch, ob es Änderungen wie beispielsweise Absagen von Interviewpartnern gibt. Gegen Mittag geht es dann auch schon ins Stadion. Dort gehen wir die wichtigen Punkte ab: Wo sind die einzelnen Positionen? Wo sitzt der Kommentator? Wo steht unser Tisch? Später geht es in die Maske, danach folgen eine große Besprechung mit allen Beteiligten und eine technische Probe. Zudem bespreche ich mich mit unserem Experten Stefan Effenberg. Wir analysieren die Konstellationen rund um das Spiel und klären beispielsweise, an welchen Punkten Stefan sich einbringen kann. Eine Stunde vor Anstoß beginnt dann unsere eigentliche Vorberichterstattung.
Was reizt dich besonders am DFB-Pokal?
Ich persönlich liebe Pokalspiele. Es ist spannend zu wissen, dass am Ende einer weiter und der andere ausgeschieden ist. Ich mag es auch gerne, wenn es Mal nicht nur 90 Minuten sind, sondern es in die Verlängerung oder sogar ins Elfmeterschießen geht. Diese Spannung macht meiner Meinung nach den Pokal aus.
Was erwartest du für ein Spiel?
So ein Viertelfinale ist immer eine enge Partie, auf das man sich freuen kann. Ich hoffe auf einen spannenden Pokalabend und glaube, dass es in die Verlängerung gehen wird…
Verfolgst du die Spiele der Werkself auch abseits deines Berufs?
Ich verfolge generell die Spiele in der Bundesliga und auch die internationalen Partien. In der aktuellen Situation mit dem spannenden Titelkampf in Deutschland ist es äußerst interessant, mehrere Mannschaften zu beobachten.
Leverkusen ist in dieser Saison nach wie vor in drei Wettbewerben vertreten. Was traust du dem Verein bis zum Saisonende zu?
Ich glaube dem Verein würde es guttun, in einem Wettbewerb mal weiter zu kommen als in das „klassische“ Achtelfinale. Die Meisterschaft dürfte in Leverkusen im Moment kein großes Thema sein. Ein Viertelfinale auf internationaler Ebene wäre schön, vielleicht sogar noch etwas weiter. Ich traue der Mannschaft schon noch einiges in dieser Saison zu. Ich gehe davon aus, dass sie sich wieder für das internationale Geschäft qualifizieren werden. Ob Champions League oder Europa League muss man abwarten. Aber gerade in den Pokalwettbewerben sehe ich Chancen. Ich glaube, dass es am Ende keine schlechte Saison für Bayer 04 wird.
Zur Person Laura Papendick:
Laura Papendick erblickte 1989 in Bergisch Gladbach das Licht der Welt. Nach der Schule absolvierte die Reporterin und Redakteurin ein Sportjournalismus-Studium in Köln. Ihre ersten beruflichen Erfahrungen machte sie unter anderem bei DFL Digital Sports, bei Bayer 04-TV arbeitete Papendick dann erstmals als Moderatorin vor der Kamera.
Nach über fünf Jahren unterm Bayer-Kreuz schloss sich die Bergisch Gladbacherin 2016 Sky Sport News HD an, ehe es die heute 31-Jährige im April 2019 zu Sport1 zog. Dort fungiert die Rheinländerin unter anderem als Co-Moderatorin des „Check24 Doppelpass“.

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